LKW

Scandlines meldet Frachtzuwächse auf Rostock-Gedser-Route und plant erste E-Frachtfähre für 2025

Scandlines steigert Fahrgast- und Transportzahlen und setzt seine Umweltstrategie konsequent fort. Mit der geplanten E-Frachtfähre und der Tourcert-Zertifizierung stärkt das Unternehmen sein Nachhaltigkeitsprofil – auch in der regionalen Tourismusentwicklung rund um Rostock.

Im Miniport des Schifffahrtsmuseums Rostock können Besucher seit Kurzem ein Modell der Scandlines-Hybridfähre „Berlin“ steuern. | Foto: Scandlines
Im Miniport des Schifffahrtsmuseums Rostock können Besucher seit Kurzem ein Modell der Scandlines-Hybridfähre „Berlin“ steuern. | Foto: Scandlines

Scandlines verzeichnet für die Rostock-Gedser-Route im ersten Halbjahr 2025 ein moderates Wachstum im Passagier- und Frachtverkehr. Laut Unternehmensangaben stieg die Zahl der transportierten Pkw im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent, die Frachtmengen legten um ein Prozent zu. 

Emissionsfreie Routen bis 2040 geplant

Im Rahmen ihrer langfristigen Umweltstrategie verfolgt Scandlines das Ziel, beide Fährverbindungen bis zum Jahr 2040 vollständig emissionsfrei zu betreiben. Bereits im Einsatz befinden sich moderne Hybridfähren, die zusätzlich mit Rotorsegeln ausgerüstet sind. Für die Vogelfluglinie kündigte das Unternehmen die Inbetriebnahme der ersten 100 Prozent batterieelektrisch betriebenen Frachtfähre im Regelbetrieb für das Jahr 2025 an.

„Unsere grüne Agenda und stabile, wirtschaftliche Ergebnisse gehen Hand in Hand. So schaffen wir ein Reiseerlebnis, das nicht nur umweltfreundlicher ist, sondern auch Freude macht“, betont Heiko Kähler.

Zertifizierung als nachhaltiger Partner in Rostock

Im Mai 2025 wurde Scandlines im Rahmen einer Nachhaltigkeitsinitiative der Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde sowie Rostock Marketing als Tourcert Qualified Partner ausgezeichnet. Mit der Zertifizierung verpflichtet sich das Unternehmen zu einem kontinuierlichen Austausch mit regionalen Akteuren und zur aktiven Förderung eines nachhaltigen Tourismus in der Region Rostock. Ziel ist es unter anderem, die Sichtbarkeit von Scandlines als Anbieter umweltfreundlicher Mobilitätslösungen in der Öffentlichkeit weiter zu erhöhen.

„Wir freuen uns sehr über die weiterhin gute Zusammenarbeit mit Rostock Port sowie nun auch mit dem Schifffahrtsmuseum. Wir können jedem nur empfehlen, mit dem Schiffsmodell der „Berlin“ eine Runde im Miniport des Rostocker Hafens zu drehen“, erklärt Heiko Kähler, Geschäftsführer der Scandlines Deutschland GmbH.

Fährmodell im Schifffahrtsmuseum Rostock

Im Schifffahrtsmuseum Rostock-Schmarl wurde im Miniport des Traditionsschiffs „Dresden“ ein neues Schiffsmodell der Scandlines-Hybridfähre „Berlin“ mit Rotorsegel in Betrieb genommen. Im Zuge der jüngsten Modernisierung des Miniport-Areals wurden darüber hinaus auch Nachbildungen der Fähranleger, Kaianlagen und das Verwaltungsgebäude von Rostock Port integriert. Die Umsetzung erfolgte in Kooperation mit dem Museum sowie Rostock Port. (av)