ÖBB: Holztransporte für Papierholz Austria
Für Papierholz Austria hat die ÖBB Rail Cargo Group (RCG) im Jahr 2025 insgesamt 1,4 Millionen Tonnen Holz mit der Bahn transportiert. In den Gesellschafterwerken der Holzeinkaufsgesellschaft werde das angelieferte Holz zu Zellstoff und Holzschliff verarbeitet, der vor allem für die Papierherstellung verwendet werde.
Durch den Holztransport der RCG hätten 2024 knapp 34.000 Tonnen CO2 eingespart werden können, heißt es. Zu den Gesellschaften der Papierholz Austria zählen die Holzwerke Heinzel Pöls (Steiermark), Mondi Frantschach (Kärnten), Sappi Gratkorn (Steiermark) und Norske Skog Bruck (Steiermark).
Die Einkaufsgesellschaft fungiere als Bindeglied zwischen Waldbesitzern und holzverarbeitender Industrie. Die RCG übernimmt im Auftrag von Papierholz Austria den Transport von Hackgut und Rundholz.
Rund 40.000 Güterwagen würden jährlich über firmeneigene Anschlussgleise abgewickelt, die Tendenz sei steigend. Doch die Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen bestehe schon lange.
„Ein ganz großer Meilenstein unserer Unternehmensgeschichte war vor 20 Jahren der Start des Hackgut-Transportes mit Ganzzügen. Mittlerweile wickeln wir bis zu 900 Ganzzüge im Jahr gemeinsam mit der ÖBB Rail Cargo Group ab“, erklärt Andreas Kogler, Geschäftsführer von Papierholz Austria.
Im Laufe der Jahre sei die Zusammenarbeit weiter ausgebaut worden und der Gesamttransport vom Wald über den Verlader bis zum Transporteur in den Fokus geraten sowie optimiert worden. So sei 2009 als gemeinsames Pilotprojekt eine spezielle Container-Kippanlage im Werk Heinzel Pöls entwickelt worden, mit dem Ziel, die Entladung des Hackgutes zu erleichtern.
Digital Überblick verschaffen
Nach Angaben der ÖBB RCG müsse man angesichts aktueller Herausforderungen wie Klimawandel und Extremwetterereignissen auch zukünftig flexibel bleiben.
Künftig sollen Leerwagenbestellungen, Transportaufträge und die Sendungsverfolgung direkt aus dem eigenen System von Papierholz Austria erfolgen – ermöglicht durch die digitale Logistikplattform der RCG namens Mike.
Dadurch soll der Austausch über Excel-Listen, E-Mails, Telefonate oder zusätzliche Systemzugänge erleichtert und ein durchgängiger Datenaustausch für alle Transporte ermöglicht werden. Die Abwicklung über Mike verbinde dabei alle Schnittstellen zu einem Ganzen.