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Emissionsarmer Seeverkehr: Finnlines führt Green Lane ein

Mit Batterieantrieb und Biotreibstoffen will Finnlines bei Seetransporten auf wichtigen Ostsee-Routen deutliche CO2-Einsparungen erzielen – auch Passagiere können die Option wählen.

Green Lane heißt das neue Angebot von Finnlines, das klimafreundliche Transporte per Strom und Biotreibstoff ermöglicht – auf mehreren Strecken buchbar. (Foto: Pixabay)
Green Lane heißt das neue Angebot von Finnlines, das klimafreundliche Transporte per Strom und Biotreibstoff ermöglicht – auf mehreren Strecken buchbar. (Foto: Pixabay)

Die Reederei Finnlines erweitert ihr Angebot um einen neuen Service für klimafreundliche Seetransporte. Wie das Unternehmen in einer aktuellen Pressemeldung bekannt gibt, startet am 22. Mai 2025 die sogenannte Green Lane, die sowohl Frachtkunden als auch Passagieren eine deutlich emissionsärmere Beförderung ermöglichen will. Zum Einsatz kommen entweder Biotreibstoffe aus erneuerbaren Quellen oder elektrische Antriebe, gespeist aus Batterien mit Landstrom.

Finnlines zufolge ist die vollelektrische Variante die nachhaltigste Option im aktuellen Branchenumfeld. Angeboten wird sie zunächst auf der stark frequentierten Route zwischen Kapellskär und Naantali. Zum Einsatz kommen dort die beiden neuen Hybrid-Ropax-Schiffe „Finnsirius“ und „Finncanopus“, deren Batterien mit einer Kapazität von 5 MWh während der Hafenliegezeiten aufgeladen werden. Für die Überfahrt liefern sie dann die notwendige Energie, um fossile Brennstoffe zumindest teilweise zu ersetzen.

Antonio Raimo, Line Manager bei Finnlines, betont die Fortschritte des Unternehmens: „Unser oberstes Ziel ist es, Emissionen zu reduzieren, und wir sehen bereits konkrete Ergebnisse. Mit der Einführung unserer neuen Schiffe, der ‚Finnsirius‘ und der ‚Finncanopus‘, sind wir in das Hybridzeitalter eingetreten und können unseren Kunden nun noch effizientere und nachhaltigere Seetransporte anbieten.“

Trotz einer gesteigerten Frachtkapazität habe sich der CO2-Ausstoß pro Seemeile auf der Strecke Kapellskär–Naantali um 22 Prozent verringert.

Neben der batteriegestützten Option setzt Finnlines auch auf Biotreibstoffe. Auf mehreren Short-Sea-Shipping-Routen – darunter Travemünde–Malmö, Malmö–Świnoujście, Kapellskär–Naantali und Gdynia–Hanko – können Verlader die CO2-Emissionen durch den Einsatz von Biotreibstoffen um bis zu 90 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen fossilen Treibstoffen senken. Entscheiden sich Kunden für diese Option, verpflichtet sich das Unternehmen, die entsprechende Menge an fossilem Brennstoff durch nachhaltige Alternativen zu ersetzen.

Merja Kallio-Mannila, Commercial Director bei Finnlines, erklärt:

„Wir wollen unseren Kunden konkrete Lösungen anbieten, um ihre Dekarbonisierungsziele zu erreichen. Beide Optionen führen zu niedrigeren Emissionen. Beispielsweise kann der Einsatz von Biotreibstoff die Kohlendioxidemissionen auf der Strecke Gdynia–Hanko um bis zu 700 kg pro Trailer reduzieren.“

Auch Passagiere können künftig auf ausgewählten Strecken die Green Lane nutzen. Unter anderem auf den Linien Kapellskär–Långnäs–Naantali, Travemünde–Helsinki, Świnoujście–Malmö und Travemünde–Malmö will die Reederei den Einsatz von Biotreibstoffen proportional zur Passagieranzahl anpassen, um so die individuellen Emissionen zu verringern.

Mit dem Green-Lane-Service verfolgt Finnlines seine langfristige Strategie, Transport und Nachhaltigkeit enger zu verzahnen. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die Reederei nach eigenen Angaben rund zwei Milliarden Euro in Neubauten und Flottenerneuerung investiert. Ein weiterer Meilenstein steht für 2028 bis 2029 an: Drei Ropax-Schiffe mit Methanolantrieb sollen dann auf der Route zwischen Travemünde und Helsinki in Dienst gestellt werden.

Thomas Doepel, Präsident und CEO von Finnlines, zeigt sich überzeugt vom eingeschlagenen Kurs:

„Im April haben wir ein neues Investitionsprogramm angekündigt, das aus drei mit Methanol betriebenen RoPax-Schiffen besteht, die auf der Strecke zwischen Deutschland und Finnland eingesetzt werden sollen. Diese neuen, aber auch frühere Investitionen ermöglichen es uns, unseren Kunden einen fossilfreien Gütertransport anzubieten. Die Ankündigung hat großes Interesse geweckt und wir sind zuversichtlich, dass die Nachfrage in Zukunft noch weiter steigen wird.“