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Digitale Transportstrategie: Fercam erweitert Transporeon-Einsatz

Fercam nutzt Echtzeitverfolgung, e-CMR und automatisierte Frachtausschreibungen von Transporeon zur Optimierung seiner Transportprozesse im europäischen Straßengüterverkehr.

Technologieeinsatz unterstützt die Koordination zwischen Speditionen und Logistikpartnern. | Foto: Fercam
Technologieeinsatz unterstützt die Koordination zwischen Speditionen und Logistikpartnern. | Foto: Fercam

Der international tätige Logistikdienstleister Fercam entwickelt seine digitale Strategie weiter und setzt dabei auf verschiedene Lösungen der Transportmanagement-Plattform Transporeon. Unternehmensangaben zufolge besteht die Kooperation zwischen beiden Partnern bereits seit 15 Jahren und wird kontinuierlich durch neue Anwendungen ergänzt. Fercam ist in 23 Ländern aktiv und nutzt die Transporeon-Technologien, um die eigene Transportabwicklung effizienter zu gestalten und die Transparenz im Netzwerk zu erhöhen.

Echtzeitverfolgung als Grundlage für operative Entscheidungen

Einen Schwerpunkt legt Fercam auf den Einsatz von Real Time Visibility. Diese Anwendung ermöglicht die lückenlose Verfolgung von Transporten in Echtzeit. Laut der Pressemeldung basiert die Lösung auf künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Sie liefert präzise und fortlaufend aktualisierte Ankunftszeiten und lässt sich in bestehende Trackingsysteme integrieren. Fercam nutzt diese Funktionen sowohl für die eigene Flotte als auch für Fahrzeuge von Partnerunternehmen innerhalb des Logistiknetzwerks.

Laut der Beschreibung verschafft Real Time Visibility nicht nur unternehmensintern Transparenz über den Sendungsstatus, sondern übermittelt die aktuellen Informationen auch direkt an die Kunden. Eine präzisere Planung der Transportabwicklung soll auf diese Weise möglich werden. Gleichzeitig will Fercam durch verbesserte ETA-Prognosen Leerfahrten vermeiden und damit die Umweltbelastung im Straßengüterverkehr reduzieren.

Vereinfachte Integration externer Spediteure

Fercam und Transporeon arbeiten an einer weiteren Funktion, die den Registrierungsprozess für externe Transportdienstleister vereinfacht. Nach Informationen aus der Pressemeldung entfällt künftig das wiederholte Onboarding bei neuen Einsatzszenarien, sobald ein Spediteur einmal im System integriert ist. Die registrierten Flotten stehen dann automatisch allen Unternehmensteilen der Fercam-Gruppe zur Verfügung. Damit sollen Zeitaufwand und technische Abstimmung bei der Anbindung externer Partner deutlich sinken. Diese Maßnahme unterstützt nach Unternehmensdarstellung eine reibungslose Datenübertragung im europäischen Logistiknetz.

Marktanalyse und Angebotsautomatisierung mit digitalen Werkzeugen

Neben der Echtzeitverfolgung setzt Fercam weitere digitale Instrumente der Plattform Transporeon ein. Dazu zählen unter anderem Market Insights, Freight Marketplace und Autonomous Quotation. Die Anwendung Market Insights aktuelle Marktanalysen und Vergleichsdaten bereit, um die Preisstrategie zu unterstützen. Der Freight Marketplace dient als digitaler Ort für die neutrale Vergabe von Frachten an geeignete Anbieter. Mit Autonomous Quotation automatisiert Fercam die Erstellung von Spot-Angeboten. Die Preisvorschläge basieren auf vordefinierten Parametern und werden im laufenden Betrieb durch maschinelles Lernen angepasst.

„Über die Jahre hat sich zwischen uns und Fercam eine partnerschaftliche Beziehung auf Basis von Vertrauen und Synergien entwickelt. Fercam nutzt jetzt auch Market Insights in Kombination mit Freight Marketplace sowie Autonomous Quotation“, erklärt Giovanni Grandis, Commercial and Sales Director – Delivering Transport Management Solutions bei Transporeon. „Gerade Autonomous Quotation wurde entwickelt, um den täglichen Angebotsprozess effizient zu automatisieren.“

Digitalisierung der Transportdokumentation im Praxistest

Ein weiterer Schritt in der digitalen Transformation betrifft die Einführung elektronischer Frachtbriefe. Seit dem Jahr 2024 testet Fercam die Nutzung der e-CMR-Lösung. Ziel sei es, so die Mitteilung, die administrativen Prozesse zu vereinfachen, den Ressourceneinsatz zu senken und die papiergestützte Dokumentation vollständig abzulösen. Die Einführung der e-CMR ist Teil einer übergeordneten Nachhaltigkeitsstrategie, die auf eine Reduzierung der Umweltbelastung im Güterverkehr abzielt.

„Durch die Integration mit Freight Marketplace verbessern wir unsere Agilität, Ausfallsicherheit und Zuverlässigkeit – sowohl als Frachtnehmer als auch als Frachtgeber“, erläutert Carlo Pinamonti, Director Sales Europe und Sales Strategy in der FTL-Abteilung (Full Truck Load) von Fercam . „Dank der direkten digitalen Anbindung greifen wir auf ein noch größeres europäisches Netzwerk zu und bieten unseren Kunden maximale Transparenz und Echtzeit-Tracking.“

Technologieeinsatz als Teil der Unternehmensstrategie

Fercam versteht die Digitalisierung als strategischen Bestandteil des operativen Geschäfts. Die langfristige Zusammenarbeit mit Transporeon diene dabei nicht nur der Einführung einzelner Softwarelösungen, sondern auch dem Aufbau eines umfassenden digitalen Ökosystems. Dieses soll die Zusammenarbeit zwischen Kunden, Partnern und Dienstleistern in der Logistik stärken. Im Rahmen dieser Partnerschaft nimmt Fercam im September am Transporeon Summit in Amsterdam teil, um dort über seine Erfahrungen mit der digitalen Transformation in der Transportlogistik zu berichten. (av)