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Tourismus-Boom 2024: Auslandsreisen legen zweistellig zu

Reisen ins Ausland nehmen weiter Fahrt auf, mit Italien als beliebtestem Ziel. Auch innerhalb Deutschlands wird wieder häufiger übernachtet. Doch bei Geschäftsreisen zeigt sich ein anderes Bild: Der Rückstand zu 2019 bleibt.

Reisende auf dem Bahnsteig: Auch 2024 war das Auto das meistgenutzte Verkehrsmittel für mehrtägige Reisen, doch rund jeder fünfte Reisende nutzte die Bahn für Inlands- und Auslandsfahrten. (Symbolbild) | Foto: KI-generiert
Reisende auf dem Bahnsteig: Auch 2024 war das Auto das meistgenutzte Verkehrsmittel für mehrtägige Reisen, doch rund jeder fünfte Reisende nutzte die Bahn für Inlands- und Auslandsfahrten. (Symbolbild) | Foto: KI-generiert

Im Jahr 2024 haben Reisende aus Deutschland insgesamt 277 Millionen mehrtägige Reisen ins In- und Ausland unternommen. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg um 11 Prozent. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 lag das Plus bei 6 Prozent. Damit wurde der höchste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2012 erreicht.

Deutlicher Zuwachs bei Auslandsreisen

Die Zahl der Auslandsreisen nahm im Jahr 2024 besonders stark zu. Insgesamt wurden 114 Millionen Reisen ins Ausland gezählt – ein Anstieg um 12 Prozent gegenüber 2023 und um 15 Prozent im Vergleich zu 2019. Auch die Inlandsreisen legten zu: 163 Millionen Reisen innerhalb Deutschlands bedeuteten ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zu 2019 stieg die Zahl um 1 Prozent.

Italien, Österreich und Spanien weiterhin Spitzenreiter

Die beliebtesten Ziele bei Auslandsreisen blieben auch 2024 unverändert. An der Spitze lag Italien mit einem Anteil von 14 Prozent, gefolgt von Österreich (13 Prozent) und Spanien (10 Prozent). Dahinter rangierten Frankreich (8 Prozent) und die Niederlande (7 Prozent). Diese fünf Länder zählen seit zehn Jahren zu den am häufigsten bereisten Destinationen deutscher Urlauberinnen und Urlauber.

Private Reisen dominieren weiterhin

Von den insgesamt 277 Millionen Reisen entfielen 240 Millionen auf private Anlässe. Das entspricht einem Zuwachs von 11 Prozent gegenüber 2023 und 9 Prozent gegenüber 2019. Geschäftsreisen machten 37 Millionen Reisen aus – ein Anstieg um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit nähert sich das Volumen dienstlich bedingter Reisen wieder dem Niveau von 2019 an, liegt aber weiterhin 10 Prozent darunter.

Auto bleibt Hauptverkehrsmittel

Bei der Wahl des Verkehrsmittels dominiert weiterhin das Auto. 58 Prozent der mehrtägigen Reisen wurden im Jahr 2024 mit dem Pkw durchgeführt. Die Bahn wurde bei 19 Prozent der Reisen genutzt, das Flugzeug bei 17 Prozent. Reisebusse sowie sonstige Verkehrsmittel machten jeweils 3 Prozent aus. Die Anteile der genutzten Verkehrsmittel haben sich im Vergleich zu den Vorjahren kaum verändert.