ZVEI: Elektroindustrieverband fordert Kurs halten bei Antriebswende
Der Verband der Elektro- und Digitalindustrie hat den ‚Industrial Action Plan for an Automotive Sector‘ der EU grundsätzlich begrüßt, mahnt aber an, dass dies keine Abkehr von der Elektrifizierung im Mobilitätssektor darstellen dürfe. Der Aktionsplan gehe grundsätzlich in die richtige Richtung, da er an den Flottengrenzwerten für 2025 bis 2030 festhält, so der Verband. Dies sei ein wichtiger Schritt für die Planungssicherheit aller beteiligten Unternehmen, die bereits hohe Investitionen getätigt haben.
"Vor allem sollten wir jetzt dieses Signal für die Elektromobilität als Schlüsseltechnologie nicht durch zusätzliche Diskussionen in Frage stellen, sondern im weiteren Verlauf des Strategiedialogs noch deutlicher betonen", kommentierte Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung das erste Ergebnis des Dialogs der Kommission mit der Industrie.
Dabei sollte das gesamte Ökosystem der Automobilindustrie miteinbezogen werden, findet Weber. Denn die Hersteller und Zulieferer von Software, Chips, Mikrocontrollern, Sensoren, E-Motoren, Leistungselektronik, Batterien und Ladeinfrastruktur hätten sich alle auf die Elektrifizierung eingestellt und entsprechende Investitionen vorgenommen. Diese seien essenziell für die künftige industrielle Wettbewerbsfähigkeit in Europa. Öffentliche Förderung sollte daher zukunftsweisende Themen priorisieren, so Weber weiter.
"Nur durch gezielte Investitionen in Forschung und Entwicklung kann die europäische Automobilindustrie ihre technologische Führungsrolle im globalen Wettbewerb um die Transformationsprozesse sichern und neue Wertschöpfungsketten schaffen. Darüber hinaus ist es von entscheidender Bedeutung, die Betriebskosten durch günstigere Strompreise zu senken und die Ladeinfrastruktur konsequent auszubauen. Dazu sollte auch das gestern angekündigte neue Sondervermögen für die Infrastruktur genutzt werden", forderte der ZVEI-Chef.