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Zukunft des Deutschlandtickets unklar: Verkehrsclub erhöht den Druck auf die Politik

Mitten in der Debatte um das Deutschlandticket fordert der VCD ein klares Bekenntnis zur dauerhaften Finanzierung. Der Verband warnt vor Rückschritten im ÖPNV und sieht Milliardenpotenzial im Abbau klimaschädlicher Subventionen.

Das digitale Deutschlandticket gilt bundesweit im Nahverkehr – doch seine langfristige Finanzierung ist weiterhin ungeklärt. | Foto: Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont
Das digitale Deutschlandticket gilt bundesweit im Nahverkehr – doch seine langfristige Finanzierung ist weiterhin ungeklärt. | Foto: Deutsche Bahn AG / Dominic Dupont

Das Deutschlandticket soll nach dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung mindestens bis Ende 2029 weitergeführt werden. Noch offen ist jedoch, wie die Finanzierung langfristig gesichert werden kann. Bei einer Sonder-Verkehrsministerkonferenz am 27. Juni in Berlin beraten die Verkehrsminister von Bund und Ländern über eine Lösung zur Aufteilung der Mehrkosten.

VCD warnt vor Unsicherheit für Nutzer

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert von der Konferenz eine Einigung auf eine stabile und dauerhafte Finanzierung. Die anhaltende Diskussion über die Kostenverteilung verunsichere die mehr als 13,5 Millionen bestehenden Abonnenten des Deutschlandtickets ebenso wie potenzielle Neukunden, so der Verband.

Petition mit über 350.000 Unterzeichnenden

Gemeinsam mit der Bürgerbewegung Campact hat der VCD eine Petition gestartet, in der die dauerhafte Sicherung des Deutschlandtickets gefordert wird. Bis zum 27. Juni um 8 Uhr wurde die Petition von 355.000 Personen unterzeichnet.

Protestaktion vor Landesvertretung

Parallel zur Ministerkonferenz organisiert der VCD am Freitagvormittag eine Protestaktion vor der Bayerischen Landesvertretung in Berlin. Damit will der Verband seine Forderung nach einer verlässlichen Finanzierung des Tickets und einem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs unterstreichen.

Kritik an Rückbau von ÖPNV-Angeboten

Der VCD weist darauf hin, dass es aktuell nicht überall zu einem Ausbau des ÖPNV kommt. Stattdessen würden in einigen Regionen Verkehrsleistungen abbestellt. Der Verband betont, dass Erhalt, Ausbau und Modernisierung des öffentlichen Verkehrs notwendig seien, um eine klimagerechte Mobilitätswende zu ermöglichen.

Finanzierungsvorschlag durch Subventionsabbau

Als Finanzierungsvorschlag bringt der VCD den Abbau umweltschädlicher Subventionen ins Spiel. Diese beziffert das Bundeswirtschaftsministerium derzeit auf rund 25 Milliarden Euro pro Jahr. Der VCD kritisiert, dass solche Subventionen den klimaschädlichen Verkehr fördern und den Umstieg auf umweltfreundliche Mobilitätsformen erschweren.