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Zaptec: Neue Go 2 und solides Wachstum

Trotz eines durchwachsenen Marktumfelds hat sich Zaptec im Jahr 2024 als widerstandsfähig und zukunftsorientiert erwiesen. Das norwegische Unternehmen konnte sich durch Innovation, Effizienz und gezielte strategische Partnerschaften gut behaupten.

V2G: Das Thema spielt auch Zaptec sehr offensiv und anschaulich. | Foto: G. Soller
V2G: Das Thema spielt auch Zaptec sehr offensiv und anschaulich. | Foto: G. Soller

Am Zaptec-Stand der Smarter E empfing uns Sophie Kloten, Senior Marketing Mangerin bei Zaptec und freute sich über die guten Zahlen – die waren 2024 nämlich schwarz und die Norweger wachsen weiter. In einem Europa, in dem laut Kloten immer noch in jeder Nation Extrawürstre gebraten werden wollen: Auf der Smarter E zeigte man für Frankreich einen extra Stecker und eigene Shutter für den französischen und italienischen Markt. Für Deutschgland muss es eichrechtskonform sein und und und…und wer europäisch wachsen will, muss all das eben können und nach Kloten dazu ein stimmiges Softwarepaket anbieten – alles Themen, die bei Zaptec gerade in der Mache sind.

Kurz zu den Zahlen: Wirtschaftlich legte Zaptec solide Ergebnisse vor. Der Umsatz belief sich auf 1.267 Millionen NOK, was umgerechnet rund 97,8 Millionen Euro entspricht. Noch stärker war der Auftragseingang mit 1.348 Millionen NOK bzw. rund 104,4 Millionen Euro, was auf eine stabile Nachfrage auch in einem abkühlenden Marktumfeld hindeutet. Die Bruttomarge lag bei 39 %, während sich die operativen Aufwendungen (Opex) auf 436 Millionen NOK bzw. 33,7 Millionen Euro beliefen. Das EBITDA konnte mit 55 Millionen NOK bzw. rund 4,3 Millionen Euro stabil gehalten werden, und die verfügbare Liquidität lag zum Jahresende bei 318 Millionen NOK, also etwa 24,6 Millionen Euro – eine solide Basis für weiteres Wachstum. Das abrupte Ende der Förderung in Deutschland sowie auslaufende Förderungen in der ganzen EU bremsten den Markt hier merklich ein.

Die Zaptec Go 2 wird jetzt in der ganzen EU ausgerollt - wofür man viele "Extrawürste brät"

Besonders im Mittelpunkt stand dabei der Zaptec Go 2, der im Februar 2025 offiziell vorgestellt wurde. Das Gerät ist ab sofort in den Märkten Deutschland, Schweiz, Luxemburg, Belgien und den Niederlanden verfügbar – allesamt Regionen mit hohen regulatorischen Anforderungen und großem Bedarf an präzisen Ladelösungen. Die Expansion in weitere Länder ist für die zweite Jahreshälfte 2025 vorgesehen.

V2G, Solarintegration: Alles bereits mit bedacht

Technologisch bleibt Zaptec mit der Go 2 vorn dabei: Die Ladelösung ist nicht nur kompakt und ansprechend designt, sondern auch für kommende technologische Entwicklungen vorbereitet – darunter bidirektionales Laden (Vehicle-to-Grid, V2G) und Solarintegration. Zum Marktstart unterstützt der Zaptec Go 2 bereits den automatischen Wechsel zwischen 1-Phasen- und 3-Phasen-Laden, was eine effiziente Energienutzung garantiert. Geplante Software-Updates sollen im Laufe des Jahres die Integration von Photovoltaikanlagen ermöglichen.

Auch öffentliches Abrechnen ist kein Problem

Dazu kommt die MID-Zertifizierung (Measuring Instruments Directive), die den Zaptec Go 2 zu einer besonders attraktiven Lösung für Märkte mit hohen Anforderungen an Abrechnungsgenauigkeit macht – etwa in Deutschland und den Benelux-Staaten. Das Gerät verfügt über ein integriertes Display zur Anzeige von Energieverbrauch und Kosten, und erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen für den Einsatz in öffentlichen oder gemeinschaftlichen Ladeszenarien.

 

 

Immer ein komplexes Thema: Mehrparteienhäuser

Die Vorteile dieser Zertifizierung liegen auf der Hand: Sie ermöglicht rechtskonforme und präzise Abrechnung, erleichtert Unternehmen wie Zaptec den Markteintritt in regulierte Märkte und stärkt das Verbrauchervertrauen, indem sie faire Abrechnung transparent macht. Nicht zuletzt schafft sie die Grundlage für neue geschäftliche Nutzungsmöglichkeiten, etwa im Bereich des Abrechnungsmanagements in Mehrparteienhäusern. Erstaunt war Kloten auch einmal mehr über den Zuspruch der Ladeschiene samt Flachbandverkabelung an der Wand, die gemeinsam mit Wieland entstand: Es wurde schon öfter gezeigt:

„Wieland ist jetzt nicht irgendwer und klar ist das das Flachband anfangs teurer – aber spart durch die Vorinstallation im Anschluss richtig Geld.“

Man habe es schon öfter gezeigt und sowohl Technik als auch Kooperation seien bekannt, aber immer noch erfreue sich diese „vorinstallierte Wand“ reger Nachfrage, freut sich Kloten.

Ansonsten hat man diesmal mit kleinen „Gebäuden“ am Stand V2G-Fähigkeit und Abrechnungsmodule dargestellt. Ein weiteres zentrales Merkmal ist laut Kloten in dem Zusammenhang die OCPP-Kompatibilität (Open Charge Point Protocol), die es erlaubt, Zaptec Go 2 flexibel in bestehende Backend-Systeme zu integrieren. Dadurch wird die Verwaltung, Überwachung und Optimierung von Ladevorgängen für Betreiber erheblich vereinfacht.

Hier wiederholt Kloten die Aussagen vieler Kollegen: Gerade bei Großflotten und in der Wohnungswirtschaft suchten die Kunden vor allem das Full-Service-Angebot, dass man sich selbst nicht mit der Ladeinfrastruktur beschäftigen muss. Gern dürfen Dritte Abrechnung, Service und Software managen. Auch hier will Zaptec seine Anstrengungen ausbauen.

Und wie sieht es mit DC-Laden aus? Das sei ein ganz anderes Thema, erklärt Kloten und nach wie vor habe man mit AC genug Aufgaben und Aufträge vor der Brust, sodass man hier - vorerst - keine konkreten Pläne habe. 

Was bedeutet das?

Zaptec hat die regulatorisch konform, hochgradig kompatibel – und bereit für die Energie- und Mobilitätswende ausgelegt. Und nachdem die Branche mit einer Erholung der EV-Nachfrage rechnet, plant Zaptec auch 2025 und 2026 mit neuen Produkten sowie Detaillösungen und einer gezielten Expansion weiter zu wachsen. Nicht nur die Ladeschiene an der Wand ist montiert, sondern auch die Produktschiene für die Zukunft ist aufgegleist.