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VM-Vorstellung: Subaru erfindet sich neu!

Subaru setzt sein Programm fast komplett unter Strom: Der Solterra erhält ein massives Technikupdate, darunter platziert man den dezent kompakteren „Uncharted“ und nach oben wird die neue E-Palette der E-Outback unter Strom setzen. Alle stehen auf der gleichen Plattform und werden durch markentypisch üppige 21 cm Bodenfreiheit verbunden.

Der Uncharted wird das neue Elektro-Einstiegsmodell der Marke. | Foto: G. Soller
Der Uncharted wird das neue Elektro-Einstiegsmodell der Marke. | Foto: G. Soller

Subaru erfindet sich gerade neu! Bis auf den großen E-Outback brachte Subaru alle nach Brüssel, den Uncharted auch im typischen „Markenblau“, das noch nicht Serie ist – es aber werden könnte. Ebenso wie eine STi- oder gar WRX-Version mit richtig viel Strom an den Achsen.

Uncharted auch als Fronttriebler

Doch gestartet wird die „Uncharted“-Reihe wohl eher mit einem zahmen 123-kW-Fronttriebler mit 57,7-kWh-Akku, der den Basispreis nauf unter 40.000 Euro drücken könnte. Darüber rangiert eine 165-kW-Version als „Long Range“ mit 77 kWh-Akku, die bis zu 585 km nach WLTP kommen könnte, Topmodell ist der Allrad mit 252 kW und rund 445 km Reichweite nach WLTP. Im Winter sdürften daraus eher 400 respektive 300 km werden, aber auch dann soll der Schnellladehub von 10 auf 80% bei bis zu minus 10 Grad Celsius noch binnen 30 Minuten klappen…

Wir haben schon mal Platz genommen und waren so überrascht nicht, denn: Der Uncharted ist mit 4,51 Meter Länge 18 cm kürzer als der Solterra und bietet mit 2,75 Metern zehn Zentimeter weniger Radstand. Weshalb das Platzangebot so viel schmäler nicht ausfällt. Es ist ein bisschen so wie bei Skodas Enyaq, aus dem man den Elroq machte: Auch der Uncharted bietet für Familien noch genug Platz. Fun Fact: Da er 10 mm breiter und 25 mm flacher baut als der, wirkt er fast genauso groß!#

Innen sind alle ähnlich - man findet sofort eine Top-Sitzposition

Und sieht innen auch fast genauso aus: Auch findet man das „Toyota-typische“ Layout mit kleinem eckigen Lenkrad und weit nach vorn gerückten Instrumenten und einem großen 14“-Screen innen. All das teilt er sich weitestgehend mit Solterra und E-Outback. Und im Fond: Immer noch genug Platz und soft verkleidete Türschalen – hier kein Hartplastik! Das findet sich dafür weiter unten, auch den der Mittelkonsole, wo man es aber quasi nicht wahrnimmt. Well done!

Dann Umstieg in den gelifteten Solterra, der jetzt mit 252 kW/338 PS auffährt, damit in 5,1 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt und dank 73,1 kWh-Akku in Sachen Reichweite auch die 500-km-Marke übertreffen sollte, zumindest nach WLTP. Auch er erhielt ein optisches Update mit sechs Tagfahr-LEDs vorn und sechs LEDs pro Rückleuchte – so erkennt man Subaru jetzt auch bei Nacht sofort. Ob die jetzt lackierten Kotflügel-Stoßfängerverkleidungen unbedingt nötig waren, sei man dahingestellt. Innen empfängt einen das dezent modifizierte Interieur, das weitestgehend dem Uncharted gleicht. Im Fond gibt es merklich mehr Platz und auch der Solterra lädt schneller: Mit bis zu 150 kW zwar nicht hyperschnell, aber immerhin! Und: Er kann wie der Uncharted zumindest im Top-Spec oder optional auch AC mit 22 kW! Dann ist er in knapp vier Stunden wieder geladen.

 

Ganz oben im Programm thront künftig der E-Outback – ein praktisch am Heck massiv vergrößerter Solterra, der sich mit längerem Überhang auf knapp 4,85 Meter Länge streckt. Man kennt ihn auch als Toyota bZ4X Touring – auch hier wächst der Kofferraum auf 600 Liter Basisvolumen. Er kommt nur mit Allradantrieb, fährt aber 280 kW/375 PS auf, der ihn in 4,4 Sekunden auf 100 km/h schießt und einem Akku mit knapp 75 kWh, der nach WLTP bis zu 450 Kilometer Reichweite bringen soll.

Wie der Solterra bietet er jetzt 1,5 t gebremste Anhängelast. Er wird den Verbrenner-Outback, der 2026 in sein letztes Jahr geht, peu-a-peu ersetzen. Auch Subaru muss seine CO2-Bilanz nach unten bringen.

Zu den Preisen hat man sich noch nicht geäußert, auch in den USA standen sie leider noch nicht. Wir gehen mal davon aus, dass die Uncharted-Basis bei deutlich unter 40.000 Euro starten wird, der E-Outback eher über 55.000 Euro. Der aktuelle Solterra reicht von 49.990 bis 53.890 Euro.

Was bedeutet das?

Wow! Von eins auf drei! Subaru entscheidet sich, in Europa weiterzumachen – dezent wie bisher, wo Deutschland mit rund 5.000 Einheiten schon der Topmarkt – und laut Geschäftsführer Volker Dannath immer ausverkauft(!) ist. Trotzdem könnte mit den neuen Stromern ein bisschen mehr gehen. Zumal sich Toyota- und Subaru-Händler regional nur selten überschneiden!