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VM-Vorstellung Porsche Cayenne EV: Fast enttarnt!

Es tut fast körperlich weh, wenn man in Weissach an zig geparkten und nur noch dezent getarnten Prototypen vorbeigeht und sie NICHT ablichten darf. Doch jetzt lassen die ihre Hüllen mehr und mehr fallen und fahren in die Öffentlichkeit.

Mittlerweile hat der Porsche Cayenne fast alle Hüllen fallen lassen - was wir sehen, gefällt! | Foto: VM
Mittlerweile hat der Porsche Cayenne fast alle Hüllen fallen lassen - was wir sehen, gefällt! | Foto: VM

Eigentlich hätte der neue Cayenne wie der Macan nur noch elektrisch kommen sollen, was Porsche jetzt intern schon wieder zurückdreht. Klar ist: der Stromer ist fertig und wird wie geplant ab 2026 ans Netz gehen, Weiteres folgt.

Klar klingt so ein V8 ganz nett, aber der Cayenne ist ja bei Weitem nicht so porschig wie die Sportwagen, denn: Montiert wird er im eher lohnkostengünstigen Bratislawa und ist eng verwandt mit armer Verwandtschaft wie dem VW Touareg und dem Audi Q7/Q8, aber auch mit dem Bentley Bentayga und dem Lamborghini Urus. Zwischen all diesen stellt der Cayenne sozusagen die "goldene Mitte“: Schon sportlich und mit ordentlich Image, preislich aber für manche Flotten noch erreichbar.

Das dürfte auch in der nächsten Generation so bleiben, die der technischeren Optik des Macan folgt und mit einem komplett neu entwickelten Interieur, bei dem man eine „Anzeigenscheibe“ unter einen „Bügel“ stellt, hinter dem wiederum das Head-Up-Display haust –im Wortsinn. Hier ging Porsche diesmal einen größeren schritt und wir finden den sehr gelungen.

Innen geht Porsche einen größeren Schritt

Auf der Mittelkonsole blieben einige Wippschalter erhalten und man stellte Gott sei Dank nicht alles auf „Touch“ um, zumal dieses Bedienkonzept im Taycan jetzt nicht nur für Freude sorgte. Trotzdem schien man bei Porsche nicht vom Unsinn der digital verstellbaren Lüftungsgitter ablassen zu wollen – was zwar cooler aussieht, das Einstellen des Luftstroms aber unnötig erschwert und verteuert.

Dynamisches Design – sicher auch dynamische Fahreigenschaften

Und sonst? Gelang es den Porsche-Designern, den Cayenne wieder dynamisch und rund genug zu zeichnen, um ihn attraktiv und leicht wirken zu lassen.  Er wird voraussichtlich auf der IAA vorgestellt und als Modelljahr 2026 auf den Markt kommen. Auch er basiert auf der PPE-Plattform (Premium Platform Electric), die auch beim Macan EV und Audi Q6 e‑tron zum Einsatz kommt. Damit übernimmt der Cayenne EV modernste E‑Mobilitäts-Technik aus dem Volkswagen-Konzern und kombiniert sie mit der sportlichen Ausrichtung, für die Porsche bekannt ist, inklusive 800-Volt-Bordnetz.

Aktive Aerodynamik hilft der Reichweite

Dazu kommt aktive Aerodynamik, unter anderem beweglichen Luftklappen, um Effizienz und Performance zu optimieren. Erste Testfahrten deuten auf extrem sportliche Fahrleistungen hin: So stellte ein Prototyp kürzlich einen SUV-Rekord auf der Bergrennstrecke Shelsley Walsh auf – schneller als jeder Cayenne zuvor. In der Top‑Variante sind Leistungen jenseits der 750 PS zu erwarten, mit einer Beschleunigung von 0–100 km/h in unter 3 Sekunden.

Bei der Reichweite peilt Porsche über 500 Kilometer nach WLTP an, mit einem Akku, der eher über als 100 kWh Kapazität hat. Die Ladeleistung liegt voraussichtlich bei rund 270 kW (DC), den Hub von 10 auf 80 % will man in unter 25 Minuten schaffen.

Der Cayenne EV wird Allradantrieb bieten – je ein Elektromotor pro Achse – sowie eine optionale Luftfederung, mit der sich das Fahrzeug auch für Offroad-Strecken wappnet. Produziert wird das Modell in Bratislava, gemeinsam mit anderen Konzern-SUVs. Im Vergleich zum aktuellen Verbrenner-Cayenne soll der EV länger, breiter und leichter werden, mit deutlich größerem Kofferraum.

Mittlerweile laufen die letzten Testkilometer vor der Premiere

Nach einer ausgedehnten Phase der digitalen Entwicklung und Erprobung sowie ersten Testfahrten auf dem Prüfgelände des Entwicklungszentrums in Weissach haben die ersten getarnten Prototypen des vollelektrischen Cayenne das Werksgelände längst verlassen. „Die Erprobung im realen Umfeld hat begonnen und ist einer der wichtigsten Meilensteine im Entwicklungsprozess“, sagt Michael Schätzle, Leiter der Baureihe Cayenne. Bis zur Markteinführung werden die Prototypen weltweit mehrere Millionen Testkilometer unter klimatischen und topographischen Grenzbedingungen absolviert haben. Schätzle erklärt:

„Damit sichern wir die Betriebsfestigkeit und die Zuverlässigkeit von Hardware, Software und aller Fahrzeugfunktionen nach unseren hohen Qualitätsmaßstäben ab.“

Es war uns eine Ehre, ganz kurz dabei sein zu dürfen....

Was bedeutet das?

Chapeau! Die ersten Bilder des neuen Cayenne EV sind vielversprechend und er dürfte sich auch als Stromer einen Platz in den Garagen derjenigen sichern, die sich einen Cayenne als Dienstwagen und Familienkutsche leisten können oder wollen.