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Unfall: Havarie von Güterschubverband

Auf dem Rhein hat es eine Havarie eines Güterschubverbandes gegeben. Die Bergung ist für den Folgetag geplant. Die Wasserschutzpolizei Mainz ermittelt.

Im Bild die Havarie bei Ilmenaue. Foto: Polizei Rheinland-Pfalz
Im Bild die Havarie bei Ilmenaue. Foto: Polizei Rheinland-Pfalz

Am heutigen Vormittag kam es laut dem Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik während einer Bergfahrt bei Rheinkilometer 523 zu einer Havarie eines mit insgesamt 2.870 Tonnen Steinkohle beladenen und 185 Meter langen Güterschubverbandes.

Während einer routinemäßigen Schiffskontrolle durch die Wasserschutzpolizei Mainz riss zunächst der backbordseitige Koppeldraht zwischen dem schiebenden Gütermotorschiff (GMS) und dem vorgeschobenen Güterschubleichter (GSL). In der Folge knickte der GSL ab, was zum Reißen des steuerbordseitigen Koppeldrahtes führte.

Infolge der Verbindungstrennung kam es zu einer Kollision. Der Bug des Güterschubleichters prallte gegen die Steuerbordseite des GMS. Der GSL lief anschließend außerhalb der Fahrrinne nahe dem Längswerk der Ilmenaue auf kiesigem Grund fest.

Keine Verletzten
Das schiebende GMS konnte nach dem Vorfall sicher an der Spundwand der Verladestelle Geisenheim festmachen, heißt es. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich keine weiteren Schiffe im unmittelbaren Umfeld, und die an Bord befindliche Besatzung war nicht in der Nähe der betroffenen Koppelelemente. Personen kamen dabei nicht zu Schaden.

Nach einer ersten Inaugenscheinnahme ist nach Angaben ein leichter Wassereinbruch im Bereich des Güterschubleichters nicht auszuschließen. Eine Bergung des GSL sei frühestens für den morgigen Samstag vorgesehen, heißt es.

Ob diese mittels Vorspanndienst erfolgen kann oder eine Teilentladung (Leichterung) notwendig wird, soll im Laufe des morgigen Tages nach Rücksprache zwischen Strommeister und Havariekommissar entschieden werden. Die Wasserschutzpolizei Mainz hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen.