PKW

Rimac Nevera Trailblazers: Neun Nevera auf Spurensuche in Kroatien

Vier Tage, neun Hypersportwagen und eine Route, die sich wie ein Liebesbrief an Kroatien liest: Die erste Rimac Nevera Trailblazers Tour ist zu Ende gegangen – und hat dabei mehr als nur 17.226 Pferdestärken entfesselt.

In Pula traf Hightech auf Historie. | Foto: Rimac
In Pula traf Hightech auf Historie. | Foto: Rimac

Zum ersten Mal versammelten sich neun Nevera-Modelle, die mit am schnellsten beschleunigenden Serienfahrzeuge der Welt, an einem Ort. Ein seltener Anblick, der die noch junge, aber bereits beeindruckende Geschichte dieses außergewöhnlichen Fahrzeugs spürbar machte.

Start auf dem Rimac-Campus

Die Tour begann dort, wo alles seinen Anfang nahm: auf dem Rimac Campus in Sveta Nedelja. Wer hier durch die Werkstätten geht, blickt nicht nur auf Hightech und Handwerkskunst, sondern auf eine Vision, die zur Realität wurde. Gleich darauf formierten sich die Fahrzeuge vor dem ehrwürdigen Esplanade Hotel in Zagreb – ein elektrisch aufgeladener Moment, in dem 17.226 PS in stiller Formation standen. Mitten unter ihnen: Mate Rimac. In seinem eigenen Nevera reihte sich der Gründer der Rimac Group und CEO von Bugatti Rimac in die Kolonne ein:

„Es stellt für uns einen bedeutenden Meilenstein dar, neun Nevera für diese erste Trailblazers Tour versammelt zu haben. Als wir dieses Projekt in Angriff nahmen, schien die Entwicklung eines Hypersportwagens mit den Fähigkeiten des Nevera ein weit entferntes Ziel zu sein.“

Und er schob emotional nach:

„Diese Tour mit neun Fahrzeugen abgeschlossen zu haben, ist für uns von besonderer Bedeutung.“

Die Tour war nicht nur eine Demonstration technischer Exzellenz, sondern auch eine Reise durch das kulturelle und natürliche Erbe Kroatiens – jenem Land, dessen Spirit im Nevera weiterlebt. Besonders spürbar wurde das beim Besuch des Nikola-Tesla-Gedenkzentrums, das jenem Erfinder gewidmet ist, der als Inspirationsquelle für Mate Rimac gilt. Diese Verbindung brachte auch Dr. Branko Škovrlj auf den Plan, ein in den USA lebender kroatischer Nevera-Besitzer:

„Ich habe die Geschichte von Mate fast von Anfang an verfolgt, und als Landsmann war es mir eine Ehre, mich der Nevera-Eigentümerfamilie anzuschließen und Teil dieser verrückten Rimac-Reise zu sein. Ich bin so stolz, dieses Stück kroatischer Ingenieurskunst an einigen der schönsten Orte unseres Landes genießen zu können.“

Die Route führte durch die kontrastreichen Landschaften des Landes – vorbei an historischen Dörfern, durch hügeliges Hinterland, bis hin zur zerklüfteten Adriaküste. Immer wieder bot sich den Fahrern die Gelegenheit, den Spagat zu erleben, den der Nevera meistert: kompromisslose Leistung gepaart mit Langstreckenkomfort. Inmitten jener Regionen, in denen sich die heftigen Gewitter zusammenbrauen, die dem Auto seinen Namen gaben, schien der Nevera ganz in seinem Element.

In Pula traf Hightech auf Historie

Ein besonderer Moment: Die Ankunft in der Arena von Pula. Im Schatten der 2.000 Jahre alten römischen Mauern traf Hightech auf Historie – moderner Karbon auf antiken Kalkstein. In diesem Kontrast schimmerte das, was den Nevera ausmacht: Innovation mit Wurzeln.

Für Michel Perridon aus den Niederlanden, der mit seinem maßgefertigten Modell anreiste, war es mehr als nur eine Fahrt:

„Ich habe es mir nicht nehmen lassen, meinen maßangefertigten Nevera aus den Niederlanden mitzubringen, um an dieser historischen Tour teilzunehmen. In diesem Auto über die atemberaubenden Küstenstraßen und Bergpässe Kroatiens zu fahren, hat mir dieses Auto mehr denn je ans Herz wachsen lassen. Es ist etwas ganz Besonderes, den Nevera ‚nach Hause‘ zu bringen, ihn an der Seite des Mannes zu fahren, dessen Vision seine Entwicklung vorangetrieben hat, und diese Erfahrung mit anderen Besitzern zu teilen, die ihm gefolgt sind und die Rimac-Reise geprägt haben.“

Was bedeutet das?

Elektrische Hypercars haben es schwer: In dieser Klasse bevorzugen Kunden in der Regel röhrende Motoren. Umso wichtiger ist es, hier eine Community zu schaffen und Geschichte zu erzählen – und genau daran arbeitet Rimac – zu Recht! Mit dem Ende der Tour bleibt mehr als nur ein elektrisierendes Echo zurück – es bleibt der Eindruck, dass hier nicht einfach nur Autos gefahren sind, sondern ein Stück Geschichte.