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Opel: Grandland kommt mit Elektro-Allrad

Mit 73 kWh-Akku soll der Allradler bis zu 501 Kilometer schaffen und dank zweier Motoren sowie adaptivem Fahrwerk hohe Performance mit top Traktion verbinden. Das Modell ergänzt den Frontriebler-BEV, PHEV und Mildhybrid. 

Mehr Grip und Performance: Der Opel Grandland AWD ist das erste vollelektrische Allradmodell und zugleich Topmodell der Marke. | Foto: Opel
Mehr Grip und Performance: Der Opel Grandland AWD ist das erste vollelektrische Allradmodell und zugleich Topmodell der Marke. | Foto: Opel

Die Stellantis-Tochter Opel gibt weiter Strom und hat nach dem ersten Ausblick auf die vollelektrischen High-Performance-GSE-Modelle die ersten Bilder des neuen Opel Grandland Electric AWD (All Wheel Drive) gegeben, der das erste vollelektrische Modell mit Allradantrieb sein wird.

„Unser Top-SUV Grandland ist ein Meilenstein für Opel und extrem beliebt. Dies sehen wir, seit wir im vergangenen Oktober die Bestellbücher geöffnet haben. Schon jetzt können die Kunden aus batterie-elektrischem und Plug-in-Hybrid-Antrieb sowie Hybrid mit 48-Volt-Technologie wählen. Mit dem Grandland Electric AWD erweitern wir die Auswahl in Kürze nochmals und stellen so sicher, dass unsere Kunden viel Fahrspaß mit maximaler Effizienz und Sicherheit bei unterschiedlichsten Wetter- und Straßenverhältnissen verbinden können“, wirbt Opel CEO Florian Huettl.

Aerodynamisch optimierte Einsätze an Front und Heck sowie wie 20-Zoll-Leichtmetallräder mit Bi-Colour-Felgen sollen dem neuen Elektro-Allradler einen sportlicheren Look verleihen und zugleich die Windschlüpfrigkeit verbessern. Mit einem Luftwiderstandsbeiwert von cW = 0,278 stellt der AWD die aerodynamischste Grandland-Variante dar, werben die Rüsselsheimer. 

Vier Fahrmodi, 239 kW, bis zu 501 km Reichweite

Mit der "kleinen" der beiden Lithium-Ionen-NMC-Batterien (73 kWh nutzbare Kapazität) soll das Top-Modell der Marke dennoch bis zu 501 Kilometer (WLTP) ohne Ladestopp zurücklegen können. Per Schnelllader lässt sich der Blitz-SUV in unter 30 Minuten von 20 auf 80 Prozent der Batteriekapazität bringen. Das neue Allradantriebssystem verbindet den vom elektrischen Fronttriebler bekannten 157 kW (213 PS) starken Motor mit einem zusätzlichen 82 kW (112 PS)-Elektromotor für die Hinterräder. Dank des Zusammenspiels der beiden Aggregate ergibt sich eine Systemleistung von 239 kW (325 PS), ein maximales Drehmoment von 509 Newtonmetern und vier Fahrmodi: 

  • Normal: Für höchste Effizienz bei alltäglichen Fahrten treibt hier meist ausschließlich der Frontmotor die Vorderräder an. Die Leistung ist auf 230 kW (313 PS) begrenzt, das maximale Drehmoment liegt bei 450 Newtonmetern. Je nach Fahrbefehl schalten sich automatisch der Heckmotor und die Hinterräder zu. Beschleunigt der Grandland Electric Allrad stark (Kick-down), entfalten beide Motoren ihr volles Potenzial.
  • 4WD: Beide Motoren laufen durchgängig und verteilen die Kraft gleichmäßig auf alle vier Räder, um optimalen Grip – insbesondere auf rutschigem Untergrund – zu gewährleisten. Um die Haftung zu verbessern, schalten ESP und Traktionskontrolle in dafür spezifische Einstellungen. Die maximale Leistung und das maximale Drehmoment sind verfügbar.
  • Sport: Beide Motoren laufen durchgängig – verteilen die Kraft aber im Verhältnis 60:40 auf die Vorder- und Hinterachse, um eine besonders dynamische und zugleich effiziente Performance zu erzielen. Auch hier sind Spitzenleistung und -drehmoment abrufbar. Die Lenkung und das Fahrpedal sprechen dank einem speziellen „Sport“-Setting direkter an.
  • Eco: Die Kraft wird rein vom Frontmotor auf die Vorderräder übertragen. Leistung und Drehmoment sind auf 157 kW (213 PS) sowie 343 Newtonmeter begrenzt. Nur bei starker Beschleunigung (Kick-down) schalten sich Heckmotor und Hinterräder automatisch zu und beide Motoren liefern ihre volle Leistung. Klimaanlage und Gaspedal laufen im Eco-Modus.

So will der AWD-Stromer sowohl lokal emissionsfreien Allradantrieb wie auch eine hohe Performance kombinieren. So beschleunigt der AWD in 6,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Serienmäßig verbaut ist das Fahrwerk mit Frequency Selective Damping-Technologie, die über ein zusätzliches Ventil und einen zweiten Ölkreislauf im Dämpfer je nach Situation, Fahrbahnbeschaffenheit und Fahrstil eine unterschiedliche Dämpfungscharakteristik erlaubt, etwa für komfortables Gleiten bei hohen Frequenzen – also bei kurzwelligen Stößen wie auf Kopfsteinpflaster – sowie für eine sportlich-ambitionierte Fahrweise mit direkterem Fahrbahnkontakt bei niedrigen Frequenzen. Der E-SUV soll so noch unmittelbarer und direkter auf Befehle des Fahrers reagieren und trotzdem stabil beim Bremsen, in Kurven sowie bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn bleiben.