PKW

Neue Klasse: BMW i3 im Wintertest

Mit den Nummernschildern ist es so eine Sache: Während Porsche auf S-GO steht, schwört Nio auf N-IO und Cupra auf DA-RE – „Dare“, wie wagen. Auch BMW wagt was mit der neuen Klasse, begnügt sich aber mit den bayerischen Aussagen M-EI und M-IA…wir würden sagen: "Mei, an Wintertest fahrens halt..."

BMW hat seine Wintertests extra dezent in Szene gesetzt - der neue "Dreier" startet als i3 mit 880-Volt-Plattform. | Foto: BMW
BMW hat seine Wintertests extra dezent in Szene gesetzt - der neue "Dreier" startet als i3 mit 880-Volt-Plattform. | Foto: BMW

Mei, ganz neu is a halt! BMW erfindet sich mit der neuen Klasse tatsächlich ein bisschen neu. Gott sei Dank kommt die i3 Limousine nicht gar so playmobilhaft rüber wie einst die Studie. Das „echte“ Modell wirkt moderner und muskulöser und hat steile Scheiben wie einst der E30.

Die Elektromobilität hat noch sehr viel Potenzial!

Unter der markanten Hülle steckt das, was BMW in die nächste Ära katapultiert: die sechste Generation der BMW eDrive Technologie. Das bedeutet: Bis zu 600 Kilometer Reichweite (nach WLTP), ein 800-Volt-System: In nur 18 Minuten soll der i3 von 10 auf 80 Prozent geladen haben. Und BMW verspricht bis zu 30 % mehr Effizienz gegenüber bisherigen Modellen – dank neuem Antrieb, besserem Thermomanagement und optimierter Rekuperation. Man sieht hier einmal mehr, welches Potenzial in der E-Mobilität noch steckt!

Gespannt sein darf man auch auf das Raumangebot und Gewicht: Letzteres fällt für die Größe, anders als beim 5er hoffentlich großzügig aus, Letzteres hoffentlich leicht. Wenn BMW in der Basis mit kleinem Akku etwas zwischen 1800 und 1900 Kilo schaffen würde, wäre das eine Ansage. Die Leistungsvarianten schätzen wir im Standard 200 bis über 400 PS ein, ein M3 könnte sich vierstelligen Werten annähern.

Innen wird alles anders – und hoffentlich intuitiver bedienbar

Doch der neue BMW i3 ist nicht nur elektrisch – er ist intelligent, intuitiv, und soll laut BMW fast schon empathisch interagieren: Highlight im Innenraum ist das BMW Panoramic Vision Display – ein revolutionäres, breites Head-up-Display, das sich über die gesamte Windschutzscheibe erstreckt. Informationen erscheinen auf Augenhöhe, genau im Blickwinkel des Fahrers.

Dazu kommt das neue BMW iDrive System: Weniger Knöpfe, mehr Natürlichkeit ist das Ziel. Gesteuert über Sprache, Touch und Gesten. Ergänzt wird das Cockpit durch ein freistehendes Zentraldisplay, modern ins Armaturenbrett integriert, und ein neu gestaltetes, futuristisches Lenkrad („Heart of Joy“) mit polygonaler Form – darauf darf man gespannt sein. Trotzdem soll CEO Zipse laut einem Insider für die nächste Generation, die diesem i3 nachfolgt - respektive für dessen Facelift wieder Drehregler und Taster für die Hauptfunktionen beantragt haben. 

Nachhaltigkeit und recyclierte Materialien sind Trumpf

Im Inneren trifft klare Formensprache auf nachhaltige Materialien: recycelte Textilien, vegane Oberflächen, natürliche Farben. Wir hoffen: Kein Überfluss, keine Show – sondern ehrliche Premium-Qualität.

Umgestellt wird hier auch auf eine vollständig digitalisierte Elektronik-Architektur – vorbereitet für Autonomes Fahren und Over-the-Air-Updates. Dazu kommt eine sehr lange updatefähige Softwarestruktur mit integriertem BMW-Betriebssystem. Der Produktionsstart der Vorserie könnte in München noch: 2025 erfolgen.

Was bedeutet das?

Mei…man darf gespannt sein, wie neu BMW sich mit iX3 und i3 erfindet. Die Optik lässt jedenfalls hoffen – auf einen aufrechten Bayern, made im Stammwerk 1.0 am Petuelring. Wir sind gespannt!