LKW

Mercedes-Benz Special Trucks: Unimog TLF 3000 und Atego HLF 10 auf der RettMobil

Vom 14. bis zum 16. Mai findet in Fulda die Messe RettMobil statt. Mercedes-Benz Special Trucks präsentiert ein hochgeländegängiges Unimog-Tanklöschfahrzeug und einen Mercedes-Benz Atego HLF 10 zur Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung.

Auf der RettMobil wird auch der Mercedes-Benz Unimog als TLF 3000 gezeigt. (Foto: 2Lead / Fa. Schlingmann)
Auf der RettMobil wird auch der Mercedes-Benz Unimog als TLF 3000 gezeigt. (Foto: 2Lead / Fa. Schlingmann)

Zur internationalen Messe für Rettung und Mobilität RettMobil (14. bis 16. Mai 2025) bringt Mercedes-Benz Special Trucks eine Auswahl an geländegängigen Fahrzeugen mit, die sich für den Einsatz im Katastrophen- und Rettungsumfeld eignen.

So sind ein hochgeländegängiges Mercedes-Benz Unimog- Tanklöschfahrzeug und ein als multifunktionales Feuerwehr-Einsatzfahrzeug zur Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung konzipierter Mercedes-Benz Atego HLF 10 auf dem Freigelände-Stand zu sehen. Im Offroad-Parcours können Besucher einen weiteren hochgeländegängigen Mercedes-Benz Unimog mit Doppelkabine live im Einsatz erleben.

Unimog U 5023 als Tanklöschfahrzeug 3000

Der Unimog U 5023 eigne sich dank hoher Bodenfreiheit von über einem halben Meter, großen Rampen- und Böschungswinkeln und einer Watfähigkeit von bis zu 1,2 Meter als Basisfahrzeug für Hochwasser- und Katastropheneinsätze sowie für die Vegetationsbrandbekämpfung.

Zu den Ausstattungs-Merkmalen zählen laut Hersteller das verwindungsfähige Fahrwerk mit schubrohrgeführten Achsen, welches eine diagonale Achsverschränkung von bis zu 30 Grad ermöglicht, sowie die gleichzeitig hohe Stabilität des Aufbaus samt zulässigem Gesamtgewicht von 14,5 Tonnen.

Damit sollen Mannschaft, Material und schweres Gerät auch abgelegene Einsatzorte sicher und schnell erreichen können, so die Angaben. Auch während der Fahrt lasse sich mithilfe der integrierten Reifendruckregelanlage eine schnelle Anpassung des Reifendrucks vornehmen – für eine möglichst hohe Traktion auf wechselnden Untergründen.

Für den Einsatz bei Feuerwehren verfügt der Unimog zudem über ein Hitzeschutzpaket für alle betriebsrelevanten Leitungen ab Werk. Das präsentierte Tanklöschfahrzeug auf Basis des Unimog U 5023 ist mit einem Aufbau von Schlingmann ausgestattet.

Für Stabilität sorgen und Korrosion vorbeugen soll das aus rostfreien Edelstahlspezialprofilen geschweißte Gerippe des Aufbaus. Darüber hinaus soll die Befestigung des Aufbaus am Fahrgestell mit einer doppelten Dreipunktlagerung eine hohe Verwindungsfreiheit im schwierigen Gelände ermöglichen.

Bis zu 4.000 Liter Löschwasser passen laut Hersteller in den Tank. Sie werden mittels der Feuerlöschkreiselpumpe Schlingmann S2000 Typ FPN 10-2000 (nach DIN EN 1028) ausgebracht, die Bedienung erfolge per handschuhgerechten Tasten. Der Einsatz ist auch im Pump & Roll-Verfahren möglich.

Und der Dachwasserwerfer mit C-Strahlrohr lässt sich durch die schwenkbare Dachluke bedienen. Platz für umfangreiche feuerwehrtechnische Beladung bieten sollen vier seitliche Geräteräume - im hinteren Geräteraum sind die Pumpenanlage und die Druckzumischanlage untergebracht.

Außerdem sind Dachkästen auf dem Aufbaudach montiert. Auch wichtig: die entsprechende Ausleuchtung des Fahrzeugumfeldes und der Geräteräume - dank LED-Lichtleisten im und am Aufbau.

Atego als Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug

Beim Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 10) auf Basis des Mercedes-Benz Atego handle es sich um ein vielseitiges Einsatzfahrzeug für kommunale Feuerwehren, das sowohl für Brandbekämpfung als auch für technische Hilfeleistungen ausgestattet ist.

Es entspricht den Normen DIN 14502 und DIN 14530-26 und verfügt über einen Aufbau von Rosenbauer. Mit 220 kW (299 PS), Allradantrieb und Geländeuntersetzung soll das geländefähige Fahrzeug auch abseits befestigter Straßen schnell an seinen Einsatzort gelangen.

Per zuschaltbarer Längssperre lassen sich Vorder- und Hinterachse synchronisieren, bei Bedarf lasse sich das Durchdrehen einzelner Räder durch die zuschaltbaren Sperrdifferentiale an beiden Achsen verhindern.

In der Gruppenkabine finden bis zu acht Besatzungsmitglieder und ein Fahrzeugführer Platz. Der AT-Aufbau (Advanced Technology) von Rosenbauer ist auf kommunale Einsatzanforderungen ausgelegt, so die Angaben.

Das Konzept soll mit viel Stauraum und hohen Nutzlastreserven punkten. Am Heck zeichne sich der Aufbau durch einen kurzen Überhang von nur knapp zwei Metern aus. Für Sicherheit auch in der Dunkelheit sorgen soll eine leistungsstarke Umfeldbeleuchtung.

Zudem ist der Aufbau zur Brandbekämpfung mit einer Feuerlöschkreiselpumpe FPN 10-3000, einem Löschwasservorrat sowie Schaummittel ausgestattet. Die einsatzrelevanten Funktionen lassen sich über das Rosenbauer Logic-Control-System bedienen.

Live-Demonstration im Gelände-Parcours

Im Außenparcours ist ein Unimog mit Doppelkabine, 231 PS, zuschaltbarem Allradantrieb und Portalachsen für die Besucher unterwegs. Hohe Bodenfreiheit und ein niedriger Schwerpunkt soll für große Böschungs- und Kippwinkel sorgen.

Auch für schwierige Geländeeinsätzen eignen soll sich der Unimog dank Geländeuntersetzung und Differentialsperren - auf Asphalt erreiche er Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 89 km/h und ist somit autobahntauglich. Je nach Untergrund-Beschaffenheit unterstützt die Reifendruckregelanlage die Anpassung der Reifenaufstandsfläche.