Kia EV5: Sportage als Stromer
Wer vom EV3 oder EV4 kommt, den kann der EV5 kaum überraschen: Er misst 4610x1875x1675 Millimeter und bietet 2.750 Millimeter Radstand. Womit er vergleichsweise hoch baut und sich je nach Sichtweise bereits in D-Segment streckt, in jeder Hinsicht.
Innen: Es werde Luft!
In Summe bietet er deutlich mehr Innenraumvolumen als der EV4, im Fond werden bei den wichtigen Maßen Bein- und Kopffreiheit je über ein Meter geboten. Und ja, vier 1,9-Meter-Mitfahrende finden locker Platz – samt größerem Reisegepäck. Der Kofferraum bietet 566 bis 1.650 Liter Volumen und – Rücksitzlehnen geklappt bis zu zwei Meter Lade- respektive Liegefläche. Wir sind gespannt, wann Kia wie Dacia beim Duster ein Campingpaket für den EV5 anbietet. Und gegenüber dem EV4 bleibt unter der Haube genug Platz für einen 44,4-Liter-Frunk!
Denn klar, er kann V2L und eigentlich auch V2G, damit dient er als Stromquelle für Campingnächte im Auto. Zu viert? Kann man ein Dachzelt draufschnallen. Die Anhängelast ist etwas höher als beim EV4, sie beträgt gebremst immerhin bis zu 1.200 Kilogramm. Die Bodenfreiheit fällt mit 167 Millimetern allerdings nicht ganz so großzügig aus wie die 210 Millimeter, die Subaru durchgängig bietet, auch bei den Stromern.
Etwas mehr (Lade)Leistung als im EV4
Leistungsseitig hat man gegenüber dem EV4 etwas draufgepackt: Man startet mit 160 kW und Frontantrieb, das reicht für 8,4 Sekunden auf 100 km/h, bei 165 km/h wird abgeregelt. Auch bei der Ladeleistung sind bis zu 150 kW drin, ebenfalls etwas mehr als beim EV4. Damit sollte der 81,4-kWh-Akku binnen einer halben Stunde den Hub von 10 auf 80% schaffen. Sonst: 11 kW. Und man sieht schon an diesen Daten: Auch der EV5 muss sich mit 400 statt 800 Voilt „bescheiden“, denn auch er nutzt die E-GMP, die etwas preissensibler ausgelegt ist wie bei EV6 und EV9.
Und gegenüber dem EV4 dürften Fahrwerk und Lenkung Richtung SUV nachjustiert werden, wobei wir hier eine eher verzeihend-indirekte Lenkung erwarten, eine komfortable Federung und Dämpfung sowie leise Fahrgeräusche.
Bei den Assistenzsystemen hat man auch hier alles, was man ohne Lidar schaffen kann, hineingepackt und ein KI-Chat kann auch hier ein bisschen Smalltalk – oder nerven. Praktisch: Die Bedienung und das ausziehbare Fach in der Mittelkonsole. Und: Man verspricht uns extra clevere Staumöglichkeiten im Kofferraum.
Der EV5 startet erstmal mit 81,4-kWh-Akku. Und rechnen wir hier gegenüber der EV4 Limo nochmal 1.600 Euro drauf sollten die Preise bei 48.740 Euro anheben, bei einem Air-Basismodell vielelicht schon bei 46.440 Euro. Ist aber noch Spekulation.
Was bedeutet das?
Wie der EV4 ist der EV5 preissensitiv und geschickt zwischen EV3 und EV9 gestellt worden. Könnte klappen!