PKW

Initiative Klimaneutrales Deutschland: E-Antrieb priorisieren, E-Fuels ergänzen

Einen klaren Fokus auf batterieelektrische Antriebe fordert die IKND und verweist auf den Bericht des Expertenforums klimafreundliche Mobilität und Infrastruktur. Die Fachleute plädieren für eine klare Priorisierung der E-Mobilität. E-Fuels sind nur eine mögliche Ergänzung, aber keine Lösung für die Breite.

Vorfahrt für die Akku-Autos: Fachleute sind sich einig, dass dem batterielektrischen Antrieb die Zukunft gehört. | Foto: VW
Vorfahrt für die Akku-Autos: Fachleute sind sich einig, dass dem batterielektrischen Antrieb die Zukunft gehört. | Foto: VW

Vor dem Hintergrund einer aktuellen Umfrage von Civey im Auftrag des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) zur Zukunft der Mobilität hat die Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND) die Priorisierung elektrischer Antriebe gefordert. Carolin Friedemann, Geschäftsführerin der IKND beruft sich dabei auch auf den Bericht des Expertenforums klimafreundliche Mobilität und Infrastruktur (EKMI). 
 

 

Das vom Bundesverkehrsminister eingesetzte Expertenforum klimafreundliche Mobilität und Infrastruktur (EKMI) hatte vor wenigen Tagen seinen Arbeitsbericht vorgelegt. Die beteiligten Fachleute aus Industrie, Verbraucherverbänden und Think Tanks sprechen sich dabei für eine klare Priorisierung der Elektromobilität im Pkw-Bereich aus. Strombasierte Kraftstoffe – sogenannte E-Fuels – werden im Bericht zwar als mögliche Ergänzung für schwer elektrifizierbare Anwendungen genannt, jedoch nicht als Lösung für den breiten Einsatz im motorisierten Individualverkehr.

„Im motorisierten Straßenverkehr sollte zum Erreichen der Klimaziele das priorisiert werden, was erprobt, verfügbar und klimawirksam ist – und das sind elektrische Antriebe. Daher begrüßen wir die Empfehlung aus dem Expertenbericht, knappe staatliche Mittel gezielt für den Hochlauf der Elektromobilität im Pkw-Bereich einzusetzen“, Friedemann. 

Die repräsentative Umfrage „IAA MOBILITY Trend Index“ des VDA hatte ebenfalls ein deutliches Bild geliefert. So erwarten in Deutschland erwarten 43 Prozent der Befragten, dass sich die Elektromobilität als die entscheidende Antriebstechnologie langfristig durchsetzen wird. Nur 4 Prozent gehen davon aus, dass E-Fuels eine wesentliche Rolle spielen werden. Dieses Bild zeigt sich so oder ähnlich in allen sieben der befragten Länder wieder. Besonders relevant für die exportorientierte deutsche Automobilindustrie sei dabei, dass in den USA, Großbritannien und China jeweils mehr als 50 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass die Zukunft des Antriebs elektrisch ist.