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IEA-Analyse: Verkehrssektor als Hemmschuh

Die deutsche Energiewende sieht laut der Internationalen Energieagentur (IEA) nicht schlecht aus. Mit einer großen Ausnahme: Im Verkehr geht nichts voran, die Elektrifizierung stockt.

Auf deutschen Straßen dominieren weiterhin Verbrenner, zudem immer mehr SUV. | Foto: dpa/Hendrik Schmidt
Auf deutschen Straßen dominieren weiterhin Verbrenner, zudem immer mehr SUV. | Foto: dpa/Hendrik Schmidt

Der Straßenverkehr in Deutschland bremst laut einem Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) die Energiewende aus. Deutschland mache in vielen Bereichen erheblich Fortschritte, auf der Straße hingegen kaum, heißt es in dem in Paris veröffentlichten Bericht der IEA. 

«Der Verkehrssektor muss einen Gang zulegen, um zur deutschen Energie- und Wirtschaftswende beizutragen», schreiben die Fachleute. 

95 Prozent seiner Emissionen gehen demnach auf das Konto des Straßenverkehrs. Nach Meinung der IEA muss der Bund mehr Anreize setzen, damit Verbraucherinnen und Verbraucher auf klimaschonende Alternativen umsteigen. Konkret nennen die Fachleute den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel, mehr E-Autos und den Einsatz von Biokraftstoffen. Emissionsärmere Fahrzeuge könnten etwa mit steuerlichen Vorteilen attraktiver gemacht werden. Deutschland hatte zuletzt an der Förderung gespart, die Nachfrage nach E-Autos kommt kaum in Gang.

Darüber hinaus stellt der Bericht ein durchaus gutes Zeugnis aus: Trotz großer geopolitischer Herausforderung habe Deutschland zuletzt die Energiewende beschleunigt. Sollte der Bund an seinen ehrgeizigen Zielen festhalten, ergäben sich daraus enorme wirtschaftliche Chancen.

Wie der Spiegel darüber hinaus berichtet, zeigen sich Fortschritte im Detail: Von 49 Millionen Pkw in Deutschland würden mittlerweile knapp 53 Prozent den Abgasstandard Euro 6 erfüllen oder als E-Autos lokal keine Abgase ausstoßen, so Daten des Kraftfahrtbundesamts (KBA). Inzwischen sind immerhin 1,65 Millionen E-Autos zugelassen. Allerdings schrumpt der Anteil von Kleinwagen (8,6 Mio.) und Kompaktwagen 11,2 Mio.) im Bestand ebenso wie Mittelklassefahrzeuge und Vans, SUV legen dagegen immer weiter zu auf nunmehr 6,6 Millionen Fahrzeuge, dazu 3,3 Millionen reine Geländewagen und 981.000 Wohnmobile.