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IAA Mobility 2025: etu will Zeichen für urbane Mikromobilität setzen

Kontrapunkt zum Elektro-SUV-Trend: Der etu soll die Mobilität in der Stadt neu erfinden und auf zwei Räder stellen. Bis 90 km/h und 400 Kilometer Reichweite, aber ein herausnehmbarer Akku. Bis 2031 will das Unternehmen die Marktreife schaffen und sieht einen Milliardenmarkt.

Klein, aber fein: Der etu rollt auf zwei Rädern ultrakompakt durch die Stadt. | Foto: etu
Klein, aber fein: Der etu rollt auf zwei Rädern ultrakompakt durch die Stadt. | Foto: etu

Das Kärtner Start-up etu hat zur IAA Mobility 2025 (9. bis 14. September) in München ein gleichnamiges Mikromobil angekündigt, das raum- und energieeffizient sowie erschwinglich sein soll. Hinter dem neuen Fahrzeug steht das Tiroler Unternehmen Wolf eMobility mit dem Kärntner Geschäftsführer Wolfgang Podleiszek. Das elektrische Leichtmobil verfügt nur über zwei Räder und eine geschlossene Fahrgastzelle. Es soll ein Tempo von bis zu 90 km/h erreichen und eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern in der Stadt bieten. Zudem peilt man einen Preis unter 25.000 Euro an.

„Klimafreundliche Mobilität funktioniert nur dann, wenn sie inspiriert. Wenn sie Menschen begeistert, berührt und mitreißt. Genau dafür haben wir den etu gebaut. Kein Greenwashing, sondern echte Nachhaltigkeit durch technologischen Fortschritt, der Fahrspaß pur garantiert.", wirbt Podleiszek für das ungewöhnliche Konzept. 

Seit 14 Jahren ist der gebürtige Kärntner zudem Chef des erfolgreichen deutschen Fahrzeugentwicklers „Serienreif“. Geplant ist der Produktionsstart für den revolutionären Streetsurfer mit einer Länge von 2,2 Metern, einer Breite von 1,8 Metern sowie einer Höhe von 1,5 Metern für das Jahr 2031. Hergestellt aus nachhaltigen regionalen Materialien soll der etu höchste Sicherheitsstandards erfüllen und dabei leicht und agil bleiben. Der tragbare Akku lässt sich an der Haushaltssteckdose laden. Das Mobil verfügt über eine vom Motorrad inspirierte Lenkung, sogenannter Stand-Dreh-Technologie. So soll eine fast körperliche Verbindung zwischen dem Fahrer und der Straße entstehen, verspricht der Anbieter. Die Fahrgastzelle neigt sich aktiv mit Fahrer in jede Richtung, verstärkt durch ein aktives Fahrwerk, individuell steuerbar über die etu-App.

Auf Partnersuche

Mit diesem Konzept will „Wolf eMobility“ Investoren und Partner gewinnen. Man sieht einen Markt mit Milliardenpotenzial und geht vollmundig in die Zahlen: 0,24 % europäischer Marktanteil bis 2035, 0,16 % weltweit bis 2040. Umgerechnet soll das Mikrovehikel bis zu sechs Milliarden Euro Umsatz bis 2036 einfahren. Bisher wurden bereits eine Million Euro in diese Vision investiert, weitere 78 Millionen Euro sollen folgen, um den etu in die Serienproduktion zu führen. Der Anbieter verweist auf namhafte Partner wie KTM oder auch das Schwesterunternehmen der „Wolf eMobility“, der deutsche Fahrzeugentwickler „Serienreif“, mit denen der erste Prototyp des etu bis 2027 realisiert werden soll.

"Die Zeit ist reif für diese Revolution der urbanen Mobilität", meint Podleiszek.

In den kommenden 15 Jahren würden weltweit tausende Städte mit 5,3 Milliarden Menschen zu CO₂-freien, energieeffizienten Smart Cities transformiert. Ab 2035 sind in der EU nur noch emissionsfreie Fahrzeuge erlaubt, ab 2040 gilt das für über 60 Länder weltweit. Man komme zur richtigen Zeit mit der richtigen Lösung.

Über das Unternehmen

Gegründet wurde die „Wolf eMobility GmbH“ im Jahr 2023 von Wolfgang Podleiszek mit Sitz in Tirol. Podleiszek ist zudem Gründer und CEO deserfolgreichen deutschen Fahrzeugentwicklers „Serienreif“, der seit 2012 Fahrzeugkonzepte für namhafte deutsche Fahrzeughersteller (OEMs) entwickelt und innovative Fahrzeugentwicklungen begleitet. Die Firma umfasst ein Team von rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Standorten in Deutschland, Österreich sowie Tschechien und erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 7,3 Millionen Euro. Mit der „Wolf eMobility GmbH“ als zweites Unternehmen geht der aus Klagenfurt stammende Podleiszek jetzt den nächsten Schritt in die Zukunft der Mobilität. Ihm zur Seite stehen als Produktdesigner Raphael Sommer, CTO Jan Bäulke (als Studioingenieur und Design-Technik-Konvergenz- Leiter u.a. Begleitung zahlreicher Fahrzeugentwicklungen von BMW, Rolls-Royce und Mini bis zur Serie) sowie als COO Michael Kell (als stellvertretender Geschäftsführer von Serienreif für die Leitung des operativen Geschäfts verantwortlich).