LKW

Hermes Fulfilment: 21 Auszubildende starten im Versandzentrum Haldensleben

Beim Logistiker haben am 1. August neue Nachwuchskräfte ihre Ausbildung zum Fachlageristen, Elektroniker und Industriemechaniker begonnen.
Start ins Berufsleben: Hermes Fulfilment begrüßt 21 neue Auszubildende im Versandzentrum Haldensleben. Foto: Hermes Fulfilment
Start ins Berufsleben: Hermes Fulfilment begrüßt 21 neue Auszubildende im Versandzentrum Haldensleben. Foto: Hermes Fulfilment

Elf der neuen Nachwuchskräfte werden ihre Ausbildung zum Fachlageristen beziehungsweise zur Fachlageristin absolvieren. Drei werden zum Elektroniker und weitere drei zum Industriemechaniker ausgebildet. Zudem haben drei Jugendliche ihre Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement und eine weitere ihre Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit begonnen. Claudia Wawerzinek, betriebliche Ausbilderin für die angehenden Kaufleute und Logistiker*innen bei Hermes Fulfilment in Haldensleben, freut sich, dass sie in diesem Jahr mehr Azubis begrüßen kann als in der Vergangenheit:

„Die positive Resonanz zeigt, dass Hermes Fulfilment als Ausbildungsbetrieb bei Schülerinnen und Schülern einen sehr guten Ruf genießt. Wir wollen mit unserer Ausbildung die Basis für eine erfolgreiche Laufbahn in einer zukunftsorientierten Branche legen.“

Versandprozesse für Otto Group

Seit 1994 ist der Standort ein logistischer Dreh- und Angelpunkt für Handelsgesellschaften der Otto Group. Spezialisiert ist das Versandzentrum Haldensleben mit seinen beiden Betriebsstätten an der Hamburger Straße und im benachbarten Südhafen auf die Abwicklung des kleinvolumigen Sortiments, wozu Bekleidung und Schuhe gehören.

Mit moderner Technologie, Robotik und KI übernimmt Hermes Fulfilment die Warenlagerung, packt Pakete und Tüten mit den im Internet bestellten Artikeln, kümmert sich um den Versand in mehr als 20 europäische Länder und lagert die Teile, die bei Nichtgefallen zurückgeschickt werden, wieder ein.

 

Bei Hermes Fulfilment in Haldensleben sind rund 4.000 Mitarbeitende beschäftigt. Insgesamt 344 junge Leute wurden seit 1996 nach eigenen Angaben in den verschiedenen Berufen ausgebildet. Doch der zunehmende Mangel an Fachkräften mache auch vor dem Versandzentrum von Hermes Fulfilment nicht halt. Wawerzinek:

„Deshalb ist es umso wichtiger, selbst für den eigenen Bedarf auszubilden und qualifizierte Fachkräfte von morgen schon heute an das Unternehmen zu binden.“

Erfolgreiches Projekt zur Gewinnung von Auszubildenden

Regelmäßig würden in der Region Ausbildungsmessen besucht, um über die verschiedenen Ausbildungsberufe und Perspektiven im Versandzentrum Haldensleben zu informieren. Zusätzlich halte man Vorträge in Schulen, arbeite mit Bildungsträgern zusammen und stehe in engem Kontakt zur Agentur für Arbeit und zur IHK Magdeburg.

Als besonders erfolgreich zur Rekrutierung von Auszubildenden habe sich das Projekt „HF macht Schule“ erwiesen. Einmal im Jahr werden die Schülerinnen und Schüler aller neunten Klassen in Haldensleben ins Versandzentrum eingeladen. Dort tauschen sie sich mit Azubis aus, lernen während eines Rundgangs die verschiedenen Bereiche kennen, werfen beispielsweise einen Blick ins Hochregallager und packen im automatischen Retourenlager, im Versand oder im Warenausgang mit an. Wawerzinek:

„Mithilfe dieses Projekts gewinnen wir die meisten Auszubildenden.“

Eigene Lehrwerkstatt für Bohren und Fräsen

Dass die Ausbildung bei Hermes Fulfilment einen hohen Stellwert genieße, zeige sich auch in der eigenen Lehrwerkstatt. Dort machten sich die angehenden Elektroniker*innen und Industriemechaniker*innen vor ihrem Einsatz in den verschiedenen Bereichen des Versandzentrums im Rahmen einer zwölfmonatigen Grundausbildung mit technischen Fertigkeiten wie Drehen, Bohren, Fräsen oder Schleifen vertraut.

Hinzu kämen elektronische Arbeiten wie etwa das Bauen von Steuerungen, das Prüfen von Motoren sowie das Messen von Anlagenteilen. Betriebstechniker*innen hielten am Standort beispielsweise die bis zu 30 Kilometer lange Fördertechnik am Laufen. Wawerzinek:

„Dass wir als Logistikdienstleister eine eigene Lehrwerkstatt unterhalten, ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal.“

Von den rund 100 Beschäftigten in der Haus- und Betriebstechnik wurde gut ein Fünftel selbst ausgebildet. Und generell sei die Chance auf eine Übernahme hoch. Wawerzinek:

„Nach erfolgreichem Abschluss können sich unsere Auszubildenden ihren Einsatzbereich aussuchen. Und im Regelfall kommen sie dort auch unter.“