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Ford Pro: Neue VIHP-Wärmempumpe soll bei E-Vans Reichweite steigern

Dank neuer Wärmepumpe mit Dampfeinspritzung sollen E-Transit Custom, E-Tourneo Custom und E-Transit ihren Aktionsradius bei Kälte bis zu 10 % erweitern. Patentiertes System in Serie verbaut.

Mehr drin: Mit einer neuartigen Wärmepumpe soll der Ford E-Transit Custom weiter kommen, auch im Winter. | Foto: Ford Pro
Mehr drin: Mit einer neuartigen Wärmepumpe soll der Ford E-Transit Custom weiter kommen, auch im Winter. | Foto: Ford Pro

Ford Pro hat für seine Elektrotransporter eine neuartige Wärmepumpe entwickelt, die durch effizienteres Heizen des Innenraums die Reichweite auch bei Minusgraden um bis zu 10 % erhöhen soll. Die vom Hersteller patentierte VIHP-Technologie, Vapour-Injected Heat Pump, Wärmepumpe mit Dampfeinspritzung, ist bei allen Ford E-Transit Custom, E-Tourneo Custom sowie dem E-Transit Extended Range Serie. Sie nutzt die Wärmeenergie der Außenluft und beheizt auf diese Weise das Fahrerhaus selbst dann noch, wenn die Temperaturen unter –10°C liegen, verspricht der Hersteller. 

Das System verbraucht so weniger Strom aus der Antriebsbatterie für die Innenraumheizung. Gegenüber einem vergleichbaren Fahrzeug ohne Wärmepumpe fällt z.B. der Aktionsradius eines Ford E-Transit mit serienmäßigem VIHP zwischen 7 und 10 % größer aus, was man Praxistests als auch in Laborumgebungen nachgewiesen haben will. 

„Wir kämpfen um jeden Kilometer, damit unsere Kunden ihre Elektrotransporter maximal effizient einsetzen und ihren elektrischen Fuhrpark noch produktiver und kosteneffizienter betreiben können“, unterstreicht Ingo Krolewski, Leiter Klimatisierungsfunktionen bei Ford.

Prinzip Wärmepumpe hat sich längst bewährt

Wärmepumpen haben sich generell als besonders energieeffiziente Heizmethode für Wohnhäuser und Bürogebäude, aber auch für Elektrofahrzeuge erwiesen. Sie verwenden sehr kalte Kältemittelgase, um die Wärme aus der Umgebung zu absorbieren. Werden sie verdichtet, erhöht sich ihre Temperatur. Dadurch können sie die Fahrerkabine nahezu „kostenlos“ heizen, denn für den Betrieb einer Wärmepumpe reicht vergleichsweise wenig elektrische Energie. 
 

Heizen und Kühlen wird effizienter

Die von Ford nun patentierte VIHP-Technologie soll diesen Prozess noch vorteilhafter als in konventionellen Wärmepumpen gestalten, mittels Dampfeinspritzung, was die Effizienz sowohl beim Heizen als auch beim Kühlen der Fahrerkabine verbessert. Dabei funktioniert das Arbeitsprinzip anders: Steigen die Außentemperaturen auf über 25°C, kann das integrierte Kühlsystem der Pumpe auch Wärme aus dem Innenraum abziehen. So verbraucht die Klimaanlage des Transporters weniger Strom aus der Antriebsbatterie. 

Für seine Transporter-Baureihen hat der Hersteller fast zwei Jahre Abstimmungsarbeit mit mehr als 100 Windkanaltests und 25.000 km Praxiserprobung aufgewendet, um die VIHP-Technologie zu optimieren. Bei sieben ausgedehnteren Testfahrten hätten sich die Modelle mit VIHP so unterschiedliche Klimabedingungen wie die spanische Sommerhitze und den finnischen Winter mit bis zu 34 Minusgraden bewährt. Die Entwicklung erfolgte mit gemeinsamen Ingenieurteams in Großbritannien, Deutschland und den USA.