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Dubai Police: Polizeiautos mit über 900 PS!

918 PS im Polizeiauto? In Dubai seit dem Einflotten des neuen Lotus Emeya Realität. Er ergänzt die bestehende Supercar-Flotte der Dubai Police, die unter den Autofans und Touristen weltweit bekannt ist.

Auch die Supercars der Dubai Police werden vermehrt elektrisch: Zuletzt wurde der Lotus Emeya (li.) eingeflottet - mit 918 PS....| Foto: Dubai Police
Auch die Supercars der Dubai Police werden vermehrt elektrisch: Zuletzt wurde der Lotus Emeya (li.) eingeflottet - mit 918 PS....| Foto: Dubai Police

Schneller als die Polizei erlaubt – könnte sie in Dubai selbst unterwegs sein – immer! Denn seit über 20 Jahren ist eine Spezialeinheit der Dubai Police mit Supersportwagen unterwegs, die alle nur erdenklichen Preis- und Leistungsrekorde knacken. Doch statt Verbrecher oder Verkehrssünder zu jagen, sind die Polizisten der Flotte in erster Linie Botschafter des eigenen Landes und gelten neben den Sehenswürdigkeiten zu den beliebtesten Fotomotiven in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Die Supercar-Flotte wird immer elektrischer

Auch hier ist Elektromobilität im Kommen - mittlerweile werden immer mehr Elektroautos eingeflottet. Die Polizisten und Touristen genießen das gleichermaßen – solange die Motorleistung stimmt. Und da reden wir nicht von „läppischen“ 300 oder 400 PS….

Wir treffen den Beamten Ali Yousif: Er hat heute Dienst am „Frame“, seit dem Jahre 2018 der größte Bilderrahmen auf der Welt und eine der imposanten Sehenswürdigkeiten von Dubai. Die Sonne geht langsam unter und endlich sinken die Temperaturen unter die 40-Grad-Marke. Ali, eingekleidet in seine Prachtuniform, ist zusammen mit einigen Kolleginnen und Kollegen aus der Polizeizentrale in den Norden der Wüstenstadt gekommen, um die neuesten automobilen Spielzeuge zu präsentieren.

Der Emeya-Streifenwagen hat über 900 PS

Der 39jährige Polizist leistet seit zwei Jahrzehnten seinen Dient bei der Dubai Police und hat es mittlerweile in die begehrteste Spezialeinheit der Ordnungsbehörden geschafft. Doch während die UAE Swat beispielsweise im Geheimen gegen die organisierte Kriminalität oder Schmuggler kämpft, sieht das bei Ali Yousif ganz anders aus. Er ist nahezu lautlos mit seinem neuen Lotus Emeya zum Frame gekommen. Die 918 PS starke Elektrolimousine ist Teil der Supercar-Flotte, die die UAE-Polizei seit Jahren betreibt.

 

2001 starteten die ersten Supercars im Polizeieinsatz

„Angefangen hat alles im Jahre 2001“, erzählt der Polizist, der in seiner grünen Uniform in jedem Hollywood-Streifen eine Hauptrolle bekommen könnte. Auch hier ist die Show wichtig, wie Yousif erklärt:

„Wir sind eine Touristenpolizei und somit Ansprechpartner und Botschafter unseres Landes.“

Er rechnet vor:

„Aktuell haben wir 18 Autos in unserem Supercar-Fuhrpark. Mit den Fahrzeugen sorgen wir an den touristischen Hotspots für Sicherheit und Ordnung.“

Die Supercar-Flotte wurde über die Jahre zu einem der Wahrzeichen von Dubai und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Liste der Prachtmobile ist lang: Ferrari Gran Lusso, Lamborghini Urus, Porsche Panamera, Rolls-Royce Cullinan, Bentley Continental, BMW 8er Coupé oder Mercedes AMG GT.

Während Ali Yousif den elektrischen Power-Lotus in der üblichen weiß-grünen Lackierung bewegt, sind seine Kollegen heute mit anderen Pretuosen wie Rolls-Royce Cullinan Mansory, Bentley Continental GT, Audi R8 und einem Tesla Cybertruck im Zwei-Schicht-Betrieb unterwegs. Weltweite Autohersteller stehen Schlange, um der ungewöhnlichen Spezialeinheit die ebenso teuren wie schnellen Einsatzfahrzeuge zur Verfügung zu stellen, mit denen sich die Dubai Police bevorzugt bei Events und an Sehenswürdigkeiten sehen lässt. Und wenn es doch mal zu Konflikten kommt? Bleibt Ali Yousif im Hintergrund:

„Verfolgungsjagden gibt es mit den Supercars jedoch nicht. Das machen unsere Kollegen.“

Dann wollen wir natürlich wissen, ob es Streitigkeiten untereinander gibt, welcher Kollege mit welchem Supercar unterwegs ist? Keine Spur, denn die je über eine Million Dirham teuren Geschosse werden für die jeweils achtstündigen Schichten ganz unspektakulär per Dienstplan vergeben – genauso wie die anderen Einsatzfahrzeuge der Polizeikräfte wie BMW 5er, Audi A6 oder Nissan Patrol.

Auch ein Cybertruck wurde eingeflottet

Die Streifenpolizisten sind zumeist mit Verbrennern unterwegs; doch es gibt einige Tesla-Modelle – wie den Cybertruck, der seit einigen Monaten bei den Streifenfahrten für jede Menge Aufsehen sorgt.

Lamborghini stellt der Dubai Police seit vielen Jahren spektakuläre Einsatzwagen zur Verfügung – so wie zuletzt einen 666 PS starken Urus Performante – bis zu 306 km/h schnell. General Ahmed Mohammed bin Thani, Oberbefehlshaber der Polizei von Dubai erklärt hier ganz offiziell:

„Der leistungsstarke Super-SUV wurde im Rahmen der Bemühungen der Polizei von Dubai angeschafft, die Zahl der Streifenbeamten zu erhöhen. Der Lamborghini Urus Performante wird die Polizei von Dubai dabei unterstützen, den Einwohnern besser zu dienen, die soziale Sicherheit aufrechtzuerhalten und Dienstleistungen in beliebten Touristenzielen anzubieten.“

Zur Not könnten die Renner auch als „Krankenwagen“ dienen

 

Neben der weiß-grünen Lackierung sind die Einsatzfahrzeuge mit blauen LED-Leuchten sowie Extras wie Waffensafe, Erste-Hilfe-Kit oder Defibrillator für alle Vorkommnisse ausgestattet. Im Fall der Fälle könnte es sogar mit Vollgas respektive -strom in eines der zahlreichen Krankenhäuser von Dubai gehen.

Für schnelle Einsatzzwecke und die üppigen Motorleistungen werden die Polizisten regelmäßig auf allen möglichen Fahrzeugen geschult, denn der Dienst der Supercar-Police ist nur eine der Einsatzmöglichkeiten bei der lokalen Polizei. Die Beamte wechseln regelmäßig Dienststelle und Einheit. Umso mehr freut sich Ali Yousif, dass er aktuell bei den Supercar seinen Dienst leisten darf – genauso wie seine Kollegen.

Was bedeutet das?

Die Supercars sind in Dubai eher Show als Notwendigkeit – könnten aber im Falle eines Falles auch harte Einsätze fahren, die man in der Regel aber meidet – den dafür sind die Showcars eigentlich zu teuer. Dass sie jetzt mehr und mehr elektrisch werden, ist nur konsequent.

Vor Ort sprach für uns mit den Beamten Stefan Grundhoff von press-inform