PKW

DS N°4: Elektrisch ab 45.990 Euro

Numéro Quatre hätte eigentlich die ganz große Stückzahlennummer für DS Automobiles werden sollen, doch die Premiumstrategie des Herstellers ging insofern auf, als der größere DS 7 immer das begehrtere Auto war – auch in Deutschland.

Der DS4 wird zum "Numéro Quatre" DS N°4 und kommt jetzt auch elektrisch. | Foto: DS Automobiles
Der DS4 wird zum "Numéro Quatre" DS N°4 und kommt jetzt auch elektrisch. | Foto: DS Automobiles

Mit dem Facelift startet DS Automobiles mit dem DS 4 in eine neue Ära: Erstmals gibt es den Kompaktwagen auch als vollelektrisches Modell. Unter dem neuen Namen DS N°4 ist der elegante Fünftürer ab sofort ab 45.990 Euro bestellbar, die Auslieferungen beginnen im September. Neben dem neuen elektrischen E-Modell DS N°4 E-Tense bleibt die Antriebsauswahl groß: Auch Plug-in-Hybrid- und Vollhybrid-Varianten sind weiterhin im Angebot. Auf gänzlich unelektrifizierte Verbrenner verzichtet DS Automobiles künftig.

Innen spielt Numéro Quatre seine starken Karten mit viel Liebe zum Detail

Innen präsentiert sich der DS N°4 mit Premium-Features: beheizbare, belüftete und massierende Sitze, ein 10,25-Zoll-Digitaldisplay und ein 10-Zoll-Touchscreen mit dem neuen DS-Iris-Infotainmentsystem – inklusive ChatGPT-Integration für noch mehr Komfort. Je nach Ausstattungslinie kommen Matrix-LED-Scheinwerfer, Head-up-Display und eine intelligente E-Auto-Routenplanung samt Batterie-Vorkonditionierung hinzu.

Mit 4,40 Metern Länge bleibt der DS N°4 handlich, der Kofferraum fasst 360 Liter. Aerodynamisch setzt der Franzose auf eine nochmals optimierte Motorhaube, eine dezent tiefergelegte Karosserie und neue Luftleitelemente im Kühlergrill – alles im Dienst einer möglichst effizienten Reichweite.

Akku und Antrieb: Eher „Right-sized“

Die größte Krux von Numéro Quatre: Technisch basiert der DS N°4 auf der bekannten EMP2-Antriebsmischplattform des Stellantis-Konzerns, die für den Elektroantrieb optimiert wurde. Immerhin steigt die Leistung des E-Antriebs auf 157 kW (214 PS) – ein deutlicher Sprung gegenüber dem bisherigen Plug-in-Hybrid (115 kW/156 PS), aber für ein Premiummodell eher Right- als oversized. Entwickelt wurde der Motor im Joint Venture Stellantis-Nidec.

Allenfalls „right sized“ ist auch der Akku: Die 58,2 kWh große Batterie sorgt für bis zu 450 Kilometer Reichweite nach WLTP-Norm, real muss man im worst case eher mit 300 plus x rechnen. Geladen wird mit 11 kW (AC) oder maximal 120 kW (DC) – auch das eher Durchschnitt. Doch da der Akku so klein ist, soll der Schnellladevorgang von 20 (nicht 10!) auf 80 Prozent rund 30 Minuten dauern.

Zwei Ausstattungslinien, keine Pseudo-Offroad-Version mehr

Praktisch: Der DS N°4 bietet eine Vehicle-to-Load-Funktion (V2L), mit der sich externe Geräte wie E-Bikes oder Camping-Equipment bequem laden lassen. Für die passende Optik stehen Lackierungen wie Perlmutt-Weiß, Kaschmir-Blau oder Perla-Nera-Schwarz zur Wahl. Dazu gibt es die Ausstattungslinien „Pallas“ und „Étoile“, die sich individuell konfigurieren lassen.

Neben dem Opel Astra läuft er in Rüsselsheim vom gleichen Band

Und trotz aller Frankophilie: Der DS N°4 „is en eschde Hesse“ und wird mit dem Opel Astra in Rüsselsheim montiert – zusammen mit dem neuen Plug-in-Hybrid, der jetzt 81 Kilometer elektrische Reichweite (statt bisher 51 Kilometer) bietet. Möglich macht das eine größere Batterie mit 14,6 kWh. Die Systemleistung liegt hier bei 165 kW (224 PS). Wer sich für den neuen Vollhybrid als Basismodell entscheidet, bekommt 107 kW (146 PS) geboten. Erste Live-Eindrücke folgen demnächst hier. 

Was bedeutet das?

Der DS4 wurde bisher weit unter Wert geschlagen – und blieb im Vergleich zum DS7 eigentlich zu selten. Das Update tat ihm gut und brachte endlich die lang ersehnte elektrische Version.