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DHL Group: Leichtes Wachstum im Transport- und Logistikgeschäft

Der Konzern startet mit stabiler Nachfrage und gezieltem Kostenmanagement ins Jahr 2025. Die Strategie 2030 rückt Transporteffizienz und Wachstumsmärkte in den Fokus.

(Foto: DHL Group)
(Foto: DHL Group)

Die DHL Group ist mit einem leichten Plus bei Umsatz und Ergebnis in das neue Geschäftsjahr gestartet. Für das erste Quartal 2025 meldet der Konzern einen Umsatz von 20,8 Milliarden Euro, das sind 2,8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 4,5 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro. Der global aufgestellte Logistiker mit Sitz spricht von einem stabilen Jahresauftakt in einem weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld.

Die Entwicklung sei von einem stringenten Kosten- und Ertragsmanagement gestützt worden, heißt es dazu in einer Pressemeldung des Unternehmens. Vorstandschef Tobias Meyer erklärte:

„Das wirtschaftliche Umfeld im ersten Quartal 2025 war durch die US-Zoll- und Handelspolitik und eine allgemeine wirtschaftliche Zurückhaltung geprägt. Trotzdem konnten wir mit einem leichten Umsatz- und Ergebniswachstum an das positive Momentum aus den vergangenen Quartalen anknüpfen. Das ist auch das Resultat eines stringenten Kosten- und Ertragsmanagements. Gleichzeitig investieren wir weiter in wachstumsstarke Geschäftsfelder und arbeiten an der strukturellen Verbesserung unserer Effizienz.“

Gradmesser für das operative Geschäft im Straßengüterverkehr ist insbesondere die Sparte DHL Global Forwarding, Freight. Zwar blieb der Umsatz hier leicht im Plus, das EBIT sank jedoch deutlich. DHL führt dies auf die konjunkturelle Schwäche im deutschen und europäischen Landverkehr zurück. Der Seefracht- und Luftfrachtbereich entwickelte sich den Angaben des Unternehmens zufolge stabil.

Wachstumsimpulse kamen aus anderen Unternehmensbereichen, darunter DHL Supply Chain. Die Sparte verzeichnete im ersten Quartal Zuwächse bei Umsatz, Ergebnis und Marge. Als Treiber nennt der Konzern Neuverträge sowie Effizienzgewinne durch Automatisierung. Auch im E-Commerce-Bereich legte der Umsatz weiter zu. Die Ergebnisentwicklung wurde jedoch durch hohe Abschreibungen auf Investitionen in das Paketnetzwerk gebremst.

Ein weiterer Fokus des Konzerns liegt auf strukturellen Maßnahmen. Erst im März startete DHL das konzernweite Effizienzprogramm „Fit for Growth“. Ziel ist es, die Kostenbasis des Unternehmens bis 2027 dauerhaft um über eine Milliarde Euro zu senken. Das Programm ist Teil der übergeordneten Strategie 2030, mit der DHL die Wettbewerbsfähigkeit im weltweiten Logistikgeschäft sichern will.

Besonderes Augenmerk legt der Konzern dabei auf wachstumsstarke Segmente wie Life Sciences, Healthcare und Neue Energien. Unter der neuen Marke „DHL Health Logistics“ investiert er rund zwei Milliarden Euro, um die Logistik für Pharmaunternehmen, klinische Studien und Biotechnologie auszubauen.

Im Bereich Express zeigte sich trotz rückläufiger Sendungsvolumina widerstandsfähig. Mit einem angepassten Kapazitätsmanagement und Preisanpassungen konnte DHL Express bei Umsatz und EBIT zulegen und die Profitabilität verbessern.Im Heimatmarkt Deutschland führte die Portoerhöhung beim Brief sowie die gestiegene Paketnachfrage zu einem erwarteten Anstieg bei Umsatz und Ergebnis im Bereich Post & Paket. Die regulatorischen Herausforderungen für den Briefmarkt blieben allerdings bestehen.

Die Investitionen in die Konzerninfrastruktur beliefen sich im ersten Quartal auf 461 Millionen Euro und lagen damit leicht unter dem Vorjahreswert. Der Free Cashflow ohne Zukäufe stieg um 17,4 Prozent auf 732 Millionen Euro. Die Konzernführung bekräftigte ihre Prognose für das Gesamtjahr 2025. Erwartet wird weiterhin ein EBIT von mindestens 6 Milliarden Euro und ein Free Cashflow in Höhe von rund 3 Milliarden Euro.