LKW

Brenner: LBT fordert Aufhebung des Lkw-Nachtfahrverbots

Der Landesverband Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen unterstützt die Vorschläge aus Tirol zur temporären Aufhebung des Nachtfahrverbots auf der Inntal-Brenner-Route.
 

Der LBT fordert Klarheit von Tirol und setzt sich für die Aufhebung des Nachtfahrverbots ein, um die Versorgung zu gewährleisten. Foto: Pixabay
Der LBT fordert Klarheit von Tirol und setzt sich für die Aufhebung des Nachtfahrverbots ein, um die Versorgung zu gewährleisten. Foto: Pixabay

 Für die anhaltend angespannte Situation im Alpentransit, insbesondere auf der Inntal- und Brennerautobahn scheint laut dem LBT weiterhin keine Abhilfe in Sicht. Und das, obwohl immer mehr Stimmen laut würden, die eine pragmatische Antwort auf die Engpässe forderten, so der Verband.

Der LBT begrüßt nach eigenen Angaben die Überlegungen aus Tirol, das Nachtfahrverbot für Lkw temporär aufzuheben, um den alpenquerenden Warenfluss während der Bauarbeiten an der Luegbrücke aufrechtzuerhalten.

Bedauerlicherweise würde der Kurs von Barbara Thaler, Präsidentin der Wirtschaftskammer (WK) Tirol, bei diesem Thema unentschlossen bleiben, so der LBT. Wer Verantwortung für die Wirtschaft trage, müsse sich auch dazu bekennen. LBT-Hauptgeschäftsführer Stephan Doppelhammer:

„Es braucht jetzt ein deutliches Signal aus Innsbruck für Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Vernunft.“

Der Verband betone den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nutzen einer solchen Lösung. Doppelhammer:

„Die Blockabfertigungen und Einschränkungen auf A12 und A13 betreffen längst nicht nur Bayern – ganz Europa ist auf funktionierende Logistik angewiesen. Einseitige Fahrverbote gefährden nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Versorgung der Bevölkerung und Tirol kann sich seiner Verantwortung nicht entziehen, die es in diesem Miteinander hat.“

Die aus dem politischen Innsbruck gern vorgebrachten Argumente, die Einschränkungen auf der A12 und A13 dienten unter den IGL-Vorschriften dem Umweltschutz, seien aus Sicht des LBT aber nicht tragfähig. Doppelhammer:

„Die Luftwerte sind im Griff, das zeigen alle Daten. Jetzt Umweltgrenzen umzudeuten und von IG Luft zu IG Lärm zu wechseln, ist reine Symbolpolitik.“

Der LBT appelliere daher für gemeinsame Lösungen und eine verlässliche Partnerschaft in der Politik. Statt willkürlicher Fahrverbote brauche es jetzt einen mutigen Schritt Tirols für die Vernunft, hieß es aus dem Verband. Die temporäre Aufhebung des Nachtfahrverbots wäre ein klares Zeichen für europäische Zusammenarbeit. Und der Schutz der Bevölkerung schließe eine zuverlässige und unbehinderte Versorgung der Bevölkerung ein.