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Bauma 2025: Goldhofer zeigt Semiauflieger Arcus P 5 und Selbstfahrer PST/SL-E split

Außerdem im Fokus: die Kooperation mit Teco, der Rohradapter RA 3-100 und die Online- und Cloudsoftware HeavyGoods.net.

Semiauflieger Arcus P 5 mit Cargoplus-Bereifung: Ladehöhe von nur 735 mm – Spitzenwert am Markt. (Foto: Goldhofer)
Semiauflieger Arcus P 5 mit Cargoplus-Bereifung: Ladehöhe von nur 735 mm – Spitzenwert am Markt. (Foto: Goldhofer)

Der Semiauflieger Arcus P 5 mit Cargoplus-Bereifung ist eines der beiden Highlights von Goldhofer auf der Bauma 2025 vom 7. bis 13. April 2025 auf dem Messegelände in München. Mit einer hohen Nutzlast und der nach eigenen Angaben niedrigsten Ladehöhe auf dem Markt bietet der Arcus P 5 eine Kombination aus Effizienz und Flexibilität. Mit nur 735 mm Ladehöhe dank der Goldhofer-eigenen Cargoplus-Bereifung und einem Hub von 500 mm ermöglicht der Arcus eine einfache Beladung. Dank einer Kombination aus zwangs- und reibungsgelenkten Achsen bietet er gutes Lenk- und Kurvenlaufverhalten, was zu einen geringen Reifenverschleiß in jeder Fahrhöhe führt. Die zentrale und anwenderorientierte Bedienung sorgt für eine einfache Handhabung und hohe Effizienz.

Dennis Leschensky, Leitung Vertrieb Europa und Nordafrika, beschreibt den Arcus P 5 als einen Meilenstein in der Schwerlastlogistik: „Mit seiner niedrigen Ladehöhe und hohen Manövrierfähigkeit setzt er neue Standards in der Branche. Kunden profitieren von einer enormen Nutzlast und einem geringen Reifenverschleiß.“

Die vielfältigen Ladungssicherungsmöglichkeiten und der Traffideck-Go-Bodenbelag sorgen für eine hohe Sicherheit.

Hohe Zugkraft und Flexibilität

Im Mittelpunkt der Goldhofer-Demonstrationen auf der Bauma dürfte der hydraulisch verbreiterbare Selbstfahrer vom Typ PST/SL-E split stehen. Mit einer Achslast von 45 t und einer variablen Breite von 3.000 bis 5.100 mm bietet er mit Widening-System eine funktionelle Lösung für den Transport von sperrigen Gütern. Das Fahrzeug bietet neben der hohen Zugkraft auch eine große Flexibilität dank variabler Breite. Durch die Verbreiterungsmöglichkeit ist es möglich, die Ladung sicher und stabil zu halten, was besonders beim Transport von großen und schweren Lasten von Vorteil ist. Darüber hinaus müssen weniger Achslinien eingesetzt werden. Zudem ist eine umfängliche Kombinierbarkeit innerhalb der Goldhofer-Schwerlastmodule geboten.

Jean-Philippe Martin, Leitung Vertrieb internationale Geschäfte, betont: „Der PST/SL-E Split ist ein echter Gamechanger. Durch die angetriebenen Achslinien können wir die Anzahl der benötigten Achslinien reduzieren und gleichzeitig die Transportperformance maximieren. Dies führt zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch und einer höheren Wirtschaftlichkeit.“

Besonders hervorzuheben ist die Fähigkeit des PST/SL-E split, Ladungen mit hohem Schwerpunkt sicher zu transportieren.

„Die Verbreiterung des Fahrzeugs und die hydraulischen Stützkreise sorgen für eine bessere Kippstabilität, was gerade bei extremen Ladungen von unschätzbarem Wert ist“, erklärt Martin weiter.

Verfügbar als Vier- und Sechsachser sowie mit Sonderzubehör für 1+½-Kombinationen löst der PST/SL-E split unterschiedliche Transportanforderungen, insbesondere in der Windindustrie beim Transport von Rotorblättern. Angetrieben wird die auf der Bauma gezeigte Kombination durch das neue E-Power-Pack aus dem eigenen Hause.

„Bei der Entwicklung unseres E-Power-Packs haben wir die Synergieeffekte aus unserem Geschäftsbereich ,Airport Technology‘ voll ausgeschöpft. Unsere jahrelange Erfahrung und Expertise im Einsatz vollelektrischer Flugzeugschlepper, die teilweise weit über 300 t bewegen, haben uns wertvolle Erkenntnisse geliefert. Daher können wir auf der Bauma ein technisch ausgereiftes Produkt präsentieren“, so Robert Steinhauser, Vizepräsident Verkauf und Service.

Goldhofer und Teco

Im Rahmen der Produktvorführungen zeigt sich in Kooperation mit der Teco GmbH mit Sitz in Neu-Ulm ein weiterer Anwendungsfall für Industriekunden: Aufgeladen auf dem Arcus P 5 setzt der Schwerstlastkran HS 850 von Teco Maßstäbe in Traglast und Vielseitigkeit. Mit einem hybriden Antriebssystem können die Kranfunktionen rein elektrisch oder in Kombination mit Fremdeinspeisung und Power Pack ausgeführt werden. Die Funkfernbedienung ermöglicht eine präzise Steuerung aller Bewegungen, während die Lastmomentüberwachung für Sicherheit sorgt.

„Unser HS 850 ist ein echter Alleskönner“, ist Teco-Geschäftsführer Michael Haid überzeugt. „Er kann mit jedem Fahrgestell oder Transportträger zum Einsatzort bewegt und sofort in Betrieb genommen werden. Das spart Zeit und Kosten.“

Beim Straßentransport des HS 850 eignet sich der Arcus P 5, während für den Offroadeinsatz der PST/SL-E split zum Einsatz kommen kann.

Für den Transport wird der Kran auf einen mehrachsigen Tieflader gesetzt. Der HS 850 kann unter beengten Platzverhältnissen wie z.B. Werkshallen, im Gelände sowie in Tunnelanlagen auch auf die flexiblen und präzisen Selbstfahrer-Schwerlastmodule von Goldhofer geladen werden, die durch Lenkwinkel von ±135° und einem Achshub von 600 mm nochmal ein Plus an Manövrierbarkeit bieten.

Windenergieanlagen: Goldhofer als Allround-Anbieter

Der Rohradapter RA 3-100 (4+7) ist eine Lösung für den Transport von Turmsegmenten in der Windenergiebranche. Mit einer maximalen Nutzlast von 100 t und einem großen Hub von 2.000 mm bietet der RA 3-100 hohe Leistung und Flexibilität. Die Seitenstabilität wird durch eine Fahrwerksbreite von 2.950 mm gewährleistet, was für große Sicherheit während des Transports sorgt. Dank des luftgefederten Fahrwerks wird ein ladungsschonender Transport ermöglicht, während die ergonomische Bedienung und die wartungsfreundliche Konstruktion für eine einfache Handhabung und hohe Zuverlässigkeit sorgen.

Die Freidreheinrichtungen und die auf die Ladungslänge einstellbare Lenkung am Nachläufer ermöglichen eine gute Manövrierfähigkeit – selbst bei den größten und schwersten Turmsegmenten. Für noch mehr Sicherheit und Geschwindigkeit setzt Goldhofer auf eine Vier-Punkt-Aufnahme der Ladung sowie die Möglichkeit zum einfachen Versetzen der Spannpratzen, so dass die Ladung im Ein-Mann-Betrieb und ohne Kran be- und entladen werden kann.

Digitale Transportplanung von Goldhofer

Goldhofer setzt auf eine digitale Transportplanung. Durch die Kombination mit der Online- und Cloudsoftware HeavyGoods.net wird die Planung von Schwertransporten mit Goldhofer-Fahrzeugen somit einfacher und wirtschaftlicher. Ab der Bauma 2025 wird easyLoad durch die leistungsstarke HeavyGoods-App abgelöst. Diese Software läuft in jedem gängigen Browser und ermöglicht dank intuitiver Bedienung und fortschrittlicher Algorithmen eine schnelle und präzise Transportplanung. Ingenieurleistungen werden minimiert, da die App Achslasten, Biegemomente, Kippstabilität, Überlastgrenzen, Ladungssicherung und Schleppkurven berechnet sowie 3D-Drohnenbilder vermisst. Die HeavyGoods-App beschleunigt die Antragstellung über Vemags und macht viele Streckenbegehungen überflüssig.

Goldhofer fokussiert sich auf sein Kerngeschäft: den Bau von Premiumfahrzeugen. Die Zusammenarbeit mit HeavyGoods.net soll daher sicherstellen, dass Kunden auch von zeitgemäßen digitalen Services profitieren. Diese erhalten beim Wechsel zu HeavyGoods zudem vergünstigte Konditionen. Passende Datensätze für ihre Fahrzeuge liefert Goldhofer kostenlos. Auf der bauma präsentiert das HeavyGoods-Team die Software am Goldhofer-Stand FN.819. Alle neuen Funktionen können live erlebt und getestet werden.

Stand FN.819, Freigelände Nord