Bauma 2025: Globale Bühne für Fortschritt und Vernetzung
Wieder einmal stand das Messegelände in München ganz im Zeichen der Bauma. Vom 7. bis 13. April 2025 ragten die Kräne und Baumaschinen auf der Freifläche rund um die ausgebuchten Messehallen in den Himmel.
Rund 600.000 Fachbesuchern aus über 200 Ländern sowie 3.601 Ausstellern aus 57 Nationen – diese Bilanz zog als Veranstalter die Messe München, nachdem am gestrigen Sonntag sich die Tore hinter dem letzten Messebesucher geschlossen hatten. Damit habe die Weltleitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte erneut ihre Rolle als globaler Impulsgeber unterstrichen, so das Resümee. Inmitten geopolitischer Unsicherheiten und struktureller Umbrüche in vielen Märkten habe die Veranstaltung ein klares Signal gesendet: Die Branche ist innovationsbereit, international vernetzt – und zuversichtlich.
Relevanz für Transport- und Logistikbranche
Auch wenn der Fokus der Bauma traditionell auf der Bauwirtschaft liegt, wirken viele technologische Entwicklungen unmittelbar in den Straßengüterverkehr hinein. Insbesondere alternative Antriebe, vernetzte Maschinen und automatisierte Prozesse betreffen zunehmend auch Logistikunternehmen mit eigener Fahrzeugflotte.
Entsprechend groß war das Interesse von Branchenentscheidern. Die Veranstalter verzeichneten ein deutliches Wachstum internationaler Besuchergruppen – insbesondere aus Brasilien, Portugal, Rumänien, den Niederlanden, der Türkei, Spanien und China.
„Herzschlag der Branche“ – persönliche Begegnungen im Fokus
Laut Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München, ist die Bauma mehr als ein Branchentreffen.
Sie sei „der Herzschlag der Branche“ und ein Ort, „an dem entscheidende persönliche Begegnungen stattfinden“. Für Rummel steht fest: „Vom Messegelände in München geht ein starkes Signal der Zuversicht für die gesamte Branche aus.“
Diesen Eindruck teilten viele Unternehmensvertreter. Erich Sennebogen, Geschäftsinhaber des gleichnamigen Maschinenbauunternehmens, sieht in der Messe einen „starken Herzschlag der Industrie“ und einen positiven Impulsgeber. Holger Schulz, Geschäftsführer bei Zeppelin (CAT), beschreibt die Messe als „beste Verkaufsplattform der Welt“ und verweist auf zwei Schlüsselthemen: Nachhaltigkeit und Vernetzung auf der Baustelle.
Digitalisierung, Nachhaltigkeit und neue Antriebe im Mittelpunkt
Im Zentrum der Messe standen erneut technologische Zukunftsthemen. So bestätigte Wolfgang Sochor, CEO von Hawe Hydraulik, den Trend zu CO2-Reduktion und alternativen Antrieben. Auch Liebherr-Vorstandsmitglied Steffen Günther betonte:
„Die Bauma ist für uns weit mehr als eine Messe – sie ist die Plattform, auf der die Zukunft der Branche greifbar wird.“
Das Motto des Unternehmens lautete in diesem Jahr: „Hands on the future“.
Internationale Geschäftsanbahnung auf höchstem Niveau
Als besonders effizient erwies sich die Bauma erneut in ihrer Funktion als internationale Geschäftsplattform. Robert Hauser, CEO von Doka, lobte die hohe Qualität der Kontakte:
„Nirgendwo sonst führen wir in so kurzer Zeit so viele hochwertige Gespräche mit den wichtigsten Kunden weltweit.“
Auch VDMA-Geschäftsführer Joachim Schmid sprach von einem „großen Erfolg“ und stellte fest, dass die Messe teilweise die Geschäftserwartungen der Mitgliedsunternehmen übertroffen habe. Die derzeitige politische Lage mit neuen Investitionspaketen und wachsendem europäischem Fokus begünstige diesen Trend.
Globale Aussteller, qualifiziertes Publikum
Zahlreiche internationale Unternehmen nutzten die Plattform, um Innovationen zu präsentieren. Toshiaki Ujiie, CEO der Tadano Group, hob die „unsätzbare Bedeutung der bauma als Bühne für neue Technologien“ hervor. Dr.-Ing. Mehmet Varlik von Schwing/Stetter zeigte sich überrascht vom „außergewöhnlichen internationalen Publikumsinteresse – und das ab dem ersten Tag“.
Die nächste bauma findet vom 3. bis 9. April 2028 erneut auf dem Münchner Messegelände statt.