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Bauma 2025: Autonomer Schüttgut-Transporter für den Innen- und Außenbereich

Im Rahmen des Science Hub zeigte das Institut für künstliche Intelligenz an der Hochschule Ravensburg-Weingarten gemeinsam mit Büning einen autonomen Schüttgutt-Transporter auf der Bauma - für den Indoor-und Outdoorbereich und diverse Wetter-, sowie Bodenbeschaffenheiten.

Wendig, manövrierfähig und rückenschonend soll der autonome Schüttgut-Transporter sein. (Foto: A. B. Brüggmann/HUSS-VERLAG)
Wendig, manövrierfähig und rückenschonend soll der autonome Schüttgut-Transporter sein. (Foto: A. B. Brüggmann/HUSS-VERLAG)

Barrob heißt ein Forschungsprojekt am Institut für künstliche Intelligenz an der Hochschule Ravensburg-Weingarten. Ziel des Ganzen: die Konstruktion eines modularen und autonomen Schüttguttransporters, der Arbeitende im Baugewerbe, unter Anderem bei Rückbauarbeiten, entlasten und die manuelle oder motorisierte Schubkarre zumindest teilweise ablösen soll.

Ergonomische Schubkarren-Alternative

Auf diese Weise soll die körperliche Belastung der Arbeitenden reduziert werden. Denn das Interesse an energetischen Sanierungsarbeiten und der Nutzungsänderung von Bauflächen als CO2-sparende Alternative zu Abriss und Neubau wächst und - so wurde der Redaktion Transport auf der Bauma erklärt - die EU strebt aktuell eine Verdopplung der Sanierungsrate an, um eine Einsparung beim Wärmebedarf zu erzielen.

In diesem Bereich gebe es einen erhöhten Bedarf an Technologien, die den Transportaufwand von Schüttgut auf Baustellen signifikant senken. Den Projektverantwortlichen zufolge stellt der Transport von Baumaterial im Rahmen von Rückbauarbeiten eine tägliche Herausforderung für Mitarbeiter auf Baustellen dar.

Häufig käme es zu arbeitsbedingten Muskel-Skelett-Krankheiten. Die Arbeit müsse deshalb effizienter gestaltet und die Arbeitskräfte entlastet werden.

Der im Barrob-Projekt entwickelte und konstruierte autonome Schüttgut-Transporter soll zuverlässig sowohl im Indoor-als auch im Outdoorbereich und unter diversen Wetter-, und Bodenbeschaffenheiten funktionieren.

Soft- und Hardware

Für die verschiedenen Herausforderungen im Rückbau sei geeignete Software und Hardware notwendig. Es müssen beispielsweise per Umfelderfassung Gefahrenstellen erkannt und geeignete Pfadplanungsalgorithmen erstellt werden, um eine sichere Befahrung sicherzustellen.

Auch ging es um die Entwicklung universal einsetzbarer Rampen für den autonomen Abkippvorgang, die für verschiedene Materialien auch in anderen Anwendungsbereichen eingesetzt werden können. Denn geplant sei, das Gesamtsystem künftig auch bereichsübergreifend zu nutzen.

Den Forschenden zufolge soll es den Werkern nach einer Einweisung möglich sein, das System selbst bedarfsentsprechend einzurichten.

Kooperationspartner

Als Projektpartner agiert das Unternehmen Büning Erdbewegung und Abbruch, wo der Schüttgut-Transporter auch zunächst eingesetzt werden soll. Als weiterer Schritt, so verriet man der Redaktion Transport auf der Bauma, sei dann geplant, das Gerät bedarfsweise zu vermieten.

Das Forschungsprojekt war von April 2023 bis Ende März 2025 angesetzt und erhielt eine Förderung über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM).