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Renault Group passt Prognose an und hält an Transformationskurs fest

Der Autobauer meldet ein leichtes Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2025. Die Erwartungen für Cashflow und Marge wurden unter neuen Marktbedingungen angepasst.

Die Renault Group meldet zum Halbjahr 2025 stabile Produktions- und Lagerkennzahlen. | Foto: Renault Design

Die Renault Group hat im ersten Halbjahr 2025 einen Konzernumsatz von 27,6 Milliarden Euro erzielt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht das einem Anstieg von 2,5 Prozent. Währungsbereinigt lag das Umsatzwachstum bei 3,6 Prozent. Diese Zahlen gehen aus einer Unternehmensmitteilung vom 15. Juli 2025 hervor.

Das Betriebsergebnis belief sich auf knapp 1,7 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich eine operative Marge von sechs Prozent. Der Nettogewinn ohne Berücksichtigung der Beteiligung an Nissan lag bei 0,5 Milliarden Euro.

Bilanzierung von Nissan belastet das Finanzergebnis deutlich

Die angepasste Bilanzierung der Beteiligung an Nissan führte zu einem negativen Effekt von insgesamt 11,6 Milliarden Euro. Davon entfallen 2,3 Milliarden Euro auf Verluste aus der Bewertung der assoziierten Unternehmen. Zusätzlich wurden 9,3 Milliarden Euro als nicht zahlungswirksamer Verlust ausgewiesen, bedingt durch die geänderte Bilanzierungsmethode für die Beteiligung an Nissan.

Free Cashflow fällt deutlich niedriger aus

Im ersten Halbjahr 2025 betrug der Free Cashflow der Renault Group 47 Millionen Euro. Enthalten ist darin eine Dividendenzahlung von 150 Millionen Euro durch Mobilize Financial Services. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2024 lag der Free Cashflow noch bei 600 Millionen Euro. Eine negative Veränderung des Betriebskapitalbedarfs in Höhe von 897 Millionen Euro belastete den Wert im aktuellen Berichtszeitraum. Die Netto-Cash-Finanzposition der Automotive-Sparte belief sich zum 30. Juni 2025 auf 5,9 Milliarden Euro.

Automotive-Geschäft mit stabilen Beiträgen

Die Automotive-Sparte erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2025 einen Umsatz von 24,5 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreswert entspricht das einem leichten Anstieg von 0,5 Prozent beziehungsweise 1,6 Prozent bei konstanten Wechselkursen. Das Betriebsergebnis lag bei etwa einer Milliarde Euro, was einer operativen Marge von vier Prozent entspricht.

Markenüberblick: Renault, Dacia und Alpine

Die Marke Renault belegte im ersten Halbjahr 2025 europaweit den zweiten Platz bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Das Modell Clio war das meistverkaufte Fahrzeug der Marke. Zudem erreichte Renault in Europa Platz zwei bei Hybridfahrzeugen. In Frankreich war Renault Marktführer in den Segmenten Pkw, LCV, Elektro- und Hybridfahrzeuge.

Dacia zählte zu den zehn meistverkauften Automarken in Europa und belegte im Privatkundensegment Platz drei. Der Duster war das meistverkaufte SUV-Modell, der Sandero das meistverkaufte Pkw-Modell über alle Vertriebskanäle hinweg.

Alpine steigerte seinen Absatz im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 um 85 Prozent. Der Auftragsbestand in Europa verfügte laut Unternehmensangaben über eine stabile Vorlaufzeit von etwa zwei Monaten. Zum Ende des ersten Halbjahres 2025 lag der Gesamtlagerbestand des Konzerns bei 530.000 Fahrzeugen.

Finanzprognose für das Gesamtjahr nach unten angepasst

Am 15. Juli 2025 passte die Renault Group ihre Finanzprognose für das laufende Geschäftsjahr an. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen nun eine operative Marge von rund 6,5 Prozent sowie einen Free Cashflow zwischen einer und 1,5 Milliarden Euro.

François Provost, neu ernannter CEO der Renault Group, erklärte: „Die Renault Group hat alle Voraussetzungen für den Erfolg: engagierte Teams, einen soliden Produktplan, eine klare Markenpositionierung und eine innovative Organisation.“

Angesichts eines schwierigen Marktumfelds seien die Halbjahresergebnisse hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückgeblieben. Laut Provost wurden bereits Maßnahmen eingeleitet, um die Ziele dennoch zu erreichen.

Er betonte: „Die Rentabilität der Renault Group bleibt weiterhin ein Maßstab in unserer Branche – und diesen Standard wollen wir aufrechterhalten.“

Die Strategie der Gruppe ziele auf Kontinuität bei gleichzeitiger Beschleunigung der Transformation. Provost verwies auf die Rolle motivierter Teams, gezielter Investitionen in Produkte, die Umsetzung hoher Leistungsstandards und den Ausbau des Partnernetzwerks als zentrale Elemente der Unternehmensausrichtung. (av)