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Fiat 500e: Stromer wird Hybrid - weil der Markt nicht mitzieht

Der reine Stromer kommt wegen der Marktflaute bei E-Autos auch als aufwändig umgerüsteter Hybrid und wird im vierten Quartal 2025 vorgestellt. Immerhin: Das Werk im Turiner Stadtteil Mirafiori stellt mit dem Hybrid wieder auf Zweischichtbetrieb um. Jahresproduktion von mehr als 100.000 Fahrzeugen vorgesehen.

Qualmt doch noch: Der Fiat 500e sollte das rein elektrische Zeitalter bei Fiat einläuten, jetzt muss Stellantis einen Rückzieher machen, weil der Markt nicht mitzieht und die Politik bremst. | Foto: Fiat

Die Stellantis-Tochter Fiat muss bei seinen Elektrifizierungsplänen aufgrund der BEV-Flaute am Markt und vor allem in Italien starkem politischen Gegenwind einen Rückschritt vollziehen: Der als reines Elektroauto entwickelte Fiat 500e wurde aufwändig auch für Verbrennungsmotoren umkonstruiert. Jetzt hat der Hersteller mit der Fertigung der ersten Vorserienfahrzeuge des künftigen Fiat 500 Hybrid begonnen. Der im Turiner Werk Mirafiori angelaufene Prozess markiere einen entscheidenden Schritt in der Industrialisierung des komplett neu entwickelten Modells. Die Serienproduktion beginnt planmäßig im vierten Quartal 2025. 
 

 

Mit dem Hybrid zieht die Marke eine Zwischenlösung ein, weil sich speziell auch in Italien E-Fahrzeuge nicht so schnell durchsetzen wie erhofft. Die Regierung Meloni fährt in dem südeuropäischen Land einen rigiden Anti-Elektro-Kurs. Man bekräftige gleichzeitig seine Verbundenheit mit Italien, verbrämte der Hersteller jetzt den technischen Rückschritt. Dank seines elektrifizierten Antriebs würde der 500 Hybrid als "Fahrzeugmodell mit sozialer Relevanz den Übergang zu einer nachhaltigeren Mobilität" gewährleisten, heißt es. 

„Der neue Fiat 500 Hybrid bietet neben seinem ikonischen Design auch einen erschwinglichen Zugang zur Welt der elektrifizierten Fahrzeuge. Damit beweist Fiat erneut, dass soziale Relevanz im Mittelpunkt der Markenmission steht“, rechtfertigt auch Olivier François, CEO FIAT und Global CMO Stellantis.

Zudem kehre das Werk Mirafiori wieder zur Arbeitszeit mit zwei Schichten zurück, was auch die Produktivität des Werks steigern soll, das für den gesamten europäischen Markt produziert. Auch der Fiat Panda wird in Italien in Pomigliano gefertigt, der neue Grande Panda allerdings im Stellantis-Werk in Serbien. Tatsächlich ist das ikonische Stadtfahrzeugs schon jetzt einer der besten Botschafter des „Made in Italy“: Aktuell werden und 70 Prozent aller Fiat 500 exportiert. Für das Modell sind Design, Produktion und Innovation in Italien verwurzelt. Mit dem neuen Fiat 500 Hybrid schreibt FIAT eine neues Kapitel einer Geschichte, in der lokale Wurzeln auf eine globale Vision treffen.