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Zare: Die wichtigsten Infos zur Altreifen-Entsorgung

Wie läuft eine fachgerechte Altreifen-Entsorgung vonstatten, warum fallen dafür Kosten an und was passiert mit den abgefahrenen Reifen? Dies erklären die Experten der Initiative Zare (Zertifizierte Altreifenentsorger).

Altreifen bestehen aus einer Materialmischung aus Gummi, Stahl und Textil und sollten daher fachgerecht entsorgt werden. (Symbolbild: Pixabay)

Es wird wieder Frühling und damit Zeit für die Umbereifung, also: Winterreifen runter und Sommerreifen drauf montieren. Häufig verrechnen Werkstätten und Reifenhändler eine Entsorgungsgebühr für die zu entsorgenden Reifen.

Nach Angaben der Initiative Zare handelt es sich bei Altreifen um keinen gewöhnlichen Abfall. Denn sie bestehen aus einer komplexen Materialmischung aus Gummi, Stahl und Textil und verrotten nicht – daher ist eine fachgerechte Entsorgung erforderlich.

Nachhaltige Verwertung

Den Zare-Experten zufolge beträgt die Halbwertszeit rund 2.000 Jahre. Reifen müssen also gezielt in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden. Diesen Prozess können zertifizierte Entsorger übernehmen.

Laut der Initiative kann dadurch eine nachhaltige Verwertung gewährleistet werden. Dies wiederum sei mit Aufwand und Kosten verbunden - und diese könnten durch die Entsorgungsgebühr gedeckt werden.

Doch was passiert nach der Abgabe mit den alten Reifen? Zunächst werde jeder Reifen per Hand geprüft und sortiert. Anschließend soll er dann der bestmöglichen Verwertungsmethode zugeführt werden – je nachdem entweder der Wiederverwendung, Runderneuerung, stofflichen oder auch chemischen Verwertung.

Der Umwelt zuliebe

Es sollte darauf geachtet werden, dass die Reifen von zertifizierten Entsorgern entsorgt werden, um illegale Ablagerungen von Altreifen in der Natur oder unsachgemäße Entsorgungsmethoden, die die Umwelt belasten, auszuschließen.

Wendet man sich an zertifizierte Entsorger könne man sicherstellen, dass die Reifen fachgerecht verwertet werden und im Rohstoffkreislauf bleiben und zudem verhindern, dass Schadstoffe in die Umwelt gelangen oder wertvolle Materialien ungenutzt bleiben.

Warum Gebühren?

Die Entsorgungsgebühr sei, so die Initiative, grundsätzlich gerechtfertigt, da die Gebühr für zertifizierte Entsorgung eine nachhaltige sowie gesetzeskonforme Entsorgung gewährleiste. Werkstätten und Reifenhändler müssen für die Abholung und Verwertung der Reifen zahlen.

Die zertifizierte Entsorgung umfasst den Angaben nach Transport, Sortierung und die bestmögliche Wiederverwertung. Dieser aufwendige Prozess verursache Kosten. Zertifizierte Entsorger seien darüber hinaus verpflichtet, die Reifen nachhaltig in europäischen Verwertungsanlagen zu behandeln.

Die dortige Entsorgung sehe entsprechend höhere Umweltstandards vor und impliziere höhere Kosten als eine günstigere Entsorgung in außereuropäischen Drittländern, die häufig umweltschädlich und nicht nachhaltig sei.

Gemäß den Zare-Experten sollte man Altreifen nur an Werkstätten oder Händler abgeben, die mit zertifizierten Entsorgern zusammenarbeiten und sich danach erkundigen, wie die Entsorgung konkret organisiert ist. Mit einer nachhaltigen Entsorgung könne man aktiv zum Umweltschutz beitragen, unterstreicht die Initiative.

Die Initiative

Bei Zare handelt es sich um einen Zusammenschluss von aktuell 18 im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) organisierten Unternehmen, davon 17 zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe.

Ziel sei es, das Bewusstsein für fachgerechtes Reifenrecycling in Deutschland zu stärken und über die umweltgerechte Altreifenentsorgung zu informieren. Die Zare-Partner decken Deutschland und die Niederlande an derzeit 29 Standorten ab.