Keyou: Wasserstoffmotor für Muldenkipper
Den Grundstein für die Entwicklung von wasserstoffbetriebenen Bau- und Bergbaumaschinen legen möchte das auf Wasserstoffmotoren spezialisierte Unternehmen Keyou. Seit 2023 besteht eine Kooperation mit dem japanischen Unternehmen Komatsu.
Wasserstoffbetriebene Berg- und Baumaschinen
Dieses sei bei der World Hydrogen Technologies Conference in Tokyo im 2019 auf Keyou aufmerksam geworden. Im April 2023 erfolgte dann der Kick-off für ein gemeinsames Muldenkipper-Projekt, knapp ein Jahr später sei mit dem First Firing des Motors beim Keyou-Partner KST im pfälzischen Bad-Dürkheim der erste große Meilenstein gefolgt.
Im Januar 2025 starteten nun die Proof-of-Concept-Tests im Komatsu-Werk in Ibaraki – um die Entwicklung weiterer wasserstoffbetriebener Bau- und Bergbaumaschinen voranzutreiben, heißt es.
Off-Road-Anwendungen
Ziel des japanischen Konzern sei es, die CO2 Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 50 Prozent zu senken, 2050 wolle man komplett klimaneutral sein.
„Wir freuen uns sehr, dieses Projekt auf den Weg gebracht zu haben“, sagt Taisuke Kusaba, Senior Executive Officer (Jomu), Chief Technology Officer (CTO), President of Development Division bei Komatsu, und ergänzt: „Dies ist ein bedeutender Erfolg bei den Bemühungen von Komatsu, Klimaneutralität zu erreichen. In Zukunft werden wir diese Technologie als eine der wichtigsten Säulen unserer Initiativen zur Klimaneutralität weiterentwickeln."
Nach Aussage von Markus Schneider, COO und CTO bei Keyou, handelt es sich um das aktuell wichtigste Kundenprojekt im Bereich der Off-Road Nutzfahrzeuge. Es soll die Leistungsfähigkeit der Keyou-inside Technologie unter extremsten Bedingungen demonstrieren, so Schneider.
Muldenkipper im Praxistest
Zur Ausstattung des Muldenkippers zählt neben dem gemeinsam entwickelten Wasserstoffmotor ein 700-bar-Tanksystem von Argo-Anleg. Es ist auf einer Plattform neben der Fahrerkabine montiert und soll so die maximal mögliche Speicherkapazität von 87,6 Kilogramm erreichen.
Im Fokus der gestarteten Proof-of-Concept-Tests stünde zunächst die Evaluierung des Fahrverhaltens, der Dauerbetriebsstunden sowie der Kraftstoffeffizienz des Fahrzeugs.