Bitte bitte – baut (wieder) funktionierende Autos!
Aktuell haben wir eine volle Testwagengarage: Vom Citroen eC3 über den Alfa Romeo Junior und den Polestar 3 bis zum Porsche Macan. Das Bittere daran: Keines, wirklich KEINES dieser Autos verlässt den Hof, ohne softwaretechnisch gepatzt zu haben! Was die Pannenstatistik des ADAC leider widerlegt - wir hatten heuer schon zweimal das zweifelhafte Vergnügen.
Laden? Wir bei chinesischen Fabrikaten und Stellantis gern abgebrochen…
Beginnen wir beim Stellantis-Duo, das einmal mehr durch Ladeabbrüche von sich Reden machte. Wir hatten sowas auch beim elektrischen Peugeot 5008 schon mal und dachten damals, dass es wohl ein Einzelfall sei. Doch jetzt - an unterschiedlichsten Säulen unterschiedlichster Anbieter – verweigerten Alfa und Citroen nach einer Zeit die Stromaufnahme. Klar, kann man über die App sehen, aber wenn man sich zu einer Wanderung aufgemacht hat, kehrt man nicht nach einer Stunde wieder um…besonders ärgerlich auch: Wenn man spät abends nach Hause fährt, an einer freien DC nochmal schnell nachziehen will und dann startet der Ladevorgang, um danach sofort wieder abzubrechen…wenn man das dann viermal versucht hat, gibt man es auf und trödelt mit Restreichweite – UNENTSPANNT – zum nächsten DC-Lader, der im Voralpenland schon mal 40 Kilometer entfernt sein kann, sofern man nicht riesige Umwege nur zum Laden in Kauf nehmen möchte. Alles in allem so unerfreulich, dass unsere Testprobanden danach eher keine Lust mehr auf Elektromobilität hatten! Fazit: „Die beiden gibt’s ja auch als Hybrid, würde ich klar bevorzugen!“
Handy laden? Klappt bei vielen Volkswagen-Produkten eher nicht
Den Porsche konnten wir perfekt nah an einem niedrigen Bordstein parken – gerade so, dass die Felge nicht verkratzt wurde, der Reifen aber gut am Bordstein anlag. Was der Macan sofort als „Radwechsel erkannt“ interpretierte und seitdem den Luftdruck neu justiert haben möchte. Wie, verdammt nochmal, kommt er darauf?
VW-konzerntypisch ist darüber hinaus, dass die Handys auf den Ladematten eigentlich nie geladen werden können, da sie seltsamerweise immer falsch liegen. Und wenn man sie noch so vorsichtig drapiert. Es genügt die kleinste Kurve oder eine Mini-Querfuge und die Konzernprodukte melden, dass das Handy nicht geladen werden kann, da es nicht ordentlich in der Ablage liegt Weshalb wir bei VW-Konzernprodukten (außer Audi, wo man das mit einer Klammer jetzt intelligent gelöst hat) mittlerweile schon gar nicht mehr erwarten, dass das Handy lädt…
Einparkassistent? Geht bei BMW und Renault auch mal auf Tuchfühlung
Etwas dramatischer waren vor längerer Zeit die Einparkassistenten von Mitsubishi Colt (alias Renault Clio) und BMW iX, die die Autos bis zum Stoßfängerkontakt(!) auf die Hintermänner schoben! Gott sei Dank so langsam, dass nicht passierte, aber eben doch zu weit! Seitdem nutzen wir die Einparkassistenten NICHT mehr! Zu gefährlich…
Öffnen per Karte bei Polestar? Theoretisch ja, praktisch – nö!
Den Vogel komplett abgeschossen hat aber der Polestar 3, der einfach seine Schlüsselkarte „verlor“: Wir konnten ihn noch entriegeln und er hatte noch Strom, aber schon das Fenster schloss er nicht mehr. Ein Check im Menü ergab, dass das Auto mit keinerlei „Key“ hinterlegt war und Aufsperr-Apps nutzen wir bei den Testwagen grundsätzlich nicht – auch weil man die Autos dann wieder aus dem System entfernen muss... der Polestar tat das in vorauseilendem Gehorsam gleich selbst und bereinigte sich jeglicher Zugangsmöglichkeit. Sodass er mit dem Abschlepper auf dem Hof des nächsten Polestar-Services landete, natürlich Freitag Nacht in the middle of nowhere, wann sonst?
Was bedeutet das?
Wir sind einigermaßen frustriert, aber nicht überrascht, denn: Software ist immer nur so gut wie die Programmierer, die sie schreiben, und das sind (immer noch) Menschen. Und die machen Fehler. Das Problem ist nur, wenn Kleinigkeiten wie diese sich dann häufen und bei fast allen Marken mittlerweile Patzer auftreten – tendenziell eher mehr als weniger! Wir erinnern uns an die Tests der Auto Motor und Sport der 1980 und 1990er Jahre, wo es eine Rubrik gab: „Mängel am Testwagen“ – und da stand in 99,9% aller Fälle: „Keine“…nicht weniger dürfen Kundinnen und Kunden erwarten!