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Bremenports: Nutzer für Hafengrundstück gesucht

Am Überseehafen steht ab Januar 2026 eine Immobile mit direktem Wasserzugang zur Verfügung.

Die ab nächstem Jahr zur Verfügung stehende rund sieben Hektar große Fläche am Hafenstandort Bremerhaven liegt strategisch günstig am Südende der Columbusinsel mit Anbindung an die internationalen Seeverkehrswege, Binnenwasserstraßen und das Straßennetz. Foto: Bremenports

Die Bremenports GmbH & Co. KG startet im Auftrag der Freien Hansestadt Bremen eine Markterkundung für ein rund sieben Hektar großes Grundstück direkt im Überseehafengebiet Bremerhaven.

Für die Immobile würden sich insbesondere für hafenspezifische Gewerbebetriebe vielfältige Nutzungsmöglichkeiten eröffnen. Gerade die unmittelbare Wassernähe und die Anbindung an die internationalen Seeverkehrswege und Binnenschifffahrtsstraßen würden das Grundstück zu einem idealen Standort für zukunftsorientierte Hafenprojekte machen, so die Hafengesellschaft.

Das Ziel der Markterkundung sei es, das unternehmerische Interesse an einer langfristigen Nutzung dieser Fläche zu ermitteln. Dabei gehe es nicht um einen Wettbewerb oder eine direkte Vertragsvergabe, sondern um die Sammlung innovativer Konzepte, die den Hafenstandort nachhaltig stärkten. Diese Interessenbekundungen könnten dann als Grundlage für eine spätere Ausschreibung dienen.

Die Fläche, die gegenwärtig in erster Linie mit einem Logistikzentrum samt angrenzendem, kleineren Bürogebäude bebaut ist, liegt strategisch günstig am Südende der Columbusinsel direkt im Überseehafengebiet Bremerhaven.

Vier konkrete Nutzungsmöglichkeiten
Erste Überlegungen für eine Folgenutzung des Areals bestehen bereits. So wären möglich:

  • Ein Tanklager-Betrieb und damit eine mögliche Nutzung als spezialisiertes Tanklager für Wasserstoff und wasserstoffbasierte Derivate, inklusive wasserseitigem Umschlag
  • Ein Break-Bulk-Umschlag und die Errichtung eines Break-Bulk-Terminals für den Import und Export von Stückgütern über die Columbuskaje
  • Die Nutzung zur Unterstützung des bestehenden Kreuzfahrtterminals und zur Verbesserung der Anbindung an die Innenstadt
  • Offshore Operations & Maintenance und damit die Entwicklung eines Hubs für Offshore-Servicekonzepte mit regelmäßigem Schiffsanlauf

Es seien aber auch andere hafenspezifische Nutzungen denkbar, hieß es. Interessenten seien daher herzlich eingeladen, eigene Konzepte einzubringen.

Jährlich werden am Bremerhaven rund 65 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, darunter bis zu fünf Millionen Container, etwa 1,5 Millionen Automobile aber auch Frischwaren und Stückgut. Zudem werden am benachbarten Kreuzfahrterminal pro Jahr etwa 300.000 Passagiere abgefertigt.

Neben der direkten Wassernähe des zur Verfügung stehenden Grundstücks zeichnet sich der Standort durch eine Anbindung an internationale Seeverkehrswege, Binnenwasserstraßen und das Straßennetz aus. Bremenports-Geschäftsführer Robert Howe:

„Eine derartig große Fläche mit Anschluss an Kajenanlagen dürfte deutschlandweit nur sehr selten zur Verfügung stehen. Gerade auch deshalb haben wir uns für das Markterkundungsverfahren entschieden: Wir wollen insbesondere der hafenaffinen Wirtschaft die Möglichkeit geben, diesen einzigartigen Hafenstandort zukunftsweisend mitzugestalten!.“

Unternehmen, die Interesse an der Nutzung der Fläche hätten, seien daher ab sofort eingeladen, eine grobe Skizze ihres Nutzungskonzepts einzureichen.