LKW

Wien: Rohrmax digitalisiert Flottenmanagement mit Webfleet

Der Rohrreinigungs-Spezialist Rohrmax nutzt Webfleet für Echtzeit-Überblick, Verbrauchskontrolle und Wartungsplanung seiner 290 Fahrzeuge in ganz Österreich.

Fahrzeuge von RohrMax vor der Abfahrt zu Aufträgen – vom Transporter bis zum Spezial-Lkw für Kanalarbeiten. (Foro: Webfleet)

Rohrmax mit Sitz in Wien ist auf Rohrreinigung und Kanalsanierung spezialisiert. Gemäß eigenen Angaben beschäftigt das Unternehmen 500 Mitarbeiter und betreibt einen Fuhrpark von 290 Fahrzeugen. Dieser umfasst Fahrzeuge für Vertrieb und Verwaltung sowie große Nutzfahrzeuge für die Kanalreinigung. Die Einsätze erfolgen österreichweit von mehreren Standorten aus: Wien, St. Pölten, Eisenstadt, Graz, Kapfenberg, Villach, Linz, Steyr, Wels und Salzburg.

Einsatz von Webfleet

Für das Management der gesamten Fahrzeugflotte nutzt Rohrmax die Telematik- und Fuhrparklösung Webfleet. Ziel ist es laut einer gemeinsamen Pressemeldung beider Unternehmen, die Leistung und Kosteneffizienz der Fahrzeuge zu steigern und den Betrieb transparenter zu gestalten.

„Wir haben unseren gesamten Fuhrpark österreichweit im Echtzeit-Überblick. Alle Anforderungen, die für einen effizienten Fuhrparkbetrieb notwendig sind, werden erfüllt. Das bringt uns eine enorme Sicherheit bei der Einsatzplanung und zudem eine Zeit- sowie eine Kostenersparnis“, sagt Geschäftsführer Robert Bele.

Fahrzeug- und Verbrauchsdaten im Blick

Ein zentrales Element ist die Erfassung der Kilometerstände und Laufleistungen, insbesondere bei Leasingfahrzeugen. Damit will Rohrmax sicherstellen, dass vertraglich vereinbarte Kilometergrenzen nicht überschritten werden. Zusätzlich überwacht das Unternehmen den Treibstoffverbrauch, um das Fahrverhalten innerhalb einzelner Fahrzeuggruppen zu vergleichen. Es gebe Fahrer, die spritsparender fahren, und andere, die das nicht tun, so Bele. Mit der Erhebung vergleichbarer Daten änderten Letztere ihr Fahrverhalten und führen spritschonender.

„Das bringt nicht nur eine Kosten-, sondern auch eine CO2-Ersparnis mit sich“, erklärt der Geschäftsführer.

Dokumentation und Reklamationsbearbeitung

Die eingesetzte Lösung ermöglicht auch den Zugriff auf historische Fahrzeug- und Einsatzdaten. Diese Funktion nutzt Rohrmax insbesondere bei Kundenreklamationen. GPS-Auszüge belegen, wie lange ein Fahrzeug vor Ort im Einsatz war. Ohne diesen Nachweis habe das Unternehmen in der Vergangenheit in Einzelfällen aus Kulanz weniger verrechnet. Nun stehe eine rechtssichere Dokumentation zur Verfügung, die solche Diskussionen vermeide.

Optimierte Einsatzplanung

Für die Disposition der Fahrzeuge setzt Rohrmax auf die Live-Positionsbestimmung.

„Nur wenn man weiß, wo unsere Fahrzeuge gerade unterwegs sind, kann man die Einsätze effizient planen“, erläutert Bele.

Der Standort lasse sich jederzeit abrufen, ohne die Fahrer anrufen zu müssen. Dadurch könnten neue Aufträge direkt in die bestehende Tour integriert werden.

Wartungsmanagement in Echtzeit

Ein weiteres Anwendungsfeld ist die Wartungsüberwachung. Rohrmax nutzt die Möglichkeit, den Status von Wartungs- und Reparaturbedarfen online einzusehen. Laut Bele lassen sich so Fahrzeugausfälle vermeiden, die entstehen, wenn Schäden erst nach Meldung durch den Fahrer bearbeitet werden. Die Echtzeit-Anzeige ermögliche es, Werkstatttermine frühzeitig zu planen und Ausfälle im Tagesgeschäft zu minimieren.

Relevanz für die Branche

Die Praxis bei Rohrmax zeigt, wie digitale Flottenmanagementsysteme nicht nur die Planung und den Betrieb großer Fahrzeugflotten unterstützen, sondern auch rechtliche und wirtschaftliche Vorteile bringen können. Besonders für Unternehmen im Straßengüterverkehr mit hohem Einsatzgrad der Fahrzeuge bietet der kombinierte Einsatz von Echtzeitdaten, Verbrauchskontrolle und Wartungsmonitoring Potenzial für Effizienzsteigerungen und Kostenreduktion.