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Stromsteuer-Senkung: VDIK kritisiert Schlingerkurs der Regierung bei E-Mobilität

Verband warnt vor dem Einkassieren der versprochenen Stromsteuersenkung. Diese sei für die Verbraucher wichtiger als eine etwaige Prämie beim Kauf eines E-Autos.

Lange Leitung: Die Bundesregierung will die Absenkung der Stromsteuer nun doch nicht vollziehen. Dadurch droht ein Dämpfer für den ohnehin schwächelnden E-Hochlauf in Deutschland. | Foto: dpa/Carsten Koall

Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) hat sich erschüttert gezeigt über die Ankündigung der Bundesregierung, die geplante Senkung der Stromsteuer für Verbraucher aus dem Koalitionsvertrag nun doch nicht umsetzen zu wollen. Diese Entscheidung sei ein weiterer Hemmschuh für den Hochlauf der Elektromobilität.

„Die Senkung der Stromsteuer für Privatkunden ist im Koalitionsvertrag eindeutig zugesagt. Nun ist weder im Bundeshaushalt 2025 noch in der weiteren Finanzplanung mehr die Rede davon. Mit der plötzlichen Rücknahme der geplanten Senkung setzt die Bundesregierung den Schlingerkurs bei der Elektromobilität fort, den die Vorgängerregierung mit dem abrupten Ende der Umweltprämie 2023 eingeleitet hat“, so VDIK-Präsidentin Imelda Labbé.

 

In einer aktuellen Umfrage der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) erklärten 57 Prozent der Befragten, dass vergünstigte und einheitliche Strompreise wichtiger seien als eine Förderung beim Kaufpreis. Hier könnte zum Beispiel auch die Einführung einer Ladekarte mit Stromguthaben, wie sie aktuell diskutiert wird, zusätzlich eine deutliche Vereinheitlichung beim Laden an öffentlichen Ladepunkten bewirken, glaubt der Importeursverband.

„Die Stromkosten spielen beim E-Auto eine entscheidende Rolle. Deshalb muss der Strompreis mindestens auf das europäische Durchschnittsniveau abgesenkt werden. Die durchschnittlichen Energiekosten pro km dürfen nicht teurer sein als bei vergleichbaren Verbrennerfahrzeugen. Mit dem Rückzug der Bundesregierung entfällt einer der wichtigsten Impulse zum Umstieg auf klimaneutrale Elektrofahrzeuge“, so Labbé weiter.