Wassertourismus in MV: Neue Studie zeigt wirtschaftliche Bedeutung und Zukunftspotenzial
Der Wassertourismus in Mecklenburg-Vorpommern erwirtschaftet jährlich rund eine Milliarde Euro Umsatz und beschäftigt über 19.000 Menschen. Das geht aus der neuen Studie „Wirtschaftliche Effekte im Wassertourismus in Mecklenburg-Vorpommern“ hervor, die vom Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit beauftragt und am 19. Juni 2025 in Schwerin vorgestellt wurde.
Die Untersuchung erfasst etwa 1.200 Unternehmen mit insgesamt rund 1.650 Anlaufpunkten, darunter Sportboothäfen, Anbieter im Boots- und Kanutourismus sowie Fahrgastschifffahrt. In den vergangenen 15 Jahren haben sich die Umsätze in diesem Bereich etwa verdoppelt, auch die Beschäftigtenzahlen sind deutlich gestiegen.
Investitionen in maritime Infrastruktur
Seit 1990 hat das Land Mecklenburg-Vorpommern rund 575 Millionen Euro an Fördermitteln in den Ausbau der wassertouristischen Infrastruktur investiert. Zu den unterstützten Projekten zählen unter anderem der Wasserwanderrastplatz Sellin, die Modernisierung des Stadthafens Waren (Müritz), die Seebrücke in Koserow sowie das Usedomer See-Zentrum.
Die Fördermaßnahmen zielten darauf ab, Häfen, Wasserwanderrastplätze, Promenaden und weitere Einrichtungen für den Wassertourismus zu modernisieren und auszubauen.
Zukünftige Herausforderungen und Entwicklungen
Die Studie benennt auch zentrale Herausforderungen für die Weiterentwicklung des Wassertourismus in der Region. Dazu zählen insbesondere der Bedarf an modernen und nachhaltigen Angeboten sowie die Integration digitaler Serviceleistungen. Themen wie Elektromobilität auf dem Wasser rücken dabei zunehmend in den Fokus.
Länderübergreifende Zusammenarbeit im Binnenwasserrevier
Ein weiterer Aspekt der zukünftigen Ausrichtung ist die überregionale Kooperation. Im Rahmen der Initiative „Deutschlands Seenland“ arbeitet Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit Berlin und Brandenburg daran, das größte zusammenhängende europäische Binnenwasserrevier besser zu vernetzen. Das Gebiet umfasst über 60.000 Kilometer Fließgewässer und mehr als 5.000 Seen.
Ziel der Initiative ist es, das touristische Potenzial über Landesgrenzen hinweg zu erschließen – mit Angeboten, die vom Tagesausflug per Fahrgastschiff über sportliche Aktivitäten wie Stand-Up-Paddling bis hin zu mehrwöchigen Hausbootreisen reichen.
Studie online verfügbar
Die vollständige Studie ist auf der Website des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern abrufbar.