PKW

Citroën Ami: Facelift ab 6. Mai 2025 bestellbar

Citroën nutzte die C5-Aircross-Präsentation in Paris, um auch den „neuen“ Ami zu präsentieren. Der weiter ab 7.990 Euro startet und sich mit der Zusatzversion „Buggy“ aber stark am Fiat Topolino orientiert.

Der Ami kommt künftig auch als Buggy mit Stahlbügeln statt Türen. | Foto: Citroën

Bei Stellantis „lernt“ man voneinander: Der zumindest optisch durchschlagende Erfolg des Fiat Topolino animierte die Franzosen, ihren Ami „anzupassen“: weg von der gar so kalt-grauen Super-praktisch-Optik hin zum 2CV-Zitat mit frech freistehenden Scheinwerfern. Und es gibt eine offene Buggy-Version mit größerem Schiebedach und Metallbügeln statt Türen.

Der "neue" Ami zitiert den 2CV

Aber im Gegensatz zu Fiat verwendet Citroën nach wie vor baugliche Front- und Heckteile und die Riffelung vorn, welche die Kühlschlitze der 2CV-Ur-Ente zitiert, wandert beim Ami auf der anderen Seite gespiegelt ans Heck…

Antriebstechnisch blieb (leider) alles unverändert: Der 2,41 Meter kurze Minimalist kommt mit einer Akku-Ladung bis zu 75 Kilometer weit und wird aufgrund seiner Zulassungskategorie weiter bei 45 km/h eingebremst, die er übrigens auch bergauf locker durchzieht: Würde man die Gesetze hier ändern und wenigstens 60 km/h zulassen, wäre das über Land eine große Hilfe.

Mehrere Varianten für mehrere Einsätze

Der 5,4-kWh-Akku kann nach wie vor nur an einer 220-Volt-Steckdose geladen werden, was rund vier Stunden dauert. Auch am Rohbau mit teils etwas wild verschweißtem Dach änderte man nichts, wie wir beim ersten Probesitzen im Buggy in Paris erkennen durften. Der tritt dafür viel farbiger auf und es gibt künftig vier Varianten: Neben dem Basis-Zweisitzer kommt das Cargo-Kit für einen größeren „Kofferraum“ und ein „Ami for All“ soll Menschen mit eingeschränkter Mobilität mehr Unabhängigkeit bieten. So weit, so rational: Dazu kommt eben der Ami Buggy als „trendige, freizeitorientierte Version“. Der Ami Buggy kommt mit schwarzen Metallbügeln statt Türen. Optional gibt es aber Türabdeckungen, die mit einem Reißverschluss angebracht werden können, um auch den Buggy allwettertauglich zu machen. Und im Dach gibt es wie bei Fiat eine großes Stoffteil, mit dem sich dieses weit öffnen lässt.

Bei den Preisen hielt man Maß: Der Ami startet ab 7.990 Euro in der Basis bestellbar. Das Ami-Farbpaket, das in grün, rot oder weiß kommt und minty, spicy und icy heißt, kostet 400 Euro Aufpreis. Eine bessere Marge dürfte der Buggy bringen, der ab 9.590 Euro startet, als „Palmeira“ geht es erst bei 9.990 Euro los. Diese Variante trägt dann gelbe Akzente und es gibt farbige Ablageboxen im Innenraum, farbige Fußmatten und ein Netz für die Mitteltrennwand.

Auch wenn der Ami in Deutschland noch selten ist: Insgesamt konnte Citroën bereits 75.000 Einheiten des in Marokko gebauten Winzlings absetzen, was für diese Fahrzeugklasse beachtlich ist.

Was bedeutet das?

Der Ami macht es dem Topolino nach und spielt die Charmekarte: Während der Fiat klar den Ur-500 respektive 600 zitiert, orientiert sich der Ami jetzt mit seinen stehenden Scheinwerfern klar an der „Ente“ 2CV, die er gekonnt und dezent zitiert. Ansonsten blieb alles beim Alten – eine Idee mehr Fahrkomfort und Qualität wäre nett gewesen, aber das kommt vielleicht mit dem nächsten Facelift.