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MAN: Auftragseingang steigt um 50 %

Umsatz, Absatz und Gewinn waren im ersten Quartal 2025 aber noch rückläufig.

Bei E-Bussen rechnet MAN mit steigenden Absatzzahlen. (Foto: MAN Truck & Bus)

Licht am Horizont bei MAN? Nach einem schwachen Jahr 2024 und einem ebenso schwachen ersten Quartal 2025 lässt eine Zahl aufhorchen: Der Auftragseingang des Münchner Nfz-Konzerns stiegt gegenüber dem Vorjahresquartal um satte 49,76 % von 18.682 auf 27.978 Einheiten.

Finanzvorständin Inka Koljonen: „Der positive Trend im Auftragseingang verfestigt sich. Er lag um 50 % über dem Vergleichsquartal des Vorjahres und ist nun erstmalig auf einem Niveau, was zuletzt Ende 2022 beziehungswiese Anfang 2023 erreicht wurde. Wir sind vorsichtig optimistisch, dass sich der leicht positive Trend beim Wachstum im Verlauf des Jahres verstetigen kann. Darum bereiten wir auch den Ausstieg aus der Kurzarbeit an den deutschen Standorten vor.“

Aktuelle Zahlen noch rückläufig

Auf die aktuellen Zahlen schlägt sich dieser Trend noch nicht nieder. Im ersten Quartal lag der Absatz mit 20.600 Einheiten 14 % unter dem Vorjahresniveau, was vor allem auf reduzierte Auslieferungen von Lkw und Bussen in die Region EU27+3 zurückzuführen ist. Vor allem bei den Trucks gab es mit einem Rückgang von 15.188 auf 12.036 Fahrzeugen eine erhebliche Einbuße von 20,75 %. Besser schlugen sich der Bus- (–7,81 %, 1.381 Einheiten) und vor allem der Vanbereich (–2,02 %, 7.196).

Infolgedessen lag auch der Konzernumsatz mit 3,1 Milliarden Euro um 11,86 % unter dem Vorjahresniveau. Das bereinigte Operative Ergebnis fiel mit 143 Millionen Euro vor allem aufgrund des geringeren Absatzes und höherer Faktorkosten deutlich unter den Vorjahreswert 278 Millionen Euro), ein erhebliches Minus von 48,56 %. Die bereinigte Operative Umsatzrendite erreichte entsprechend 4,6 % und lag damit um 3,3 Prozentpunkte niedriger als im Vergleichszeitraum.

178 % mehr E-Fahrzeuge

Allerdings gewinnt mit dem Marktstart des MAN eTrucks das Thema Elektromobilität weiter an Schwung. 380 abgesetzte Busse und Trucks in den ersten drei Monaten bedeuten ein Plus von 178 % im Vergleich zum ersten Quartal 2024. Hier beflügelt vor allem die weiterhin starke Nachfrage nach elektrischen Stadtbussen. Zudem hat MAN einen großen Teil der Vorserie des eTrucks an seine Kunden im ersten Quartal ausgeliefert. Dessen Serienstart am Produktionsstandort in München ist für Juni geplant. Um den entsprechend schnell steigenden Bedarf nach Batterien zu decken, startete MAN zudem im April in Nürnberg seine eigene Batterieserienfertigung für E-Lkw und E-Busse – in die in Summe rund 250 Millionen Euro investiert werden.