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LeasingMarkt.de-Umfrage: Mehrheit für Förderung für E-Auto-Leasing

Jeder Zweite in Deutschland fordert Zuschüsse auf Elektro-Leasingfahrzeuge. Die  Zustimmung ist aber in anderen EU-Ländern deutlich höher. Leasing ist entscheidend für die Elektrowende, auch als Türöffner.

Mehr Unterstützung wünscht sich jeder Zweite beim Thema E-Leasing. | Foto: Mehr Germany

Der Wegfall des Umweltbonus hat auch im Leasing dafür gesorgt, dass sich immer weniger Personen für ein E-Auto entscheiden. Um den Umstieg auf die Stromer wieder attraktiver zu machen, fordert mit 49 Prozent jeder zweite Deutsche daher von der Politik einen neuen Bonus oder einen vergleichbaren Zuschuss beim Leasen von E-Autos. Das geht aus einer aktuellen, repräsentativen Umfrage von LeasingMarkt.de unter insgesamt 6.100 Teilnehmern in sechs EU-Staaten hervor. Demnach sind die Forderungen nach Prämien für geleaste E-Autos in anderen Ländern noch deutlich lauter – allen voran in Frankreich und Italien. Mit Blick auf Deutschland zeigt die Umfrage, dass es in erster Linie die Jüngeren sind, die den Leasing-Bonus für E-Autos von der Politik einfordern. 

Nur ein Viertel gegen einen Bonus

Nur 25 Prozent sprechen sich gegen den Leasing-Bonus aus. Die höchsten Zustimmungswerte erhält der Vorschlag von Befragten im Alter zwischen 25 und 34 Jahren: 58 Prozent in dieser Generation unterstützen den Regierungs-Rabatt auf die Elektro-Leasingrate. Aber auch in den Kohorten der 18- bis 24- und der 35- bis 44-Jährigen sind es 55 Prozent, die die Stromer auf diese Weise attraktiver machen wollen. Erst in der Generation 55-Plus fällt die Zustimmung zu dem Vorschlag deutlich ab: Nur noch jeder Dritte (36 Prozent) hebt den Daumen, wenn es um Steuergeld für elektrische Leasingfahrzeuge geht. 

Mobilitätswende beginnt auf dem Leasingmarkt 

Der Umweltbonus wurde bis zu seinem abrupten Ende auch für Leasingfahrzeuge ausgezahlt. Und sein Wegfall im Dezember 2023 blieb laut einer Analyse von LeasingMarkt.de keinesfalls folgenlos. So sank der Marktanteil geleaster Elektroautos im vergangenen Jahr um 5 Prozent auf nur noch 24 Prozent. 

„Der Rückgang dürfte im Wesentlichen auf das Konto des gestrichenen Umweltbonus gehen“, sagt Martin Teichmann. Für den Geschäftsführer von LeasingMarkt.de steht fest, dass auch zukünftige Prämien Leasingfahrzeuge miteinschließen müssen. „Wenn es um die Transformation zur Elektromobilität geht, spielt das Leasinggeschäft eine herausragende Rolle“, sagt Teichmann.

Leasing als risikofreier Elektro-Einstieg

So belaufe sich der Anteil von Leasingfahrzeugen bei zugelassenen Neuwagen in Deutschland auf gut 45 Prozent. „Alle Maßnahmen, die hierzulande für eine größere Akzeptanz von E-Autos sorgen sollen, müssen das Thema Leasing daher notwendigerweise berücksichtigen", meint Teichmann weiter. Gerade für Kunden, die erstmals mit dem Gedanken spielen, von einem Diesel oder Benziner auf einen Stromer umzusteigen, ist Leasing oft die Methode der Wahl. 

„Ohne großes Investitionsrisiko können die Interessierten etwa im Rahmen eines zweijährigen Leasingvertrags bequem austesten, ob ein E-Auto ihren persönlichen Bedürfnissen und Erfordernissen tatsächlich entspricht.“ 

Italien, Frankreich & Co.: Hohe Akzeptanz für Leasing-Bonus 

Die Vorteile des Leasings für die Akzeptanz der Stromer hat man offenbar auch in anderen EU-Ländern erkannt. Vor allem in Italien fordert eine breite Mehrheit entsprechende Regierungs-Rabatte: 59 Prozent wollen auf diese Weise die Stimmung für die Elektrischen verbessern. In Frankreich sind es nicht viel weniger: 57 Prozent der Bevölkerung verlangen eine Prämie für geleaste Stromer. Es folgen Belgien und die Niederlande, wo 52 Prozent im Lager der Zuschuss-Befürworter stehen. Zwar ist die Begeisterung für die Stromer-Subventionen in Österreich nicht ganz so groß wie in den europäischen Nachbarländern, doch mit 47 Prozent findet die Maßnahme auch in der Alpenrepublik eine klare Mehrheit.