Knorr-Bremse mit guten Zahlen
Knorr-Bremse hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 2024 gute Ergebnisse erzielt: Zwar sank der Konzernumsatz des Weltmarktführers für Bremssysteme vor allem aufgrund der deutlichen Abschwächung im Truck-Markt und diverser Unternehmensverkäufe leicht auf 7,88 Mrd. Euro (Vorjahr: 7,92 Mrd. Euro). Ohne den Einfluss der 2024 getätigten Unternehmenszu- und -verkäufe und ohne Währungseffekte stieg der Umsatz sogar um 0,7 %.
Die operative EBIT-Marge aber erhöhte sich deutlich auf 12,3 % (Vorjahr: 11,3 %), das operative EBIT stieg auf 966 Mio. Euro (Vorjahr: 893 Mio. Euro). Beim Free Cashflow erreichte Knorr-Bremse mit 730 Mio. Euro operativ betrachtet, d.h. ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten aus Sale-and-Lease-Back im Jahr 2019, ein neues Rekordhoch in der Unternehmensgeschichte (Vorjahr: 552 Mio. Euro).
Auftragseingang und -bestand weiterhin auf hohem Niveau
Die Kundennachfrage, speziell im Rail-Bereich, blieb auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hoch. Der Auftragseingang lag mit 8,19 Mio. Euro (Vorjahr: 8,25 Mrd. Euro) fast auf Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand erreichte mit einem Anstieg um 1,4 % gegenüber dem Vorjahr mit 7,18 Mrd. Euro ein neues Allzeithoch (Vorjahr: 7,08 Mrd. Euro).
Die Divisions-Ergebnisse
Division Systeme für Schienenfahrzeuge (RVS)
- Der Auftragseingang stieg signifikant auf 4,44 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,04 Mrd. Euro)
- Das operative EBIT verbesserte sich deutlich um 18 % auf 630 Mio. Euro (Vorjahr: 536 Mio. Euro)
- Die operative EBIT-Marge stieg auf 15,6 % (Vorjahr: 14,3 %)
- Der Auftragsbestand erhöhte sich auf 5,35 Mrd. Euro (31.12.2023: 5.13 Mrd. Euro)
- Der Umsatz erreichte mit 4,04 Mrd. Euro erstmals ein Rekordniveau von mehr als 4 Mrd. Euro (Vorjahr: 3,75 Mrd. Euro)
Division Systeme für Nutzfahrzeuge (CVS)
- Der Auftragseingang belief sich auf 3,75 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,21 Mrd. Euro)
- Die operative EBIT-Marge konnte gegen den Markttrend auf 10,4 % verbessert werden (Vorjahr: 10,0 %)
- Der Auftragsbestand lag zum 31.12.2024 bei 1,83 Mrd. EUR (31.12.2023: 1,95 Mrd. Euro)
- Der Umsatz blieb mit 3,84 Mrd. Euro marktbedingt hinter dem Geschäftsjahr 2023 zurück (Vorjahr: 4,18 Mrd. Euro)
- Das operative EBIT verzeichnete nur einen leichten Rückgang um knapp 4 % auf 401 Mio. Euro (Vorjahr: 417 Mio. Euro)
Vorstandsvorsitzender Marc Llistosella: „Unsere Truck-Division, die derzeit mit einer weltweit schwierigen Marktlage zu kämpfen hat, erwirtschaftete dennoch eine zweistellige Rendite, das ist sehr stark. Unsere Rail-Division ist Innovationstreiber und Gestalter im Bahnsektor und konnte entsprechend das Ergebnis auf einen historischen Rekordstand deutlich steigern. Knorr-Bremse steht operativ sehr gut da.“
Portfoliobereinigung im Plan
Vier Veräußerungen hat Knorr-Bremse seit Anfang 2024 abgeschlossen: aus dem Bereich RVS Kiepe Electric und aus dem CVS-Bereich Safety Direct, GT Emission Systems sowie R.H. Sheppard. Damit konnten bereits über 60 % des bis 2026 zum Verkauf angestrebten Umsatzvolumens verkauft werden.
Durch die im September erworbene KB Signaling eröffnet sich Knorr-Bremse neue Marktchancen in Nordamerika. Mit dem erfolgreichen Einstieg in das attraktive und margenstarke Geschäft mit Signaltechnologien im Rail-Bereich (CCS, Control, Command and Signaling) kann Knorr-Bremse die eigene Wertschöpfung vorantreiben und mit neuen und digitalen Lösungen nachhaltiges Wachstum generieren.
Ausblick für 2025
Unter der Annahme stabiler Wechselkurse und im Wesentlichen stabiler geopolitischer und makroökonomischer Bedingungen erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz zwischen 8,10 und 8,40 Mrd. Euro, eine operative EBIT-Marge von 12,5 % bis 13,5 % sowie einen Free Cashflow zwischen 700 und 800 Mio. Euro.
Um auch nach 2026 strategisch gut aufgestellt zu sein und weiterhin langfristig profitabel zu wachsen, können sich in 2025 Restrukturierungskosten in Höhe von bis zu 50 Mio. Euro ergeben, u.a. zur Optimierung des globalen Produktionsfootprints.