Kravag: Aktuelle News und Newsüberblick zum Versicherer für die Speditions- und Logistikbranche
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Dieser Artikel besteht aus folgenden KRAVAG News:
- Kravag Truck Parking: Mansio startet Pilotprojekt (08.10.2024)
- Netzwerk der Logistik 2024: Branchentreff in Potsdam (01.10.2024)
- Diebstahl: Kravag warnt vor Phantomfrachtführern (03.06.2024)
- Fraunhofer IML: „Digitales Testfeld Air Cargo“ (14.05.2024)
- VSL: Kravag Truck Parking hat sich angeschlossen (09.04.2024)
- BFS: Kooperation mit Kravag Truck Parking (21.11.2023)
- Fahrermangel: Wenn Anton nicht darf (11.10.2022)
- Ukraine-Hilfe: Kostenloser Unfallschutz der Kravag (29.03.2022)
- Forschung: KI-gestützte Parkplatzsuche für Lkw (26.01.2022)
- Kravag: Digitale Produkte und unbürokratische Hilfe (25.06.2020)
- Sicher und sauber: Sanitärcontainer für Trucker (05.06.2020)
- Kravag: Weiter auf Wachstumskurs (28.06.2019)
- Lkw-Abbiegeassistenten: Systeme förderfähig (13.06.2019)
- Schwerverkehr absichern (03.05.2019)
- Parkplätze schneller finden (30.04.2019)
- Spezialversicherer: Kravag legt weiter zu (29.06.2017)
- Planenschlitzer: Kravag empfiehlt Alarmsysteme und Spezial-Planen (14.02.2017)
- Hamburg: Kravag auf dem Hafengeburtstag (09.05.2016)
- ADSp 2016: Kravag bietet erweiterten Versicherungsschutz (11.02.2016)
- Transport Logistic: Kravag sichert MiLoG-Risiken ab (04.05.2015)
- Imagekampagne: Nachwuchswerbung per Internet (19.12.2013)
- Aktueller Rechtstipp: Reform des Seehandelsrechts (13.06.2012)
- Kampagne für Fahrer-Assistenz-Systeme in Lkw (28.05.2008)
Zu KRAVAG:
Die KRAVAG-Versicherungen mit Sitz in Hamburg sind auf Kfz- und Transportversicherungen spezialisiert und gehören zur R+V Versicherungsgruppe. Sie bieten sowohl für Firmenkunden – beispielsweise mit Flotten- und Logistikversicherungen – als auch für Privatkunden mit Kfz-Haftpflicht-, Kasko- und Schutzbriefversicherungen passende Lösungen an. Im Jahr 2023 erzielte KRAVAG-LOGISTIC Beitragseinnahmen von 1,03 Milliarden Euro, während KRAVAG-ALLGEMEINE 663,7 Millionen Euro verbuchte. Die Anzahl der Versicherungsverträge lag bei 1,39 Millionen für LOGISTIC und 3,44 Millionen für ALLGEMEINE. Zudem verwaltet KRAVAG Kapitalanlagen in Höhe von 1,45 Milliarden Euro (LOGISTIC) und 627,6 Millionen Euro (ALLGEMEINE). Eigene Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen nicht, sondern nutzt die Ressourcen der R+V Versicherung, die 2023 rund 17.219 Mitarbeiter beschäftigte und einen Umsatz von 12,3 Milliarden Euro erzielte.
Kravag Truck Parking: Mansio startet Pilotprojekt für Trailertausch
News vom 08.10.2024 von Daniela Sawary-Kohnen
Der Versicherer und der Software-Dienstleister kooperieren beim Lkw-Parkplatz-Sharing und wollen die Parkplätze von Kravag Truck Parking auch für Mansio-Begegnungsverkehre und Trailer-Wechsel nutzen.
Künftig soll der Service von Kravag Truck Parking, über den sich sichere Lkw-Parkplätze in ganz Deutschland buchen lassen, auch für die Begegnungsverkehre von Mansio nutzbar sein, hieß es von beiden Unternehmen. Die Pilotphase werde zum 1. November 2024 und der Regelbetrieb solle dann im ersten Quartal 2025 anlaufen.
Beim Kravag Truck Parking stellen Transportunternehmen an über 90 Standorten anderen Transporteuren Parkraum zur Verfügung. Im Rahmen eines Pilotprojekts kann der Software-Dienstleister ab sofort auf einem Teil dieser Flächen Begegnungsverkehre abwickeln. Thorsten Gutmann, bei Kravag Truck Parking verantwortlich für das Business Development:
„Gut die Hälfte der bei uns vertretenen Anbieter hat spontan zugesagt, das auf ihren Parkplätzen Trailer gewechselt werden dürfen.“
Slots für bis zu 60 Minuten buchbar
Das Konzept sehe vor, dass die Teilnehmer an den Begegnungsverkehren künftig zwei nebeneinander gelegene Parkplätze für 30 bis 60 Minuten zu einem festgelegten Einheitspreis buchen könnten. Damit hätten die Fahrer ausreichend Zeit, ihre Sattelauflieger zu tauschen und gleichzeitig eine Pause einzulegen. Bei der Planung gingen Disponenten und Fahrer kein Risiko ein, hieß es. Bereits getätigte Reservierungen seien bis zu fünf Minuten vor dem Beginn des Slots kostenfrei stornierbar. Mansio-Geschäftsführer Maik Schürmeyer:
„Nach der Pilotphase soll die Buchung über eine technische Schnittstelle direkt im MANSIO-System möglich sein.“
Erste Testläufe hätten gezeigt, dass die Parkflächen im Ranking weit oben stünden. Denn der Algorithmus sei so programmiert, dass Leer- und Umwegkilometer minimiert würden. Die Speditionsflächen des Versicherers entsprächen genau den Kriterien, seien verkehrsgünstig gelegen und hätten häufig einen direkten Autobahnanschluss.
Die Konzepte beider Unternehmen ergänzen sich aus Sicht von Schürmeyer und Gutmann, da beide Akteure in Speditionsnetzwerken denken und nach der gleichen Philosophie handeln. Bei Mansio arbeiteten die Transporteure Hand in Hand und teilten sich die Wegstrecken im Fernverkehr auf. Bei Kravag Truck Parking stellten Transporteure anderen Unternehmen aus der Branche Parkflächen zur Verfügung. Schürmeyer:
„Die Zusammenarbeit ist so angelegt, dass ein Wachstum in beide Richtungen möglich ist.“
Trusted Community
Bei den privaten Anbietern der Parkflächen handele es sich um eine „Trusted Community“. Gutmann nennt die Kriterien:
„Wir arbeiten nur mit Unternehmen, die bei uns registriert sind und ihren Firmensitz in Deutschland haben. Die Anbieter punkten unter anderem mit der Ausstattung vor Ort. Viele Parkplätze verfügen neben großen Parkflächen über weitere Infrastruktur wie Wasch- oder Duschräume, die genutzt werden können.“
Mit der Qualität, Sicherheit und verlässlichen Reservierung von Parkplätzen steige das Vertrauen in die Begegnungsverkehre. Deshalb konzentriere man sich bei der Suche nach Partnern auf diese Merkmale, die Kravag Truck Parking erfüllten, hieß es bei Mansio.
Beide Unternehmen wollen den Lkw-Parkplatzmangel reduzieren, der eine der großen Herausforderungen für Disponenten und Trucker ist. In Deutschland fehlen bis zu 40.000 Lkw-Parkplätze. Das führt dazu, dass Fahrer im Fernverkehr täglich bis zu 60 Minuten mit der Parkplatzsuche beschäftigt sind.
Netzwerk der Logistik 2024: Die Branche traf sich in Potsdam
News vom 01.10.2024 von Nadine Bradl
Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. hat gemeinsam mit der Kravag und der SVG das diesjährige Netzwerk der Logistik in Potsdam veranstaltet. Der Branchendialog fand dieses Jahr zum dritten Mal statt - auch Verkehrsminister Wissing kam.
BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt:
„Aus Sicht des mittelständischen Transportgewerbes ist das Netzwerk der Logistik eine besonders wichtige Veranstaltung, da wir hier den direkten Austausch zwischen Unternehmerschaft, Verbänden und Politik etabliert haben.“
Die Bedeutung der Veranstaltung wurde insbesondere durch den Besuch von Verkehrsminister Dr. Volker Wissing bestätigt: In seinem Grußwort und dem anschließenden Dialog mit den BGL-Unternehmern ging er nicht nur auf die zentralen Belange der Branche ein, sondern lobte zugleich auch die engagierte Arbeit des BGL und bedankte sich explizit für die konstruktive Zusammenarbeit bei BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt.
Die gemeinsame Netzwerkveranstaltung von BGL, Kravag und SVG ist Ausdruck des besonderen Zusammenhalts der drei Partner, was von allen Beteiligten entsprechend gewürdigt wurde.
Dr. Klaus Endres, Vorstandsvorsitzender der Kravag Logistic Versicherungs AG: „Das 3. Netzwerk der Logistik hat erneut gezeigt, wie wichtig der persönliche Austausch und das Netzwerken in unserer Branche sind. Der gelungene Auftakt am Donnerstagabend bot eine ideale Gelegenheit, alte Verbindungen zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen. Die spannenden Diskussionen am Freitagmorgen, insbesondere zu den Themen E-Learning und Künstliche Intelligenz in der Logistik, unterstreichen die Bedeutung von Innovation und gemeinsamer Weiterentwicklung für die Zukunft unserer Branche.“
Genau um diese Weiterentwicklung ging es bei vielen Vorträgen, Diskussionen und Dialogen. Das Netzwerk der Logistik stand unter dem Motto „Zukunft braucht Bewegung“ und genau das haben alle Beteiligten Unternehmen und Gäste verkörpert. Die Branche bewegt sich, macht sich Gedanken über Zukunftsthemen und spricht diese offen an.
Marcel Frings, Geschäftsführender Vorstand SVG Bundes-Zentralgenossenschaft Straßenverkehr eG: „Das Netzwerk der Logistik 2024 hat mit praxisnahen Ansätzen zur Digitalisierung und einem Fokus auf KI sowie mit innovativer digitaler Weiterentwicklung für die Qualifikation von Berufskraftfahrern entscheidende Impulse für die Zukunft der Branche gesetzt.“
Imagekampagnen
Dass die Branche trotz der politisch-wirtschaftlich herausfordernden Zeiten so positiv und gestärkt auftritt, liege auch an der vom BGL gestarteten Imagekampagne #ichfahrfürdich, die sich aus der Mautkampagne #mauteverest weiterentwickelt hat. Von allen Seiten gab es große Unterstützung und viel positives Feedback der Transportunternehmen.
Davon berichtete unter anderem Michael Lange, Unternehmer und Vorstand des Landesverbandes des Berliner und Brandenburger Verkehrsgewerbes e.V. (LBBV): „Meine Fahrer sind von dem positiven Feedback auf unseren #ichfahfürdich-Auflieger völlig überwältigt und erfahren seit langem wieder mehr Wertschätzung für Ihre Leistung. Mit der Kampagne bzw. dem neuen Auflieger sind wir endlich sichtbar geworden und das macht mich stolz.“
Zu Beginn der zweitägigen Veranstaltung tagte der BGL-Aufsichtsrat unter Vorsitz von Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt. In der anschließenden BGL-Mitgliederversammlung wurden der Aufsichtsrat sowie sämtliche Gremien und Kommissionen einstimmig wiedergewählt.
Ladungsdiebstahl: Kravag warnt vor Phantomfrachtführern
News vom 03.06.2024 von Anna Barbara Brüggmann
Nach Angaben der Kravag-Experten kommt es zu immer mehr Betrugsfällen, bei denen Kriminelle unter falscher Identität direkt bei den Unternehmen vorfahren und Ladungsdiebstahl begehen.
Dem R+V-Tochterunternehmen Kravag zufolge hat seit einem Jahr die Zahl der Betrugsfälle durch sogenannte Phantomfrachtführer massiv zugenommen. Schadenfälle in Millionenhöhe seien dabei keine Ausnahme.
"Bei dieser Masche fahren die Kriminellen direkt bei einem Unternehmen vor, lassen sich den Lkw vollladen und verschwinden dann mit der Ware auf Nimmerwiedersehen", so Kravag-Jurist Alexander Gsell.
Er verweist auf die Angaben von Havariekommissaren, die die Kravag bei den Ermittlungen zu Lkw-Ladungsdiebstählen unterstützen.
Doch wie werde bei solchen Diebstählen vorgegangen? Laut Kravag würden sich dabei die Betrüger gezielt auf zum Beispiel in Online-Frachtbörsen angebotene Aufträge bewerben.
Unter falscher Identität
"Um ihre Identität zu verschleiern, verwenden sie meist den Namen einer anerkannten Spedition", so Gsell.
Dabei handle es sich um Identitätsdiebstahl. Die Kriminellen würden Teile der E-Mail-Adresse des renommierten Unternehmens verändern. Zudem würden fehlende Dokumente wie die Versicherungsbestätigung gefälscht.
Der Aufwand für die Diebesbanden ist dabei laut Gsell sehr gering. Sie müssten dann nur noch einen Auftrag ergattern und die Ware mit dem Lkw abholen.
Verlust in Millionenhöhe
Besonders beliebt seien dabei Metall-Transporte. "Kupfer ist begehrt wie Gold", sagt Gsell. Zwar werde in den Online-Frachtbörsen nicht angegeben, welche Ware transportiert werden soll, aber die Kriminellen könnten sich dies oftmals über die angezeigten Routen erschließen.
"Die Kriminellen wissen genau, wo Kupfer hergestellt wird - und wohin es üblicherweise geliefert wird", warnt der Kravag-Jurist.
Oft gehe es dabei nicht um eine Ladung, sondern um mehrere Lkw, sodass ein Verlust in Millionenhöhe entstehen könnte. Doch neben Metallen wie Kupfer und Messing seien auch andere Produkte begehrt.
"Es gibt Tätergruppen, die sich auf Elektronik spezialisiert haben, andere haben es vor allem auf Lebensmittel abgesehen", betont Gsell. "Für die Ware gibt es eine regelrechte Lagerhaltung wie bei Großhändlern."
Lediglich verderbliche Frischware sei nicht interessant - zu viel Zeitdruck für den Weiterverkauf der Diebesbeute.
Dokumente gründlich prüfen
Die Kravag-Experten verweisen darauf, dass bei innerdeutschen Warentransporten die sogenannte Verkehrshaftungsversicherung Pflicht ist. Diese trete ein, wenn die Ware beschädigt, zerstört oder gestohlen wird.
Voraussetzung sei aber, „dass der Versicherte alle Obliegenheiten erfüllt“. Gsell zufolge habe der Versicherte demnach eine Mitwirkungspflicht. Dazu zählt seiner Aussage nach, Dokumente gründlich zu prüfen.
Auf Fälschungen hinweisen könnten unter anderem wechselnde Schrifttypen in einem Dokument, abgeschnittene Unterschriften oder Adressangaben von Phantasieorten.
Fraunhofer IML: Nächste Stufe für „Digitales Testfeld Air Cargo“
News vom 14.05.2024 von Anna Barbara Brüggmann
Am 13. Mai 2024 zeigten Forschende des Fraunhofer IML gemeinsam mit der Frankfurt University of Applied Sciences, der Kravag Versicherung und den Industriepartnern Cargogate, CHI, Sovereign Speed und DB Schenker am Flughafen München erste konkrete Ergebnisse des Forschungsprojekts Digitales Testfeld Air Cargo (DTAC).
Bis September 2024 ist das Forschungsprojekt Digitales Testfeld Air Cargo (DTAC) angesetzt, das vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr mit rund sieben Millionen Euro gefördert wird.
Es soll der Frage nachgehen, wie sich Effizienz und Leistungsfähigkeit der Luftfrachttransportkette optimieren lassen. Erreicht werden soll dies den Projektpartnern zufolge durch eine bessere Vernetzung und Digitalisierung der Abläufe.
Vor Vertretern aus Politik, Industrie, Verwaltung und Medien haben Forschende des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML nun auf dem Gelände des Flughafens München erste Ergebnisse des Forschungsvorhabens demonstriert.
Wie könnten demnach Lösungen aussehen, die das Potenzial digitaler Technologien optimal nutzen und die Zukunft der Luftfracht aktiv mitgestalten werden?
Während der Projektvorstellung in München wurden dazu mehrere autonome und automatisierte Geräte eingesetzt - um besonders arbeitsintensive und repetitive Schritte an relevanten Schnittstellen in der Abfertigung komplett zu übernehmen oder um die Mitarbeitenden bei ihrer körperlich schweren Arbeit zu unterstützen.
„Die Kooperation zwischen dem Fraunhofer IML und dem Flughafen München ist zukunftweisend. Angesichts des steigenden Luftfrachtaufkommens und der Herausforderungen bei der Personalrekrutierung hilft uns die Digitalisierung und Robotik in naher Zukunft, die Fracht- und Gepäckabfertigung effizienter und die Arbeitsplätze in diesen Bereichen attraktiver gestalten zu können“, erklärte Dr. Jan-Henrik Andersson, Chief Commercial Officer & Chief Security Officer Flughafen München GmbH.
Fleißige Roboter-Helfer
Zum Einsatz kamen beispielsweise verschiedene Roboter, so auch der mit Scanner und 4K-Kamera ausgestattete Roboterhund Spot des US-amerikanischen Herstellers Boston Dynamics. Er sollte autonom im Lager patrouillieren und dort zur Einlagerung bereite Großlagerpaletten und entsprechende Lagerplätze identifizieren.
Den Zwischentransport zum automatisch arbeitenden Hochregallager übernahm ein autonom arbeitender Gabelstapler und der vom Fraunhofer IML entwickelte omnidirektionale, hochdynamische Roboter O³dyn war wiederum für den Transport von Europaletten in das benachbarte Lager zuständig.
Auch von den Dortmunder Forschenden entwickelt wurde der sogenannte EvoBot. Es handle sich um ein dynamisch stabiles System mit zwei Greifarmen, das auf dem Prinzip eines inversen Pendels beruht und kein externes Kontergewicht benötige.
Der Evobot sollte Packstücke von einer Europalette auf das Förderband eines Röntgengeräts legen und nach dem Röntgenvorgang wieder zurück auf die Palette bringen.
Bald ganz autonom?
Gesteuert wurden die Prozesse über die Fraunhofer-Leitsystemsoftware openTCS, ein Tool zur Koordination von Fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF).
Während der Vorführung am Flughafen München seien noch nicht alle Prozessschritte vollständig autonom vonstatten gegangen, der ein oder andere Vorgang sei noch manuell gesteuert worden. Doch den Forschenden zufolge werde sich der
Automatisierungsgrad bei der Luftfrachtabfertigung sehr schnell deutlich erhöhen. „Bei der Koordination und Steuerung der Fahrzeuge wird uns in Zukunft Künstliche Intelligenz unterstützen. Sie liefert die notwendigen Werkzeuge und Algorithmen, mit denen wir die Laufwege der autonomen Roboter vorausberechnen und Kollisionen sicher vermeiden können“, so Prof. Michael Henke, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IML.
Seiner Aussage nach werde man schon bald vollständig autonom arbeitende Systeme erhalten, mit denen die Luftfrachtbranche fit für die Zukunft gemacht werden soll.
VSL: Kravag Truck Parking hat sich dem Verband angeschlossen
News vom 09.04.2024 von Anna Barbara Brüggmann
Der Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg (VSL) hat Kravag Truck Parking als neues Fördermitglied aufgenommen. VSL-Mitglieder können nach einem kostenfreien Schnuppermonat für einen Euro im Monat Partner des Netzwerks werden.
Kravag Truck Parking bietet einen Lösungsansatz, der zur Bekämpfung des Lkw-Parkplatzmangels beitragen soll: Speditionen stellen dabei Flächen auf ihrem Gelände zur Verfügung, auf denen Lkw-Fahrer ihre Ruhezeiten verbringen können. Nun hat sich das Netzwerk dem Verband Spedition und Logistik Baden-Württemberg (VSL) angeschlossen.
Die Initiative präsentierte sich eigenen Angaben zufolge unter dem Dach der R+V Versicherung bereits den VSL-Mitgliedern in einem Webinar. Im Rahmen der VSL-Mitgliederversammlung am 16. Juli sollen Verbandsmitglieder und externe Gäste zudem die Gelegenheit erhalten, mit dem Team von Kravag Truck Parking in Kontakt zu kommen.
„Lkw-Parkplätze sind Mangelware. Bundesweit fehlen 20.000 bis 40.000 Parkplätze. Fahrer sind dringend auf freie Stellflächen angewiesen, um ihre gesetzlichen Ruhezeiten zu nehmen“, sagt VSL-Geschäftsführer Andrea Marongiu.
Zwar werde der eklatante Mangel an Parkplätzen erkannt, bis jedoch neue geplant und gebaut werden, vergehe viel Zeit. Aus diesem Grund ist der VSL laut Marongiu dankbar für Lösungsansätze wie das Parkplatz-Sharing-Modell, die dazu beitragen, die Lücke ein Stück weit zu schließen.
Aktuell unterstützen mehr als 400 Unternehmen das Parkplatz-Netzwerk und stellen bundesweit fast 300 Parkplätze an mehr als 80 Standorten zur Verfügung, so die Angaben.
Parkplatz anbieten
Lediglich ein entsprechendes Parkplatzangebot und der Zugang zu sanitären Einrichtungen sei nötig, um sich dem anzuschließen. Um die Ausschilderung der Stellplätze, Zäune und Zugangstechnik kümmere sich das Team von Kravag Truck Parking.
Die Parkplätze seien von Fahrern und Disponenten per Desktop oder Smartphone buchbar, die Tore und Schranken sowie Türen zu den Sanitärräumen ließen sich ebenfalls übers Handy öffnen.
Aufwandsentschädigung
Die bekundete Zusammenarbeit sieht vor, dass VSL-Mitglieder nach einem kostenfreien Schnuppermonat für einen Euro im Monat Partner von Kravag Truck Parking werden können.
Zudem sollen sie eine kleine Aufwandsentschädigung erhalten, wenn externe Lkw-Fahrer auf ihrem Gelände in ihren Fahrzeugen nächtigen, heißt es. In der Regel koste die Übernachtung acht Euro. Parkplatz-Anbieter würden vorab alle relevanten Informationen erhalten, um zu wissen welcher Fahrer sich mit welchem Fahrzeug auf dem Firmengelände konkret aufhält.
BFS: Kooperation mit Kravag Truck Parking
News vom 21.11.2023 von Anna Barbara Brüggmann
Die BFS Business Fleet Services GmbH und Kravag Truck Parking möchten die an der A6 angespannte Parksituation entlasten: In Kirchberg an der Jagst können nun Parkplätze reserviert werden. Zu den zusätzlichen Services zählt neben der klassischen Waschanlage auch ein Friseur direkt vor Ort.
Die Kravag Versicherung bietet im Rahmen von Kravag Truck Parking ein Netzwerk von Lkw-Parkplätzen - verwendet werden dem Unternehmen zufolge vor allem private, zeitweise nicht genutzte Flächen, um neue Lkw-Parkmöglichkeiten innerhalb Deutschlands zu schaffen.
Nun wurde eine weitere Fläche zwischen Heilbronn und Nürnberg, genauer gesagt in Kirchberg/Jagst, nutzbar gemacht – und zwar auf dem Gelände der Business Fleet Services GmbH direkt an der Abfahrt der A6.
Auf Wunsch gibt´s die Haare schön
Lkw-Fahrerinnen und Fahrer können dort nun einen Parkplatz für das Ende der täglichen Lenkzeit reservieren. Sowohl Gelände als auch Parkplatz sind gut gesichert, so die Angaben.
Der Zugang zum Gelände sei per smarter Öffnungstechnik möglich, darüber könnten auch die Sanitäranlagen kostenfrei auf dem Gelände genutzt werden. Zudem stehen weitere kostenpflichtige Services zur Verfügung, beispielsweise eine Waschanlage oder ein Friseur direkt vor Ort.
„Wir möchten dazu beitragen, den Parkplatzmangel ein wenig zu reduzieren“ so Jan Plieninger, Geschäftsführer BFS Business Fleet Services GmbH.
Bei der BFS Business Fleet Services GmbH handelt es sich um eine Tochtergesellschaft von Stegmaier Nutzfahrzeuge. Der Mobilitätsdienstleister verfügt laut eigener Aussage in Deutschland, den Niederlanden, Kroatien und in der Schweiz über ein Netz von mehr als 90 Vermiet- und Servicestationen.
Stellplätze von Kravag Truck Parking können vom Fahrer per App oder vom Disponenten per Web-App gebucht werden. Zudem sei es möglich, dass Unternehmen freie Flächen auf ihrem Gelände als Lkw-Parkplätze zur Vermietung anbieten.
Fahrermangel: Wenn Anton nicht darf und Peter nicht will
News vom 11.10.2022 von Nadine Bradl
Beim „Netzwerk der Logistik“ von BGL, SVG und Kravag ging es neben Energiekrise und alternativen Antrieben auch um den Mangel an Berufskraftfahrern.
Zum 75-jährigen Jubiläum des Bundesverbands Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) gab es ein Novum: Erstmals lud man zusammen mit SVG und Kravag gemeinsam nach Berlin zum „Netzwerk der Logistik“. Am Rande der Veranstaltung, die unter anderem mit einer hochkarätigen Podiumsdiskussion mit Oliver Luksic, Parlamentarischer Staatssekretär im BMDV; Udo Schiefner, Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag; Martina Englhardt-Kopf, Mitglied des Verkehrsausschusses; Dr. Sigrid Nikutta, Vorstandsvorsitzende der DB Cargo AG sowie Prof. Dr. Dirk Engelhardt, BGL-Vorstandssprecher lockte (wir berichten ausführlich in der nächsten Ausgabe der Transport), war auch Zeit über die Themen zu sprechen, bei denen der Branche der Schuh drückt.
Energiekrise: Keine Hilfe für den Mittelstand
Ganz vorne mit dabei natürlich: die hohen Belastungen durch die Energiepreise. Für eine Branche, die in solchem Maße auf Kraftstoff jeglicher Art angewiesen ist, existenziell. Umso schlimmer, dass dies bei der Politik so gar nicht ankomme, wie Englhardt im Gespräch berichtete:
„Es ist sehr ernüchternd. In den ganzen Hilfspaketen ist nichts für den Mittelstand enthalten.“
Bis heute gebe es keine Lösung für das LNG-Problem. Ganz im Gegenteil sogar: Die Firmen, die man durch finanzielle Anreize zu LNG-Lkw gelockt habe, ließe man nun im Regen stehen. Und das werde weitreichende Auswirkungen haben, meint Englhardt.
„Ich kenne keinen, der jetzt in alternative Antriebe investiert, wenn das nicht geklärt ist.“
Fahrermangel: Es braucht Änderungen
Und selbst wenn: „Dann hätten wir saubere Fahrzeuge aber keine Fahrer“, meint der BGL-Vorstandssprecher. Doch um dem Fahrermangel zu begegnen brauche es vielfältige Maßnahmen. So wäre etwa Mehrsprachigkeit bei den Prüfungen dringend vonnöten, so Thomas Heinbokel, stellvertretender Vorsitzender BGL-Aufsichtsrat. Denn während die Pkw-Prüfung in 13 Sprachen abgelegt werden kann, zählt beim Lkw nur eines: deutsch. Ebenso unerlässlich: die Anerkennung von Fahrpraxis und Qualifikationen bei Wohnortwechsel. In anderen Ländern kein großes Problem – in Deutschland: unmöglich.
Anton darf nicht auf den Bock
Das musste auch Horst Kottmeyer, Vorsitzender BGL-Aufsichtsrat, leidvoll erfahren. Er hätte nämlich einen von so vielen Firmen heiß ersehnten Fahrer gehabt: Anton. Anton ist jung, hat Berufserfahrung, will unbedingt Lkw fahren. Das Problem: Anton ist aus der Ukraine. Bei Kriegsausbruch war er für seine ukrainische Firma mit dem Lkw unterwegs. Seine Familie floh, er kam nach mehreren Monaten ebenfalls in Bad Oeynhausen bei Kottmeyer an. Wollte nichts lieber, als dort wieder Lkw zu fahren. Doch das geht nicht. Denn Anton werden seine Qualifikation und der Führerschein in Deutschland nicht anerkannt. Er müsste eine neue Qualifikation mit Praxis- und Theoriestunden erlangen – alles auf Deutsch und damit unmöglich. Andere Länder, andere Sitten: Denn wie Kottmeyer berichtet, ist es in einigen anderen Ländern völlig üblich einfach neue Papiere ausstellen zu lassen. „Wir brauchen überall die gleichen Regeln“, betont der Spediteur. Doch so ist es – zumindest derzeit – nicht. Und Anton?
„Der arbeitet jetzt bei uns im Lager“, erzählt Kottmeyer, „Lkw fahren darf er ja nicht.“
Ukraine-Hilfe: Kostenloser Unfallschutz der Kravag
News vom 29.03.2022 von Christine Harttmann
Der Krieg in der Ukraine dauert an. Die Menschen sind weiter auf Hilfstransporte angewiesen. Nun unterstützt die Kravag mit kostenlosem Unfallschutz.
Menschen, die Hilfsgüter in die Ukraine transportieren erhalten von der Kravag einen kostenlosen Versicherungsschutz. Einzige Voraussetzung ist, dass die Transporte im Auftrag von deutscher Kravag-Kunden (Kravag-Sach oder Kravag-Logistic) unterwegs sind oder von Verbandsmitgliedern des Verkehrsgewerbes durchgeführt werden.
Wie der Versicherer mitteilt, beginnt der Schutz sobald der Transport startet. Er endet mit dem Abstellen des Fahrzeugs bei der Rückkehr. Kein Versicherungsschutz bestehe für Unfälle, die unmittelbar oder mittelbar durch Kriegsereignisse verursacht werden.
Je Person sind folgende Leistungen abgedeckt:
- • Leistung bei Invalidität: 100.000 Euro
- • Leistung bei Unfalltod: 10.000 Euro
- • Kosten Unfall-Service: 10.000 Euro
Der Versicherungsschutz ist bis zum 31. Juli 2022 befristet.
Forschung: KI-gestützte Parkplatzsuche für Lkw
News vom 26.01.2022 von Nadine Bradl
Wo ist der nächste freie Lkw-Stellplatz? Diese Frage soll in Zukunft mit Hilfe von künstlicher Intelligenz beantwortet werden. Gemeinsam mit Partnern hat die Kravag dazu im Dezember das Forschungsvorhaben SOLP (Smart Optimized Lorry Parking) gestartet.
Entwickelt wird SOLP in den nächsten drei Jahren gemeinsam von der Kravag und SVG Assekuranz Service GmbH, dem Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut sowie der Blue Consult GmbH. Mit insgesamt 2,36 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) im Rahmen der Förderrichtlinie Modernisierungsfonds (mFund) das Forschungsprojekt.
Parkplatzsuche via Ampel-Prinzip
Hintergrund des Projektes sind rund 40.000 fehlende Lkw-Parkplätze an und um deutsche Autobahnen, teilt Kravag mit. Die Fahrerinnen und Fahrer müssten oft so lange nach einem regulären Parkplatz suchen, dass Lenkzeitverstöße drohen. Deshalb würden viele ihren Wagen unfallträchtig abstellen. Hier soll SOLP schnelle Hilfe bieten, indem es nach dem Ampel-Prinzip Informationen zu freien Parkplätzen liefert. In Rot, Gelb oder Grün zeigt das KI-gestützte digitale Vorschlagssystem den Fahrern die Auslastung der Parkplätze entlang ihrer Route an.
Dynamischer Prozess
Hierfür analysiert die KI zahlreiche Daten und bereitet sie auf. Dazu gehören unter anderem die Daten aus Zählschleifen und Mautsäulen (blaue Blitzer), Daten über das Wetter, die Verkehrslage sowie die durchschnittliche Belegung verschiedener Parkplätze. Das Besondere an diesem Projekt: Die jeweilige Route wird nicht als eine statische Abfolge von Straßen und Parkplätzen betrachtet, sondern als ein komplexer dynamischer Prozess, der ereignisgesteuert für den Lkw abläuft.
Kravag: Digitale Produkte und unbürokratische Hilfe
News vom 25.06.2020 von Christine Harttmann
Die Kravag-Versicherungen ist gut in das Jahr 2020 gestartet. Weil in der Coona-Krise viele Flottenkunden mit wirtschaftlichen Problemen kämpfen, steht der Spezialversicherer jetzt aber vor großen Herausforderungen.
Die Kravag-Logistic verbuchte im 2019 Bruttobeiträge in Höhe von 944 Millionen Euro und legte damit um 5,6 Prozent zu. Der Bestand der versicherten Fahrzeuge stieg um 28.000 auf 692.000 zum Jahresende. Auch die Transportversicherung, der zweitgrößte Zweig des Spezialversicherers, meldet einen Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge um 8,0 Prozent. Der Versicherer legte die Zahlen am 25. Juni 2020 auf seiner Delegiertenversammlung. Dort betonte Edgar Martin, Vorstandsvorsitzender der Kravag-Gesellschaften, dass einen maßgeblichen Anteil daran „unsere Vertriebspartner in den Straßenverkehrsgenossenschaften, mit denen wir nun schon jahrzehntelang vertrauensvoll zusammenarbeiten,“ haben.
Auch der Jahresbeginn 2020 entwickelte sich gut. Der Kompetenzbereich Straßengüterverkehr habe im Januar und Februar einen Anstieg der Bruttobeiträge um 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet, gab Martin bekannt. Doch dann sei die Corona-Pandemie gekommen und alles wurde anders.
„Wir sind am kämpfen, haben aber auch einige Probleme, die wir lösen.“
So beschreibt es der Kravag-Chef.
„Auch an uns, unseren Kunden und Vertriebspartnern geht die Pandemie nicht spurlos vorüber.“
Pandemie-bedingt sank die die Zahl der bei der Kravag versicherten Fahrzeuge von 692.000 im Dezember bis Ende Mai auf 673.000. Damit gingen auch die Bruttobeiträge zurück. Die endgültigen Auswirkungen der Krise seien Mitte des Jahres jedoch noch immer schwer abschätzbar, so Martin. Allerdings fielen sie bislang weniger schwer aus als zu befürchten gewesen sei.
Der Kravag-Chef führt das auch darauf zurück, dass – zumindest seiner Ansicht nach – der Versicherer gut reagiert habe. So habe man Unternehmen, die ihre Lkw oder Zugmaschinen statt wie bisher im Werkverkehr kurzfristig für den Güterverkehr benötigten, die notwendigen Änderungen ihres Vertrages erleichtert. Zugleich konnten die vielen Flottenkunden, die von den Maßnahmen hart getroffen waren, auch ohne amtliche Stilllegung bei der Zulassungsstelle auf die beitragsfreie Ruheversicherung umstellen.
„Wir akzeptieren, wenn uns einer sagt, dass sein Fahrzeug nichtmehr genutzt wird“, beschreibt Martin, der von einem Vertrauensvorschuss spricht.
Dieser sei aber auch notwendig gewesen, weil die waren für den Zeitraum des Lockdowns nicht oder nur eingeschränkt erreichbar waren. Oft konnten die Unternehmen ihre Fahrzeuge also gar nicht abmelden. Am Ende waren es mehr als 10.000 Lkw, die von der Kravag beitragsfrei gestellt wurden.
Reagiert hat der Spezialversicherer außerdem mit Anpassungen an der bestehenden Warenkreditversicherung (WKV). Damit sei es möglich gewesen, dass Forderungsausfälle, die auf Corona zurückgehen, entschädigt werden. Bei der Transportabwicklung wurde die Übergabe versicherter Waren erleichtert. Um das Risiko einer Ansteckung aller am Transport Beteiligten zu reduzieren, können Transportgüter ohne direkten menschlichen Kontakt übernommen oder übergeben werden. Statt der vertragsgemäßen schriftlichen Schnittstellendokumentation genüge während der Zeit der Kontaktbeschränkungen die Dokumentation der Übergabe durch andere Maßnahmen, wie aussagekräftige Fotos oder die Benennung von Zeugen.
In Zeiten von Kontaktverboten, Homeoffice und Lieferengpässen seien außerdem digitale Angebote wichtig, so Martin, der in diesem Zusammenhang auf das Kundenportal Kravag –online und die Logistikplattform Wedolo verwies. Der Kravag-Chef betont auch, dass – anders als anzunehmen – der Kunden-Kontakt nicht gelitten habe:
„Im Gegenteil, wir haben den Kontakt bewusst gesucht – über Telefon oder Videokonferenz.“
Auch der Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr der Kravag-Allgemeine ist 2020 durch die einschneidenden Ereignisse der Corona-Pandemie geprägt. Dennoch zeichnet sich in den ersten fünf Monaten des Jahres ein weiteres Wachstum des Versicherers ab – trotz oder gerade wegen der Krise seien die Leistungen des Kfz-Versicherers gefragt. So stieg die Zahl der versicherten Fahrzeuge bis Ende Mai auf 1,115 Millionen. Auch die Bruttobeiträge konnten weiter gesteigert werden auf 412 Millionen Euro zu Ende Mai. Kravag-Chef Martin blickt daher optimistisch auf die weitere Entwicklung: „Wir orientieren uns wie gewohnt eng an den Bedürfnissen der Versicherungsnehmer, um ihnen gerade in diesen herausfordernden Zeiten optimale Versicherungsprodukte anbieten zu können.“
Sicher und sauber: Sanitärcontainer für Trucker
News vom 05.06.2020 von Torsten Buchholz
Saubere Toiletten und Duschen am Ende der Tagestour – für Lkw-Fahrer besonders in der Corona-Krise nicht selbstverständlich. Die Lösung für das Hygiene-Defizit: Sanitärcontainer im gesamten Bundesgebiet. Den kostenlosen Zugang ermöglicht die KRAVAG Truck Parking App.
Mit dem Ausbruch von Corona hat sich die Situation der Lkw-Fahrer verschlechtert: Der Zugang zu Sanitäranlagen ist oft nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich. Deshalb stellt die Initiative #LogistikHilft an zentralen Punkten im ganzen Bundesgebiet Sanitärcontainer auf. Diese können Fernfahrer kostenlos nutzen. Gestern wurde eine solche Wasch- und Duscheinrichtung im Güterverkehrszentrum Bremen in Betrieb genommen. Tim Baumeister, Projektleiter von KRAVAG Truck Parking, sagt:
„Die Lkw-Fahrer versorgen unsere Gesellschaft auch in der Krise mit Gütern und Lebensmitteln. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir sie in dieser schwierigen Situation unterstützen.“
Trucker können alle Container der Aktion mit der Hilfe der App finden und öffnen. Baumeister:
„Da der Zugang beschränkt ist, bleiben die Sanitärcontainer für die Fernfahrer sicher und sauber. Unsere Technik stellen wir kostenlos zur Verfügung.“
Mit ihrer App KRAVAG Truck Parking unterstützt die R+V-Tochter KRAVAG Lkw-Fahrer bei ihrer Suche nach freien Parkplätzen und hilft damit, die Parkplatznot entlang der Autobahnen zu lindern. Das innovative Konzept wurde schon mehrfach ausgezeichnet – zuletzt im Mai mit dem German Innovation Award.
#Logistikhilft ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), des gemeinnützigen Vereins DocStop/SaniStop sowie vieler Unterstützer – unter anderem der KRAVAG. Ziel der Initiative ist es, alle in Transport und Logistik operativ Tätige zu unterstützen und damit die Versorgung von Gesellschaft und Wirtschaft sicherzustellen. Dies gilt vor allem mit Blick auf faire und angemessene Arbeitsbedingungen für Lkw-Fahrerinnen und Lkw-Fahrer.
Kravag: Weiter auf Wachstumskurs
News vom 28.06.2019 von Torsten Buchholz
Die Kravag-Logistic Versicherungs-AG und die Kravag-Allgemeine Versicherungs-AG konnten 2018 ihre Beitragseinnahmen im Vergleich zum Vorjahr steigern. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres setzt sich dieser Trend bei den beiden Versicherern der R+V Gruppe fort.
Die Zahl der versicherten Kraftfahrzeuge stieg im Jahr 2018, so dass die Kravag-Versicherungen im Mai 2019 mehr als 1,69 Millionen Fahrzeuge im Bestand hatten – 100.000 mehr als noch zu Beginn des Jahres 2017.
Erfolgsgarant der Kravag bleibt die zielgerichtete Kundenorientierung, hob Edgar Martin, Vorstandsvorsitzender der KRAVAG-Gesellschaften, im Rahmen der diesjährigen Delegiertenversammlung der Kravag-Sach VVaG in Braunschweig hervor:
„Unsere kundenorientierten Produkte und Leistungen in Kombination mit der vertrauensvollen Partnerschaft mit unseren Vertriebspartnern halten die Kravag-Versicherungen auf Erfolgskurs.“
Die gebuchten Bruttobeiträge der Logistiksparte legten um 5,1 Prozent auf 894 Millionen Euro zu. Die Kraftfahrtversicherung als größte Sparte des Logistikversicherers, machte erneut den Löwenanteil am Wachstum aus und verzeichnete ein Plus von 5,3 Prozent auf knapp 724 Millionen Euro. Dabei stieg der Bestand an versicherten Fahrzeugen um 30.000 auf 664.000 Stück zum Jahresende 2018. Der Bereich Transport entwickelte sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr stärker und legte bei den gebuchten Beiträgen mit 4,1 Prozent deutlich zu.
2018 stiegen auch die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle der Kravag-Logistic und lag mit 729 Millionen Euro um 3,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Martin:
„Das erfolgreiche Geschäftsjahr 2018 ist das Resultat der hervorragenden Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern in den Straßenverkehrsgenossenschaften und der Kooperation mit Verkehrsverbänden.“
Die bilanzielle Schadenquote verringerte sich leicht auf 81,7 Prozent. Die Kostenquote blieb mit 15,4 Prozent auf Vorjahresniveau, während die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio, CR) erneut leicht um 1,6 Prozent auf 97,1 Prozent sank. Der Jahresüberschuss der Kravag-Logistic fiel mit 13,7 Millionen Euro geringer aus als im Vorjahr. Gründe für den Ergebnisrückgang waren das im schwierigen Umfeld gesunkene Kapitalanlageergebnis 2018 (minus 24,3 Prozent) sowie ein erhöhter Steueraufwand (plus 11,3 Prozent).
Lkw-Abbiegeassistenten: Immer mehr Systeme werden förderfähig
News vom 13.06.2019 von Torsten Buchholz
Mehrere Anbieter von Lkw- und Bus-Abbiegeassistenten erwarten in den nächsten Wochen die Allgemeinen Betriebszulassungen (ABE) für ihre Systeme. Das erklärten die Hersteller auf der Kravag-Veranstaltung „Pitch: Zertifizierungsstatus von Abbiegeassistenzsystemen“, die mit dem Kooperationspartner Fachhochschule Westküste in Hamburg veranstaltet wurde.
Nur für Abbiegeassistenten mit einer ABE können beim Bundesamt für Güterverkehr (BAG) Förderanträge bis zu 80 Prozent der Kosten beziehungsweise maximal 1.500 Euro gestellt werden.
Neun Hersteller waren der Einladung in den Kravag-Coworking-Space in den Hamburger Heidenkampsweg 100 gefolgt. Drei dieser Hersteller besitzen bereits eine ABE (Luis Technology, Wüllhorst und CaraWarn/TruckWarn). Vier weitere Anbieter erwarten, dass ihnen die ABE im Juni oder Anfang Juli zugestellt wird (Axion, Continental, Mekratonics und Mobileye). Für die verbleibenden zwei Systeme wird voraussichtlich erst im Oktober mit der Erteilung der ABE gerechnet (Brigade und Dometic Waeco).
Die Kosten für den Abbiegeassistenten einschließlich Einbau und Sachverständigenprüfung belaufen sich nach Angaben der Anbieter zwischen rund 1.000 Euro und 2.500 Euro. Die Systeme nutzen unterschiedliche Techniken. Für die reine Objekterkennung werden optische Sensoren, Radar oder Ultraschall oder Kombinationen eingesetzt. Die Aktivierung des Systems erfolgt teilweise über das Setzen des Blinkers, den Lenkeinschlag oder Sensoren. Dies geht auch in Kombination.
Wer nur eines der Systeme kaufen will (ab rund 600 Euro bis 1.800 Euro), muss auch die Einbaukosten berücksichtigen. Diese können sich auf sechs bis zehn Werkstattstunden belaufen. Auf jeden Fall sei es ratsam, dass eine zertifizierte Werkstatt den Einbau vornimmt. Denn die in der Förderrichtlinie geforderte technische Abnahme des Einbaus ist von einem amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfer für den Kraftfahrzeugverkehr oder von einem Kraftfahrzeugsachverständigen durchzuführen. So soll sichergestellt werden, dass das geförderte System korrekt verbaut wurde und funktioniert. Sowohl ABE als auch die Prüfbestätigung seien bei der nächsten Hauptuntersuchung vorzulegen.
Probleme gibt es momentan mit der Förderung, erklärte Pitch-Moderator Tobias Kothy, Referent Recht und Wirtschaft beim Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer(bdo). Die zur Verfügung stehende Fördersumme von fünf Millionen Euro war Anfang des Jahres innerhalb von vier Tagen ausgeschöpft gewesen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat den Fördertopf für Abbiegeassistenten nun zwar verdoppelt, angesichts der hohen Nachfrage dürfte dieser allerdings wieder zügig ausgeschöpft sein. Wichtig ist aber auch für die künftigen Anträge, dass der Antrag vor dem Einbau gestellt wird.
Axel Salzmann, Leiter Kompetenzzentrum für das Straßenverkehrsgewerbe und Logistik der Kravag, betonte die Notwendigkeit, Abbiegeunfälle zu verhindern. Deshalb habe auch der aus Unternehmern bestehende Kravag-Beirat diese Informationsveranstaltung initiiert.
Pro Jahr kommt es nach Angaben der Unfallforschung der Versicherungen in Deutschland im Straßenverkehr insgesamt zu 650 Abbiegeunfälle und 30 bis 40 Toten. Diese Zahlen betreffen allerdings nicht nur Lkw, sondern auch die anderen Fahrzeugarten. Wie viele davon genau auf den Lkw entfallen, ist nicht bekannt. Die Versicherungsexperten gehen aber davon aus, dass 60 Prozent der Abbiegeunfälle vermieden werden könnten, wenn Abbiegeassistenten frühzeitig warnen.
Schwerverkehr absichern
News vom 03.05.2019 von Daniela Sawary-Kohnen
Die Kravag bietet Fernfahrern mit dem neuen Service „Lkw b+a“ die Möglichkeit, sich in der Vollkasko- und Ladungsversicherung komplett gegen Lkw- und Bus-Unfälle abzusichern.
Der Spezialversicherer hat eine neue Serviceleistung auf den Markt gebracht und bietet mit „Lkw b+a“ (LKW bergen + abschleppen) für Kravag-Versicherte mit einer Vollkasko- und Ladungsversicherung ab sofort einen beitragsfreien Komplettservice bei Lkw- und Busunfällen an.
Damit übernimmt die Kravag alle Bergungs- und Abschleppkosten bei Lkw- und Busunfällen und steuert die gesamte Schadenabwicklung.
Die Unfallstelle könne durch den schnellen Einsatz eines für den Schwerverkehrsbereich qualifizierten Bergungsunternehmens zeitnah geräumt werden, so der Logistikversicherer. Folgeschäden an der Fahrbahn oder Umweltgefahren, etwa durch auslaufenden Treibstoff, könnten durch Sofortmaßnahmen erfahrener Experten minimiert werden.
Bei einem Unfall braucht der die Versicherung in Anspruch nehmende Fahrer lediglich eine speziell für diesen Service eingerichtete Bergungshotline anrufen. Die gesamte Organisation und Abwicklung übernehmen dann die für Notfälle geschulten Assistance-Mitarbeiter im R+V Service Center. Sie informieren die Firma Assistance-Partner für die Pannen- und Unfallhilfe.
Das Unternehmerpfandrecht entfällt laut Kravag, da die Berge- und Abschleppkosten durch die R+V Assistance bezahlt werden. Auch die bisherige Höchstentschädigungsgrenze in Höhe des Wiederbeschaffungswerts entfällt.
Eberhard Wilkes, Geschäftsführer des R+V-Dienstleisters Kravag Umweltschutz und Sicherheitstechnik GmbH (KÙSS):
„Gemeinsam mit KRAVAG und KUSS hat Assistance Partner für den neuen Service ein bundesweites Netzwerk von vertraglich gebundenen Bergungsunternehmen für den Schwerverkehrsbereich aufgebaut. So ist Professionalität beim Bergen und Abschleppen garantiert.“
Parkplätze schneller finden
News vom 30.04.2019 von Daniela Sawary-Kohnen
Mit der App „Kravag Truck Parking“ hat der Spezialversicherer eine Anwendung zur leichteren Stellplatzsuche auf den Markt gebracht.
Die Kravag bietet Fernfahrern ab sofort eine App an, mit der Lkw-Parkplätze an deutschen Autobahnen und Stellplätze für die Ruhepause oder den Feierabend leichter gefunden werden können.
Die sogenannte „Kravag Truck Parking“ könne kostenlos heruntergeladen werden und sei mit den Betriebssystemen IOS und Android kompatibel, so der Logistikversicherer. Innerhalb der App komme so eine Trucker-Community zusammen, die sich regelmäßig über Parkplatz-Kapazitäten, Geheimtipps und Komfort sowie die Sicherheit von Parkarealen austauschen könne.
Europaweit werden über 34.000 Parkplätze und mehr als 600.000 Stellplätze angezeigt. Die App-Nutzer können den anderen innerhalb der Community mitteilen, wie die Auslastung einzelner Plätze aktuell aussieht. Eine Push-Nachricht, die Fahrer nach dem Einparken erhalten, erinnert daran, aktiv mitzumachen. Dies funktioniere allerdings nur, solange die App geöffnet sei, so die Kravag.
Ein Zeitstempel gibt den anderen Fahrern dann Auskunft darüber, wie alt die zuletzt eingestellte Meldung über die Parkplatzauslastung ist.
Gleichzeitig überwacht ein Fahrmodus der App die verbleibende Fahrzeit des Lkw-Fahrers und zeigt ihm rechtzeitig mögliche Parkplätze auf der verbleibenden Tour an. Zusätzlich können Wunschkriterien gefiltert und Favoriten angelegt werden sowie Trucker-Freunden die eigenen Standorte angezeigt werden.
Insgesamt können sich die Nutzer der App laut dem Spezialversicherer mit der Anwendung somit gegenseitig bei der Parkplatzsuche unterstützen und von reservierbaren und sicheren Parkplätzen im Netzwerk profitieren.
Laut einer 2017 veröffentlichten Studie der Universität Duisburg suchen mehr als die Hälfte der Fahrer zwischen 30 und 60 Minuten, um nach 17 Uhr einen Lkw-Parkplatz zu finden. Knapp 30 Prozent benötigen mehr als eine Stunde.
Der BGL, DSLV, BWVL und AMÖ unterstützen laut Kravag die weitere Entwicklung der App. Zurzeit arbeitet der Spezialversicherer nach eigenen Aussagen am Ausbau eines exklusiven Netzwerkes für sicheres Parken. Darin sollen Fahrer von Kravag-versicherten Unternehmen Zugang zu gesicherten Parkplätzen erhalten, welche die Unternehmen auf ihren Betriebshöfen bereitstellen. Das System werde aktuell getestet und solle ab Sommer über die App zur Verfügung stehen.
Spezialversicherer: Kravag legt weiter zu
News vom 29.06.2017 von Torsten Buchholz
Kravag-Logistic, der Spezialversicherer für den gewerblichen Güterverkehr, konnte im Vergangen Jahr seine Spitzenposition im Segment weiter festigen. Mittlerweile sind rund 600.000 Fahrzeuge versichert.
Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen bei Kravag-Logistic im vergangen Jahr im Verleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent auf 817 Millionen Euro. „Dazu beigetragen haben wieder in besonderem Maße unsere Vertriebspartner in den Straßenverkehrsgenossenschaften und in den Verkehrsverbänden, mit denen wir seit Jahren hervorragend zusammenarbeiten“, so Edgar Martin, seit Jahresbeginn 2017 neuer Vorstandsvorsitzender der Kravag-Gesellschaften.
So sei die Anzahl der versicherten Fahrzeuge weiter um über 33.000 auf 600.000 geklettert. Besonderen Anteil am guten Wachstum habe die Kraftfahrtversicherung als mit Abstand größte Sparte. Mit 727 Millionen Euro ist laut Kravag der Geschäftsjahresschadenaufwand gegenüber dem Vorjahr um 9,9 Prozent gestiegen, die bilanzielle Schadenquote blieb mit 82,9 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau (83,0 Prozent). Die Kostenquote sank leicht von 15,8 Prozent im Jahr 2015 auf 15,6 Prozent im Jahr 2016.
Die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) liegt mit 99,1 Prozent (2015: 98,8 Prozent) weiter unter 100 Prozent. Unterm Strich erzielte die Kravag-Logistic im Jahr 2016 einen Jahresüberschuss von 19,3 Millionen Euro nach 17,4 Millionen Euro im Jahr zuvor.
Planenschlitzer: Kravag empfiehlt Alarmsysteme und Spezial-Planen
News vom 14.02.2017 von Anna Barbara Brüggmann
Das KRAVAG Kompetenzzentrum unterstützte im Jahr 2016 eine vom Institut für Logistikrecht und Riskmanagement (ILRM) an der Hochschule Bremerhaven durchgeführte Studie, die Diebstahldelikte durch aufgeschlitzte Planen untersuchte. Betroffen ist demzufolge vor allem das Bundesland-Nordrhein-Westfalen, ein großes Risiko besteht an öffentlichen Parkplätzen direkt an der Autobahn.
Die „Empirische Untersuchung zum Lkw-Ladungsdiebstahl in der Erscheinungsform des Planenschlitzens“ wurde von Master-Student Eduard Märtens unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Wieske im Zeitraum Februar bis März 2016 durchgeführt und umfasst die Befragung von neun Landeskriminalämtern (LKA), sechs Versicherern, vier Versicherungsmaklern sowie insgesamt 127 Transportunternehmen.
27,6 Prozent der befragten Transportunternehmen gaben an, seit 2013 Opfer des Planenschlitzens geworden zu sein. Den Angaben der Unternehmen zufolge liegt der durchschnittliche Ladungsdiebstahlschaden seit 2013 bei 17.371,04 Euro, der durchschnittliche Planenschlitzerschaden seit 2013 bei 3.547,55 Euro.
Diese Angaben stimmen nicht mit den Ergebnissen der LKA-Befragungen überein. Diese bezifferten den durchschnittlichen Ladungsdiebstahlschaden seit 2013 auf 7.161,54 Euro, den durchschnittlichen Planenschlitzerschaden seit 2013 auf 3.367,15 Euro.
Dies ist möglicherweise darauf zurückzuführen, dass insgesamt 25,4 Prozent der betroffenen Frachtführer eigenen Angaben zufolge einen derartigen Diebstahl nicht gemeldet haben. Gemäß KRAVAG versuchen viele Unternehmer, die bürokratischen Vorgängen mit der Polizei und Versicherung zu umgehen.
In Hinblick auf die Tatbegehungsorte war gemäß der Onlinebefragung der Unternehmen Nordrhein-Westfalen mit 25,1 Prozent aller Planenschlitzerdiebstähle am stärksten betroffen. Deutsche Frachtführer werden laut Studie neben Deutschland vor allem in Frankreich (14,7 Prozent) und Großbritannien (10,0 Prozent) Opfer des Planenschlitzens.
Bezüglich Handlungsorten stimmen die Ergebnisse der LKA-Befragung und der Unternehmer-Befragung darin überein, dass vor allem öffentliche Parkplätze beziehungsweise Stellflächen auf Rastplätzen an der Autobahn betroffen sind. Danach folgen öffentliche Parkplätze beziehungsweise Stellflächen auf Rastplätzen außerhalb der Autobahn.
Ein unklares Bild ergibt sich bei den betroffenen Warengruppen, den Studienergebnissen zufolge zeichnet sich keine eindeutige Präferenz-Warengruppe beim Planenschlitzen ab, verschiedenste Güter, so beispielsweise Computer, Autoteile, Lebensmittel oder Kleidung wurden gestohlen. Nach der Sparte unbekannter Güter nehmen jedoch nicht-elektronische Güter den größten Anteil ein. KRAVAG spricht in diesem Zusammenhang von einer fehlenden Organisation während der Tat sowie von fehlenden spezifischen Absatzkanälen für die gestohlene Ware.
Der Spezialversicherer empfiehlt besonders schnittfeste Spezial-Planen. Auch am Fahrzeug angebrachte Alarmsysteme können Abhilfe schaffen. Zudem sollten Aufenthalte an Rasthöfen direkt an den Autobahnen möglichst kurz gehalten werden. Auch die Nutzung abseitsgelegener sowie taghell beleuchteter Parkplätze würde dem Versicherer zufolge das Risiko des Planenschlitzens verringern. Empfehlenswert sei darüber hinaus die Nutzung von Betriebsgeländen von Kooperationspartnern.
Hamburg: Kravag auf dem Hafengeburtstag
News vom 09.05.2016 von Torsten Buchholz
Der Logistik-Spezialversicherer Kravag hat anlässlich des 827. Geburtstages des Hamburger Hafens, der vom 5. bis 8. Mai 2016 in der Hansestadt stattfand, bereits zum neunten Mal Kunden und Verbandspartner eingeladen, das Wasserprogramm hautnah direkt auf der Elbe zu erleben.
Auf dem Zweimast-Schoner „Avatar“ schipperte man zwischen Kreuzfahrtriesen, alten Fischkuttern und majestätischen Segelschiffen. Bei herrlichem Sonnenschein genossen die Gäste die besondere Atmosphäre an Bord. Da übernahm der ein oder andere, der an Land eher das Straßenverkehrsgewerbe im beruflichen Focus hat, schon mal selbst das Schiffsruder. Eine Besichtigung der Airbus-Werke und eine Bustour durch die Container-Terminals rundeten das Programm das passend ab.
ADSp 2016: Kravag bietet erweiterten Versicherungsschutz
News vom 11.02.2016 von Torsten Buchholz
Die aktualisierten Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen (ADSp) enthalten neue Haftungsregelungen für Spediteure und Auftraggeber. Der Spezialversicherer Kravag hat seine Policen entsprechend angepasst.
Seit 1. Januar 2016 liegen die aktualisierten ADSp vor, die der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) als Grundlage für Verkehrsverträge empfiehlt. Auch aus Versicherungssicht seien die neuen ADSp vorteilhaft für Spediteure und ihre Kunden, so Rechtsanwalt Axel Salzmann, Leiter des Kravag Kompetenzzentrums Straßenverkehrsgewerbe und Logistik in Hamburg. „Die ADSp haben sich in der Praxis über viele Jahrzehnte bewährt: Der Gleichklang zwischen Haftung und Versicherung macht die Risiken bei Transport und Lagerung für alle Beteiligten wirtschaftlich kalkulierbar“, sagt Salzmann. Auch würden die ADSp 2016 für Auftraggeber viele Vorteile bringen und beispielsweise die erhöhten Haftungsinteressen der Verlader berücksichtigen.
Kravag hat auf die Veränderungen reagiert und den Versicherungsschutz der „Kravag-Logistic-Police“ für Spediteure und ihre Auftraggeber entsprechend angepasst. Wie bereits in der Vergangenheit hat der DSLV auch in der Neufassung seiner Branchenbedingungen das Wertersatzprinzip aus dem Frachtrecht des Handelsgesetzbuches (HGB) übernommen. Allerdings gilt bei Umschlag und Lagerung künftig auch die gesetzliche Regelhaftungssumme von 8,33 Sonderziehungsrechten (SZR) pro Kilogramm des Rohgewichts der Sendung. Das sind derzeit rund 10,50 Euro und damit mehr als doppelt so viel wie bisher. Als Höchsthaftungsgrenze legen die ADSp 2016 beispielsweise im Lager 25.000 Euro statt bisher 5.000 Euro pro Schadenfall fest. Das ist das Fünffache der bisherigen Regelung. Diese Änderungen werden nun von der Versicherung berücksichtigt.
Mit „ADSp-Lager-Plus“ hat Kravag zudem einen neuen Versicherungsschutz für hochwertige Güter entwickelt. Auftraggeber können nun im Lagerbereich erstmals höhere Güterwerte deklarieren und gegen Zahlung eines Zuschlags die genannten Haftungsbeiträge erhöhen, damit sie im Schadenfall den vollen Wert des eingelagerten Gutes bekommen. Mit dem neuen Baustein können sie obendrein Güterfolgeschäden und Vermögensschäden bis 100.000 Euro versichern.
Des Weiteren rät Salzmann Spediteuren, die von Verladern empfohlenen Deutschen Transport- und Logistikbedingungen (DTLB) ausdrücklich zurückzuweisen und dies auch zu dokumentieren. „Die DTLB sind ein einseitiges Bedingungswerk und berücksichtigen zentral die Interessen der Auftraggeber“, erklärt der Rechtsanwalt. Spediteure seien teilweise unkalkulierbaren Haftungsrisiken ausgesetzt, die ihre Existenz gefährden können, und zwar selbst bei entsprechenden Sondervereinbarungen mit dem jeweiligen Versicherer.
Transport Logistic: Kravag sichert MiLoG-Risiken ab
News vom 04.05.2015 von Christine Harttmann
Die Kravag stellt eine Verbandslösung vor, mit der sich die Mitglieder der Verkehrsgewerbeverbände gegen zivilrechtliche Ansprüche nach dem Mindestlohngesetz absichern können und zugleich einen Rechtsschutz für etwaige juristische Auseinandersetzungen erhalten.
Wie Rechtsanwalt Axel Salzmann, Leiter des Kompetenzzentrums Straßenverkehrsgewerbe und Logistik bei der Kraarvag-Versicherung betont, ist ein solcher Schutz gerade unter den derzeitigen rechtlichen Gegebenheiten wichtig und sinnvoll. „Wir können den Unternehmern nicht die Verantwortung für die Einhaltung des Mindestlohns bei ihren eigenen Arbeitnehmern abnehmen. Aber wir können sie dort unterstützen, wo die Risiken trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht mehr überschaubar sind: bei den Subunternehmern in der oft vielgliedrigen Lieferkette.“
Die Kravag-Verbandslösung hat zwei Bausteine. Die Absicherung zivilrechtlicher Ansprüche nach dem Mindestlohngesetz minimiert die Risiken nach der Generalunternehmerhaftung. Die Versicherung springt ein, wenn der Auftraggeber den Mitarbeitern von Subunternehmern die Differenz zum Mindestlohn nachzahlen muss und der Regress gegen seinen unmittelbaren Vertragspartner scheitert. Der Beitrag orientiert sich an der gewählten Versicherungssumme. Sollte die Versicherungssumme nicht ausreichen, helfen die Verbände: „Über eine sogenannte Coverdeckung bekommen Verbandsmitglieder im Schadensfall bis zu 50 Prozent der vereinbarten Deckungssumme, maximal 100.000 Euro, zusätzlich ersetzt“, sagt Salzmann.
Mit dem MiLoG-Rechtsschutz erhalten Unternehmer einen Rundumschutz gegen die vielfältigen Ansprüche aus dem Mindestlohngesetz. Die Absicherung umfasst insbesondere den Arbeits-Rechtsschutz zur Abwehr unberechtigter Forderungen durch eigene Arbeitnehmer und Arbeitnehmer der Subunternehmer. Zudem besteht Spezial-Straf-Rechtsschutz zur Verteidigung in einem Straf- oder Ordnungswidrigkeitsverfahren und Verwaltungsrechtsschutz, wenn der Entzug der Konzession droht. Außerdem kann der Unternehmer über den Baustein Inkassoplus Regressforderungen gegen seinen Auftragnehmer geltend machen, wenn er dafür haften musste, dass der Auftragnehmer den Mindestlohn nicht gezahlt hatte.
Halle A5, Stand 223
Imagekampagne: Nachwuchswerbung per Internet
News vom 19.12.2013 von Torsten Buchholz
Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), die Straßenverkehrsgenossenschaften (SVG) und die Kravag-Versicherungen haben im Internet eine Imagekampagne für die Nachwuchswerbung in der Logistikbranche gestartet.
Auf der Website www.mach-was-abgefahrenes.de werden die Ausbildungsberufe im Bereich der Transport- und Logistikbranche ausführlich vorgestellt. Vor allem geht es dabei um das Thema Berufskraftfahrer. Zudem ist die Website mit der BGL-Ausbildungsplatzbörse verlinkt. Ebenso finden Interessenten alle notwendigen Infos über Berufschancen für Quereinsteiger sowie über spätere Aufstiegsmöglichkeiten in weiterführenden Logistikberufen.
Um den Bekanntheitsgrad der Website zu steigern, hat der BGL einen eigenen Youtube-Kanal eingerichtet, über den ein auf jugendliche Sehgewohnheiten abgestellter, unterhaltsamer Kurzfilm im Internet verbreitet wird: www.youtube.com/watch?v=U1os9m23p8s. Zusätzliche Attraktivität soll der Website ein bis zum 30. April 2014 laufendes Gewinnspiel verleihen, bei dem drei „Apple iPad Air“ verlost werden.
Aktueller Rechtstipp: Reform des Seehandelsrechts
News vom 13.06.2012 von Redaktion (allg.)
Der Versicherer Kravag informiert in einer DIN A5-Broschüre über die wichtigsten Änderungen – insbesondere zur Haftung und Risikoabsicherung im Seehandelsrecht und im Allgemeinen Frachtrecht.
Hintergrund: Am 9. Mai 2012 hat das Bundeskabinett den Gesetzesentwurf zur Reform des Seehandelsrechts verabschiedet. Modernisiert, reduziert und neu gegliedert geht das Gesetz jetzt an den Start und soll damit fit für den internationalen Wettbewerb sein. Interessenten können die kostenlose Kravag-Broschüre per Mail an info@kravag.de mit dem Betreff „Textsammlung Seehandelsrecht“ bestellen. (tpi)
Kampagne für Fahrer-Assistenz-Systeme in Lkw
News vom 28.05.2008 von Redaktion (allg.)
Der BGL, die BGF und Kravag-Versicherungen unterstützen die Initiative „Sicher. Für Dich. Für mich“ zur Ausstattung von Lkw und Reisebussen mit Fahrer-Assistenz-Systemen.
Schirmherr der Kampagne ist der EU-Kommissar für Unternehmen und Industrie, Günter Verheugen. Ziel der Kampagne ist es, die Verbreitung dieser Assistenz-Systeme zu erhöhen, um die Zahl schwerer Unfälle, die durch Auffahren und Abkommen von der Fahrbahn entstehen, zu reduzieren. Die Kampagne unterstützt damit die EU-Charta für die Straßenverkehrssicherheit. Diese fordert eine Halbierung der Zahl der Verkehrstoten in Europa bis 2010. Die Initiatoren der Kampagne – die Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen (BGF), der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. und die KRAVAG-Versicherungen – wollen mit ihrer Initiative zur Verbesserung der Verkehrssicherheit beitragen. Obwohl die Verkehrsdichte und das Transportaufkommen erheblich zugenommen haben, ist in den letzten 15 Jahren die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten bei Lkw-Unfällen bereits um über 60 Prozent zurückgegangen. Dennoch ereignen sich immer noch schwere Unfälle durch das Auffahren von Lkw auf andere Fahrzeuge oder durch Abkommen von der Fahrbahn. Der dafür zu leistende Schadensaufwand beläuft sich auf circa 370 Millionen Euro pro Jahr. Moderne Fahrer-Assistenz-Systeme könnten nach neuesten Untersuchungen etwa ein Drittel dieser Unfälle verhindern, wenn sie flächendeckend zum Einsatz kämen. Systeme wie der Abstandsregeltempomat, der Spurassistent und das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) hätten inzwischen einen guten technischen Standard und einen hohen Grad an Zuverlässigkeit erreicht. Sie unterstützen den Fahrer und tragen dazu bei, riskante Situationen gar nicht erst entstehen zu lassen und die Unfallrate deutlich zu senken. Indem sie den Fahrer entlasten, ermöglichen sie einen entspannten und vorausschauenden Fahrstil. Bislang zählen diese Systeme nicht zur Serienausstattung von Lkw und Reisebussen. Daher werden sie derzeit nur von etwa fünf Prozent der Kunden beim Kauf eines Neufahrzeugs geordert. Diese Quote soll durch die Kampagne deutlich erhöht werden. Die BGF fördert im Rahmen der Kampagne seit Anfang 2008 die Ausstattung von eintausend neuen Lkw und Reisebussen, die mit Abstandsregeltempomat, Spurassistent und Elektronischem Stabilitätsprogramm ausgestattet sind. Das Fördervolumen beträgt insgesamt zwei Millionen Euro. Fünf Monate nach Beginn der Förderung ist das Budget nahezu ausgeschöpft: Über 300 Mitgliedsunternehmen haben das Angebot der BGF wahrgenommen und entsprechend ausgestattete Neufahrzeuge bestellt. Über einen Zeitraum von drei Jahren wird die Unfallbilanz dieser Fahrzeuge und einer Vergleichsgruppe wissenschaftlich ausgewertet. Die Ergebnisse der vom BGL mitfinanzierten Begleitforschung dienen dazu, die Technik der Fahrer-Assistenz-Systeme weiter zu optimieren und die Akzeptanz auf Seiten der Unternehmen zu erhöhen. Die Kravag-Versicherungen, als Partner dieser Initiative aus der Versicherungsbranche, unterstützen finanziell den Einbau der Fahrer-Assistenz-Systeme für Neufahrzeuge ihrer Kunden und BGF-Mitglieder mit einem zusätzlichen Zuschuss von 500 Euro. Auf Seiten der Lkw-Hersteller beteiligen sich Iveco, MAN und Mercedes Benz an dem Förderprogramm, indem sie spezielle Ausstattungspakete günstiger anbieten. (tpi)(tpi)