LKW

Kombiverkehr: Direktzug zwischen Lübeck und Verona

Der Frankfurter Bahnoperateur will mehr Kapazitäten im Brennerverkehr schaffen und hat mit zwei Rundläufen pro Woche wieder eine direkte Verbindung zwischen Deutschland und Italien eingeführt.

Zweimal pro Woche und Richtung direkt und dreimal via Hamburg im Gatewayverkehr: Die Frankfurter Kombiverkehr KG schafft in Zusammenarbeit mit der Münchener Lokomotion GmbH neue Kapazitäten auf der Schiene im Italienverkehr zwischen Lübeck und Verona. Foto: Kombiverkehr KG

Die Kombiverkehr KG schafft weitere Kapazitäten in ihrem europaweiten Intermodal-Netzwerk im Verkehr zwischen Deutschland und Italien. Seit diesem Monat können Spediteure und Logistikunternehmen ihre Trailer, Wechselbehälter und Container demnach zwischen dem Lübecker Hafen und Verona in Norditalien wieder auf einer Direktzugverbindung transportieren lassen. Denn der Operateur hat diese Strecke erneut in seinen Fahrplan aufgenommen.

Angefahren werden das Baltic Rail Gate Terminal am Skandinavienkai in Lübeck und das Terminal Verona Quadrante Europa. Immer donnerstags und sonntags in Nord-Süd-Richtung und dienstags und freitags in Süd-Nord-Richtung verkehren die Züge mit Annahmeschluss- und Abholbeginnzeiten an den Start- und Zieldestinationen, so die Kombiverkehr. Zusätzliche Verbindungen biete man im sogenannten Gatewayverkehr via Hamburg an drei Verkehrstagen an.

Von Verona aus bestünden Anschlussverbindungen in den Süden Italiens, ab dem Lübecker Hafen von und nach Schweden und Norwegen. Der Transport von Abfällen und Gefahrgütern aller Klassen außer eins und sieben sei zudem möglich. Arbi Tonians, Leiter Südeuropa im Vertrieb der Kombiverkehr KG:

„Unsere Kapazitätserweiterung kommt für Transportunternehmen zur richtigen Zeit, die aufgrund der Sanierung der Luegbrücke im Brennerverkehr vor große Herausforderungen gestellt sind.“

Sanierung der Luegbrücke
Seit dem 1. Januar 2025 werde der Straßenverkehr über die 1,8 Kilometer lange Luegbrücke aus Sicherheitsgründen oft nur noch einspurig rollen. Im März wird mit der Generalerneuerung des mehr als 50 Jahre alten Bauwerks bei Gries am Brenner begonnen, die bis Ende 2030 dauern soll. Tonians:

„Unsere Schienenangebote über den Brenner können für Speditionsunternehmen eine Entlastung sein. Allein im Verkehr mit Verona bieten wir tägliche Abfahrten an, ab manchen Terminalstandorten sogar mehrere Zugabfahrten am Tag. Zielterminals in Deutschland neben Lübeck sind München, Köln, Ludwigshafen, Hannover, Hamburg, Leipzig, Nürnberg und Rostock.“