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HHLA: Wachstum im Intermodal-Segment eröffnet neue Chancen

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen steigert die HHLA im ersten Halbjahr 2025 Mengen, Umsatz und Ergebnis. Besonders stark wächst das Intermodal-Segment.

Container werden an einem Terminal für den Weitertransport auf Schiene und Straße bereitgestellt. | Foto: Thies Rätzke / HHLA

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) hat im ersten Halbjahr 2025 Umsatz und operatives Ergebnis deutlich gesteigert. Den Unternehmensangaben zufolge erhöhten sich die Erlöse im Konzern um 16,3 Prozent auf 884,5 Millionen Euro gegenüber 760,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 34,8 Prozent auf 79,4 Millionen Euro. Die EBIT-Marge erreichte 9,0 Prozent nach 7,7 Prozent im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter lag bei 19,1 Millionen Euro und damit über dem Vorjahreswert von 13,2 Millionen Euro.

Entwicklung im Teilkonzern Hafenlogistik

Der börsennotierte Teilkonzern Hafenlogistik erzielte in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Umsatz von 865,7 Millionen Euro, ein Plus von 16,6 Prozent. Das EBIT stieg um 40,1 Prozent auf 72,4 Millionen Euro. Die EBIT-Marge erhöhte sich auf 8,4 Prozent nach 7,0 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter belief sich auf 15,3 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie lag bei 0,21 Euro.

Containerumschlag mit deutlichem Zuwachs

Die Mengen der Zubringerverkehre (Feeder) konnten gegenüber dem Vorjahreszeitraum stark zulegen. Neben den finnischen Verkehren verzeichnete auch der Containerumschlag mit Polen sowie innerhalb Deutschlands einen starken Anstieg. Die Ladungsmengen aus Estland entwickelten sich währenddessen rückläufig. Die Feederquote am wasserseitigen Umschlag lag bei 19,6 Prozent (im Vorjahr: 18,7 Prozent).

Die internationalen Containerterminals verzeichneten einen starken Anstieg des Umschlagvolumens von 28,7 Prozent auf 165 Tsd. TEU. Dies ist neben dem Mengenzuwachs bei HHLA PLT Italy besonders auf die Wiederaufnahme des wasserseitigen Umschlags am Container Terminal Odessa (CTO) im dritten Quartal 2024 zurückzuführen. Auch die wasserseitigen Umschlagvolumen am Multifunktionsterminal HHLA TK Estonia stiegen geringfügig an.

Wachstum im Segment Intermodal

Die Bahntransporte konnten im Vergleich zum Vorjahr um 20,2 Prozent auf 863 Tsd. TEU zulegen. Zum starken Mengenanstieg trugen insbesondere die Verkehre mit den norddeutschen und den adriatischen Seehäfen sowie die DACH-Verkehre bei.

Die Umsatzerlöse im Segment stiegen um 22,2 Prozent auf 400,5 Millionen Euro und damit stärker als die Transportmenge. Gründe waren unter anderem Preisanpassungen und ein höherer Anteil an Bahnverkehren. Das EBIT erhöhte sich um 23,1 Prozent auf 48,2 Millionen Euro, die EBIT-Marge lag bei 12,0 Prozent. Belastend wirkten Baustellen auf wichtigen Transportstrecken.

Immobilienbereich mit stabiler Entwicklung

Die Immobilien in der Hamburger Speicherstadt und auf dem Fischmarktareal erzielten im Berichtszeitraum Umsatzerlöse von 23,4 Millionen Euro, ein Anstieg um 1,8 Prozent. Das EBIT sank um 3,4 Prozent auf 6,7 Millionen Euro. Laut HHLA konnte der Anstieg der Mieterträge in der Speicherstadt erhöhte Aufwendungen und Abschreibungen nicht vollständig ausgleichen.

Prognose für 2025 bestätigt, Spannen angepasst

Für das Geschäftsjahr 2025 hält die HHLA an ihrer Prognose fest, hat jedoch die erwarteten Ergebnisbandbreiten konkretisiert. Auf Konzernebene rechnet das Unternehmen nun mit einem EBIT zwischen 195 und 215 Millionen Euro. Für den Teilkonzern Hafenlogistik liegt die Spanne bei 180 bis 200 Millionen Euro.(av)