LKW

IDS Logistik: Berechnung des CO2-Fußabdrucks mit neuer ISO-Norm

Die Stückgutkooperation will die Nachhaltigkeit in der Stückgutlogistik weiter gestärkt und hat ihre Carbon Footprint-Berechnung auf die neue Norm ISO 14083 umgestellt.

IDS Logistik will seine Emissionen bis 2030 um 21 Prozent und bis 2040 um 60 Prozent senken. Dafür wird der CO2-Fußabdruck jetzt mit der neuen ISO-Norm 14083 berechnet. Foto: Pixabay

IDS Logistik hat die Berechnung des Carbon Footprints (CFP) und damit des CO2-Fußabdrucks vollständig auf die aktuelle Norm ISO 14083 umgestellt. Bereits seit 15. Juli 2024 erfolgt die Emissionsermittlung auf Basis der Software EcoTransIT World, die als Marktstandard für Transportemissionsberechnungen gilt. Damit will die Stückgutkooperation die Transparenz, Genauigkeit und Zukunftsfähigkeit ihrer CO₂-Bilanzierung nach eigenen Angaben stärken. Dies sei ein zentraler Baustein zur Erreichung der eigenen Klimaziele, hieß es weiter.

Ziele für Netto-Null-Emissionen

IDS hatte bereits 2024 die Reduktionsziele auf dem Weg hin zu Klimaneutralität kommuniziert. So sollen die transport- und umschlagsbedingten Emissionen, die in Prozent gegenüber dem Basisjahr 2023 je Tonnenkilometer berechnet werden, deutlich gesenkt werden.

Geplant sei, diese bis 2030 um 21 Prozent und bis 2040 um 60 Prozent zu senken. Bis spätestens 2050 wolle man dann das Ziel von Netto-Null-Emissionen erreichen. Die Grundlage dafür bilde eine belastbare, standardisierte Emissionsberechnung auf Sendungsebene, automatisiert und normgerecht.

Automatisierte Berechnung mit EcoTransIT World und REff-Tool

Seit dem Go-live der neuen Berechnungsmethodik erfolgt laut IDS jede Nacht die vollautomatisierte Berechnung der Transport- und Umschlagemissionen aller nationalen Stückgutsendungen im eigenen Netzwerk. Dabei würden sämtliche Abschnitte der Transportkette inklusive Vor-, Haupt- und Nachlauf sowie alle Umschläge berücksichtigt. Die Berechnung basiere dabei auf den zwei folgenden zentralen Komponenten:

  • EcoTransIT World (ETW): Ein nach ISO 14083 zertifiziertes Tool zur Ermittlung von Transportemissionen. Verwendet werden sowohl Primärdaten und damit konkrete Transportdaten, als auch Default-Werte und damit statistische Durchschnittswerte.
  • REff-Tool des Fraunhofer Instituts: Es dienst der Berechnung der Umschlagemissionen unter Einbezug der tatsächlichen Energieverbräuche der IDS Terminals.

Volle Transparenz rückwirkend ab 2023

Da das Jahr 2023 als Referenzbasis für die Emissionsziele definiert wurde, habe man sämtliche Sendungen rückwirkend nach der neuen Methodik bewertet, so die Stückgutkooperation. Die Ergebnisse für 2023 und 2024 würden jetzt vorliegen und als Referenzwerte für das langfristige Monitoring der CO₂-Reduktionsziele dienen.

Ziel sei es, die CFP-Berechnung stetig zu verbessern. Damit sollten die Default-Werte kontinuierlich durch Primärdaten wie Fahrzeugtyp, Antriebsart oder Auslastung abgelöst werden, so dass sich die Effekte von Maßnahmen wie die ersten BEV-HUB-Hauptläufe, die noch 2025 starten würden, in der CFP-Berechnung widerspiegelten.

Zudem werde an der Aufnahme von Ereignissen wie die Zweitzustellung oder Weiterleitung einer Sendung in die Berechnung gearbeitet. IDS Geschäftsführer Michael Bargl:

„Denn nur was man misst, kann man auch managen. Die tägliche normkonforme CFP-Messung ist die Basis unserer Klimastrategie bis 2050. Mit ihr setzen wir einen Standard für Transparenz und Verlässlichkeit in der Stückgutlogistik."