Avantpark: Wie Digitalisierung die Parkplatzsuche erleichtert - und Emissionen senkt
Der Spezialist Parktechnologiespezialist Avantpark wirbt im Kontext des hohen Stauaufkommens in den Großstädten für sein System der digitalen Parkraumbewirtschaftung. Sie soll eine lückenlose Kennzeichenerfassung ermöglichen, die nicht nur Falschparker reduziert, sondern vor allem Echtzeitdaten liefert – etwa zu Auslastung und Nutzungsverhalten der Fahrer. Diese Daten helfen Städten, Parkflächen effizienter zu steuern, Verkehrsaufkommen gezielt zu senken und damit die Parkplatzsuche spürbar zu verkürzen. Für Autofahrer werde die Parkplatzsuche in Großstädten zunehmend zum täglichen Zeitfresser: Bis zu 65 Stunden im Jahr verbringen sie damit, eine freie Lücke zu finden – das entspricht fast drei Tagen im Stop-and-go-Modus, skizziert der Anbieter. In Frankfurt etwa dauert die Parkplatzsuche durchschnittlich zehn Minuten. Auf das Jahr hochgerechnet sind das 65 Stunden. In Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München und Köln beträgt die durchschnittliche Suchzeit jeweils neun Minuten pro Fahrt. Bis zu 40 Prozent des Stadtverkehrs entsteht durch Parkplatzsuche und sorgt für zusätzliches Fahrzeugaufkommen und unnötige Emissionen.
Das betrifft nicht nur die Metropolen. Auch kleinere Städte klagen über überlastete Stellplätze und ausweichenden Parkverkehr in umliegenden Wohngebieten. Statt neue Flächen zu versiegeln, plädiert Mario Feghali, Leiter Vertrieb und Kundenbetreuung beim Parksystemanbieter Avantpark, für eine intelligentere Nutzung der vorhandenen Parkzonen. Feghali zeigt, wie datenbasierte Lösungen Einzug in die Stadtplanung halten – und zum Hebel für lebenswertere Innenstädte werden.
Die Parkplatzsuche kostet Zeit - und Geld
Für die Autofahrer ist die Stellplatzsuche aber nicht nur zeitaufwendig, sondern auch teuer. Eine Schätzung, die den durchschnittlichen Stundenlohn und den Spritverbrauch berücksichtigt, zeigt: In Frankfurt kostet die Parkplatzsuche jährlich rund 1.400 Euro, durch Zeitverlust und Sprit. In Berlin sind es immerhin 1.358 Euro. Die Frage ist, wie Städte und Gemeinden das Parkplatzchaos vermeiden können.
„Städte sollten ihre bestehenden Parkzonen intelligenter nutzen“, fordert Mario Feghali, Leiter Vertrieb und Kundenbetreuung beim Parksystemanbieter Avantpark, auf.
Das sieht auch die Stadt Berlin so. Der Senat diskutiert aktuell, wie sie durch eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung das Verkehrschaos in der Hauptstadt reduzieren können. Digitale Kennzeichenerfassung zeigt Belegung in Echtzeit und erkennt Falschparker automatisch. Das sorgt für bessere Auslastung und kürzere Suchzeiten. „Denn das reduziert Kosten und Verwaltungsaufwand“, erklärt Feghali. Sein Unternehmen Avantpark setzt seit fünf Jahren genau diese Technologie ein und stattet damit Parkflächen von Städten, Gemeinden, Restaurants und dem Einzelhandel intelligent aus. Der Experte warnt vor allem Kommunen davor, die Parkraumbewirtschaftung zu vernachlässigen:
„Als Teil des gesamten Mobilitätskonzeptes, kann die effiziente Stellplatznutzung zur Verringerung des Verkehrs in Innenstädten beitragen“, glaubt der Parkraumspezialist.
Datenschatz zu gewinnen
So können zusätzlich anonymisierte Daten gewonnen und zur Analyse genutzt werden. Parkraumbewirtschaftung sollte als Teil der Stadtplanung gesehen werden 30 Prozent des innerstädtischen Verkehrs in Deutschland geht also auf die Parkplatzsuche zurück. Vor allem in Anwohnergebieten führt das häufig zu Stau und Frust. „In vielen Großstädten wurde das Geschäft mit Stellplätzen meist auf private Betreiber übertragen. Kleine Städte hingegen regeln das Parkgeschäft meist eigenständig über kommunale Unternehmen“, erklärt Feghali. Der Experte sieht jedoch den Trend, das auch große Städte das Stellplatzgeschäft wieder mehr selbst übernehmen.
„Gemeindevertreter sollten den gesamten, sogenannten ruhenden Verkehr, betrachten. So können die Teilbereiche besser aufeinander abgestimmt werden“, erklärt der Experte.
Zum ruhenden Verkehr gehören sowohl das Parken auf der Straße, das Anwohner- und Dauerparken sowie die Quartiersgaragen. Feghali sieht darin die Zukunft für die Verkehrsplanung: „Die Parkgebühren werden sich an das Verkehrsaufkommen und dem Bedarf orientieren.“ Das würde vor allem kleineren Städten helfen, da Autofahrer nicht mehr nur auf kostenfreie Stellplätze in den Nachbarstädten ausweichen würden.
Kosten lassen sich senken
Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Stadtplanung sind die Kosten. Auch hier könne sich die digitale Parkraumbewirtschaftung positiv auswirken: „Schrankenanlagen, Ticketautomaten und Kontrollpersonal werden damit eingespart“, berichtet der Experte. Wie Parkdaten für eine neue Infrastruktur sorgen können Die Einführung der digitalen Kennzeichenerfassung bietet für Städte und Gemeinden nicht nur die Möglichkeit, auf Schrankensysteme zu verzichten, sondern auch wichtige Daten über die Parkplatznutzung zu gewinnen. „Bei den Kommunalentscheidern fehlt es häufig an Wissen über das Potenzial neuer Technologien zur Parkraumbewirtschaftung“, mahnt Feghali. Das betrifft vor allem den Bereich der digitalen Kennzeichenerfassung, der Analyse von Daten sowie der Nutzung von bargeldlosen Zahlungssystemen. Der Experte sieht genau darin das Potenzial.
„Viele Städte kennen ihre Parkflächennutzer gut, vom Businesskunden bis zum Anwohner. Durch das regelmäßige Durchführen von Kundenstudien können sie Daten erheben, die den Ausbau der Infrastruktur effizienter gestalten würden.“
Das schafft eine fundierte Grundlage, womit man neue Mittel wie zum Beispiel die Anzahl von E-Ladesäulen pro Fläche ermittelt oder das Verhältnis zwischen Kurzzeit- und Dauerparkern für die einzelnen Standorte analysiert werden können. Abschließend fasst der Parkexperte zusammen.
„Digitale Parkraumbewirtschaftung wird zum Schlüssel moderner Stadtplanung. Wer jetzt nicht handelt, riskiert dauerhaftes Verkehrschaos auf Kosten der Lebensqualität.“