LKW

Wasgau C+C: Neue E-Lkw und E-Sattelzugmaschine

Das Pirmasenser Lebensmittelhandelsunternehmen hat in Rheinland-Pfalz und im Saarland drei neue E-Zustell-Lkw von Scania und eine E-Sattelzugmaschine im Einsatz.

Vollelektrisch und umweltschonend unterwegs: Die neuen E-Lkw von Wasgau C+C für die Warenlieferungen innerhalb der Lebensmittellogistik. Foto: Wasgau AG

Die Wasgau C+C Großhandel GmbH, der Cash-und-Carry-Spezialist des Pirmasenser Lebensmittel-Handelsunternehmen WASGAU, nutzt für seine Logistik jetzt drei neu angeschaffte Elektro-Zustell-Lkw und eine Elektro-Sattelzugmaschine. Diese sind bereits in Rheinland-Pfalz und dem Saarland unterwegs.

Derzeit sind damit rund zehn Prozent der gesamten, mehr als 40 Lkw und Sprinter umfassenden Unternehmensflotte elektrifiziert. Laut dem Unternehmen entspricht das einer geschätzten Einsparung von rund 350 Tonnen CO2 im Jahr. Im Laufe des Jahres sollen weitere zwei E-Lkw hinzukommen, zudem prüfe man derzeit zusätzliche Bestellungen zum Jahresende, heißt es. Claus Bärhausen, Organisationsleiter bei Wasgau C+C:

„Nachhaltiges Handeln ist für WASGAU nicht nur ein Wunsch, sondern wird tagtäglich auch umgesetzt. Die jetzt im C+C-Bereich erfolgte Einführung von E-Lkw für die Logistik ist dabei ein sehr wichtiger weiterer Baustein dieser Philosophie. Unsere Erfahrungen damit sind bislang sehr positiv, wobei wir nach wenigen Wochen naturgemäß noch nichts zu Reparaturen und Ausfallzeiten sagen können. Und auch die Fahrer, die wir vor Inbetriebnahme in Schulungen intensiv mit den E-Lkw vertraut gemacht, zeigen sich durchweg begeistert von der neuen Technik.“

Drei abgetrennte Kühlzonen
Bei den E-Lkw der Marke Scania erfolge mithilfe einer Lademanagement-Software eine automatische, bedarfsgerechte Steuerung der Ladevorgänge, gleichzeitig würden darüber beispielsweise auch Lastspitzen vermieden, was wiederum die Betriebskosten senke. Die Antriebsleistung der 18- beziehungsweise 25-Tonner betrage 400 KW (544 PS) und die Kühlmaschine werde dabei über die Batterie des jeweiligen Fahrzeugs elektrisch angetrieben. Jedes verfügt laut dem Unternehmen über einen Isolieraufbau mit drei abgetrennten Kühlzonen, deren Temperaturbereiche von minus 25 Grad Celsius bis plus sechs Grad Celsius einstellbar sind.

Der Anschaffung vorausgegangen sei laut dem Unternehmen eine Analyse beispielsweise hinsichtlich der technischen Funktionsweisen, der Reichweite oder auch des Handlings rund um Service und Werkstatt.

Für die Ladeinfrastruktur verfüge man an den Standorten in Pirmasens und Kaiserslautern über betriebseigene Ladestationen. Und in Kaiserslautern könnten diese über die noch im Laufe dieses Jahres errichtete Photovoltaik-Breitflächenanlage mit selbstproduziertem Strom gespeist werden.

Im Rahmen der Bundesförderung
Das Lebensmittelhandelsunternehmen ist mit insgesamt sechs Märkten in Neunkirchen/Saar, Wadern, Kaiserslautern, Bad Kreuznach, Neustadt an der Weinstraße und Pirmasens vertreten. Zu den Kunden zählen Gastronomie/Hotellerie, Großverbraucher, Vereine und sonstige Gewerbetreibende aller Art aus der Region Rheinland-Pfalz/Saarland.

Die Anschaffung der Elektrofahrzeuge sowie der Ladeinfrastruktur wurde zum Teil im Rahmen der Richtlinie über die Förderung von leichten und schweren Nutzfahrzeugen mit alternativen, klimaschonenden Antrieben und dazugehöriger Tank- und Ladeinfrastruktur (KsNI) mit insgesamt rund 1,5 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert.

Darin enthalten sind zudem Fördermittel für den Aufbau von Ladeinfrastruktur, die im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäische Aufbau- und Resilienzfazilitäte (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt werden. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert, Anträge werden durch das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) bewilligt.