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EnBW: Auslastung im HPC-Netz wächst - Ladeerlebnis wichtiger als Reichweitenangst

Auslastung und Größe des EnBW HyperNetzes wachsen: Mit über 50 überdachten Schnellladeparks und 7.000 Schnellladepunkten sehen die Karlsruher ihre Marktführerschaft untermauert und verweisen auf weiter hohe Nachfrage nach Schnellladeinfrastruktur, trotz Korrektur der Ausbauziele. Ladeerlebnis vor Reichweitenangst.

Aufladen beim Laden: Aus Sicht von EnBW spielt zunehmend das Ladeerlebnis neben der Performance eine Rolle. | Foto: EnBW/Chris Noltekuhlmann

Der Karlsruher Energieversorger EnBW hat vor kurzem seinen 50. überdachten Schnellladepark in Betrieb genommen und die Marke von 7.000 eigenen Schnellladepunkten in Deutschland überschritten. Diese Erfolge belegten die führende Rolle im Bereich Schnellladen und die Funktionsfähigkeit des Marktes, trotz zuletzt kritischer medialer Stimmen zu den Auslastungszahlen, kommentiert der HPC-Netzbetreiber. Für die EnBW seien diese Zahlen keine Überraschung.

„Wir sehen an unserer Ladeinfrastruktur regionale Unterschiede, aber insgesamt eine steigende Auslastung“, erklärt Volker Rimpler, CTO der EnBW mobility+.

Auch die Anpassung der Ausbauziele für das Jahr 2030 ist kein Indikator für einen schwächelnden Markt, wie es von manchen Medien interpretiert wird. Die Ausbau-Strategie richtet sich auch nach den prognostizierten Zulassungszahlen von E-Autos. Diese verfolgen und prognostiziere man laufend. Auf Basis aktueller Erkenntnisse habe man deshalb die Ausbauziele 2030 nach unten korrigiert, betonte Fabian Kneule, CFO der EnBW mobility+.

„Das ist eine ganz normale Reaktion auf das aktuelle Marktgeschehen.“

Seit der Inbetriebnahme der ersten Schnellladesäule im Jahr 2016 – damals noch mit 50 Kilowatt Leistung – hat der Anbieter in weniger als neun Jahren einen starken Ausbau vollzogen. Die E-Mobilität ist und bleibe der relevanteste Baustein auf dem Weg zu einer emissionsarmen Mobilität, betont Kneule. Mittlerweile gehe es weniger um die Reichweitenangst, sondern viel mehr um das Ladeerlebnis.

„Für viele unserer Kund*innen steht die Frage im Vordergrund: Wo ist ‚meine‘ nächstmögliche Ladeoption? Vor allem Fahrer*innen, die nicht zu Hause laden können, brauchen Ladeinfrastruktur, die sich nahtlos in ihren persönlichen Alltag integrieren lässt", so Rimpler.

 

Neben dem ‚Wo‘ spiele das ‚Wie‘ eine große Rolle: Wie ist ein Ladestandort ausgestattet? Gibt es Infrastruktur, die ich nutzen kann, während mein Auto lädt? Wie komfortabel ist das Laden für mich?, erklärt der CFO. Daher entwickle man das Angebot permanent weiter.

„Wir priorisieren und errichten Schnellladestandorte dort, wo die Nutzer*innen das Laden in ihren Alltag integrieren können. Deshalb sieht unsere Strategie Standorte insbesondere am Einzelhandel, entlang von Autobahnen und im urbanen Raum vor“, skizziert Rimpler.