LKW

Transport Logistic 2025: Italcam diskutiert neue Logistikachsen

Eine Podiumsdiskussion stellt Norditaliens Häfen als integriertes Netzwerk für umweltfreundliche Lieferketten nach Mitteleuropa vor.

Die drei großen Adria- und Ligurienhäfen Triest, Venedig und Genua verfügen über leistungsfähige Anbindungen ins Hinterland. Gemeinsam bilden sie ein integriertes Netz mit direktem Zugang zum europäischen Straßen- und Schienengüterverkehr. (Foto: Italcam)

Die italienische Handelskammer München–Stuttgart (Italcam) bringt auf der internationalen Leitmesse Transport Logistic Norditalien in den Fokus. Im Rahmen des Konferenzprogramms lädt Italcam am 4. Juni 2025 um 16:30 Uhr im Forum in Halle A1 zur Podiumsdiskussion „Think upside down“ ein. Im Zentrum der Debatte stehen die Rolle italienischer Seehäfen und deren Vernetzung mit dem mitteleuropäischen Hinterland.

Die Veranstaltung soll Vertreterinnen und Vertreter aus Hafeninfrastruktur und Logistikunternehmen zusammenbringe. Die Teilnehmer diskutieren, welche Chancen ein nachhaltiges, vernetztes Logistiksystem bietet und wie Norditalien als Schnittstelle zwischen Mittelmeerraum und Zentraleuropa dazu beitragen kann.

Infrastruktur trifft Praxis

Für die Hafeninfrastruktur nehmen Vittorio Torbianelli (Hafenbehörde östliche Adria, Triest), Fulvio Lino Di Blasio (Hafenbehörde nördliche Adria, Venedig) und Alberto Pozzobon (Hafenbehörde westliches Ligurisches Meer, Genua) teil. Die logistische Perspektive vertreten Alessandro Cacciola (Andreas Schmidt Group), Heiko Krebs (Kombiverkehr KG) sowie Christoph Müller (Paul Hartmann AG). 

Im Mittelpunkt der Diskussion steht laut Ankündigung das Zusammenspiel zwischen Hafenstandorten und Logistikdienstleistern sowie der strategische Ausbau nachhaltiger Transportlösungen über die Alpen. Mit digitalen Abläufen und intermodalen Anbindungen an das europäische Verkehrsnetz verfolge Norditalien einen Systemansatz, der vor allem für den Straßengüterverkehr Potenzial berge, so eine Presemeldung der Itacam.

Kurze Wege, integrierte Ketten

Die drei großen Adria- und Ligurienhäfen Triest, Venedig und Genua verfügen über leistungsfähige Anbindungen ins Hinterland. Gemeinsam bilden sie ein integriertes Netz mit direktem Zugang zum europäischen Straßen- und Schienengüterverkehr. Die intermodale Infrastruktur unterstützt eine Verlagerung auf umweltverträglichere Transportmittel und soll zugleich die Resilienz grenzüberschreitender Lieferketten stärken.

Alessandro Marino, Geschäftsführer von Italcam und Organisator der Veranstaltung, sieht darin eine Chance für die gesamte Branche:

„In München führen wir eine wichtige Debatte für die Zukunft der Logistikwirtschaft, denn der Klimawandel schreitet voran und Ressourceneffizienz ist das Gebot der Stunde. Norditalien kann dabei in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Deshalb wollen wir die Logistikdrehscheibe mit Einblicken in die Praxis und mutigen Konzepten stärker auf das Radar der mitteleuropäischen Logistikwirtschaft bringen.“

Erweiterte Messepräsenz

Neben der zentralen Diskussionsrunde organisiert Italcam auch weitere Veranstaltungen an den Messeständen. Die Region Venetien thematisiert am 3. Juni um 16:00 Uhr unter dem Titel „Veneto Logistic System: Gemeinsam die Zukunft bewegen“ ihre Rolle als zentraler Knotenpunkt. Am Stand der Häfen von Genua findet am 4. Juni um 11:00 Uhr ein Netzwerktreffen mit Business-Lunch statt. Dabei diskutieren Verlader und Logistiker unter der Leitfrage „What about the Southern Route?“ über das Potenzial der intermodalen Südrouten in den europäischen Lieferketten.

Halle A1, Stand 431