Reederei Wasaline: Hybridfähre erhält extra Schiffsbatterie
Mit der zusätzlichen Batterie für die Fähre Aurora will die finnisch-schwedische Fährreederei ihre Klimaneutralität auf der Route zwischen Vaasa in Finnland und Umeå in Schweden vorzubereiten. Man mache so einen bedeutenden Schritt in Richtung nachhaltiger Seeschifffahrt, indem die Bordbatteriekapazität um zusätzliche 10,4 MWh erweitert werden, hieß es.
Die zusätzlichen Batteriepakete sollen im Herbst 2025 vom Spezialisten für Schiffsbatterien AYK Energy bereitgestellt und im Januar 2026 dann in Betrieb genommen werden. Dabei handelt es sich um Batterien vom Typ LFP mit Lithium-Eisen-Phosphat, die nach eigenen Angaben für ihre Sicherheit und lange Lebensdauer bekannt sind. Peter Ståhlberg, Geschäftsführer von Wasaline:
„Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Strecke Vaasa - Umeå als grünen Schifffahrtskorridor zu etablieren und auszubauen. In Europa nimmt die Nachfrage nach umweltfreundlichen Transporten und intermodalem Güterverkehr jährlich zu. Das bedeutet, dass die gesamte Transportkette schon heute klimaneutral sein kann. Die Erweiterung unserer Batteriekapazität ist ein wichtiger Schritt, der es uns ermöglicht, die Nachhaltigkeit unseres Schiffs noch weiter zu steigern und mehr Kapazität für Batterien und Biogas bereitzustellen. Unsere Zusammenarbeit mit den Energieclustern Finnlands und der Region macht innovative Lösungen wie diese möglich, und wir sind stolz darauf, ein Vorreiter in der maritimen Wirtschaft zu sein.“
Emissionen weiter reduzieren
Mit dieser Investition will Wasaline ihre Treibhausgasemissionen der Route um 23 Prozent reduzieren. Seit der Inbetriebnahme der Route mit der früheren Fähre Wasa Express im Januar 2013 seien die Emissionen pro Fahrt um 77 Prozent gesenkt worden, was dem Fit for 55-Ziel der EU entspreche, die Emissionen in der Union bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren.
Bei der Planung der jetzigen Wasaline-Fähre Aurora Botnia habe man sich das das Ziel gesetzt, bis 2030 einen vollständig klimaneutralen Betrieb zu erreichen. Die Hybridfähre ist unter anderem mit Dual-Fuel-Motoren und 2,2-MWh-Batterien ausgestattet und nutzt elektrisch betriebene Azimut-Strahlruder. Man erwarte, dass das Batterie-Upgrade den Verbrauch an fossiler Energie um etwa 10.000 MWh jährlich zusätzlich senken könne, so die Rederei.
Die bei der Rauma Marine Constructions Werft gebaute RoPax-Hybridfähre Aurora Botnia wurde am 28. August 2021 in Dienst gestellt, ist mit Dual-Fuel-Motoren und Batterien ausgestattet und nutzt LNG, Biogas und Batteriepakete für den Antrieb. Chris Kruger, Gründer von AYK Energy:
„Dies ist die bisher größte Nachrüstung eines Schiffes mit Batterien, und wir sind als Anbieter dieser fortschrittlichen Batterielösung sehr stolz darauf, mit Wasaline zusammenzuarbeiten. Erneut als zuverlässiger und kosteneffizienter Lieferant anerkannt zu werden, ist äußerst zufriedenstellend. Dieses Projekt ist ein Beispiel für AYKs Vision, qualitativ hochwertige, sichere und kosteneffiziente Lösungen anzubieten, um die Anforderungen unserer Kunden an einen umweltfreundlichen Transport zu erfüllen. Der Übergang zu Elektro- und Hybridschiffen beschleunigt sich, und die Partnerschaft zwischen AYK und Wasaline ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie eine strategische Zusammenarbeit den Wandel vorantreiben kann."